Re: Volunteer Geschichte
Verfasst: Mi 22. Mär 2017, 11:35
Was für ein spannender Faden... wir haben gerade einen workawayer hier, weil Harald im Krankenhaus war und ich die nächsten zwei Monate alleine das Geld ranschaffen muß und die Pferde jeden Tag versorgt werden wollen.
Soweit sogut.
Wir haben extra erwähnt, daß das keine Ponikels sind, sondern Zugtiere, also entsprechend groß und wuchtig, aber naturgemäß/erziehungsmäßig brav. Wir also jemanden mit Pferdeerfahrung brauchen, oder zumindest Interesse an Pferdehaltung hat. Hätte er, hätte zu Hause zwei Vollblüter, könne reiten. Kann er hier auch, ist nur nicht so wirklich spannend, fahren können wir ihm beibringen, also er kann mit auf den Bock und beim Training die Leinen halten.
Und ein paar Fahrstunden sind dann bei Elena/Nele im Gespann auch drin.
Er will 4 Stunden am Tag arbeiten, das ist auch völlig in Ordnung. Von Mo bis Fr. Auch gut, nur ich muß jedes zweite Wochenende arbeiten, er also bitte auch. Will er nicht. Gut, befreundete Fahrer und Nachbarn engagiert. Die 4 Std. macht er morgens am Stück, aber bitte nach dem Ausschlafen und Frühstück, das macht er so um 9. Geht ja, Harald kann eh nicht viel rumhumpeln.
Nur, am Mittag und am Abend gucken dann andere nach den Tieren, rein und raus geht auch nicht und misten nur, wenn die Raubpferde schon auf der Koppel sind. Auf Fahren hat er keine Lust, also Training fällt weg, weil ich den Rest meiner wachen Zeit neben Erwerbsarbeit mit Pferde- und Restviehzeugversorgung beschäftigt bin. Pferde putzen kann er auch nicht, zu gefährlich.
Aber essen kann er.
Zum ersten Mal seit ich weiß nicht wieviel Jahren haben wir Wurst und Käse im Supermarkt gekauft, weil dagegen kann ich nicht anarbeiten.
Ach ja, und bei workaway ist er auch nur, weil er hat in Schottland ein Mädchen kennengelernt, die kommt 10km von hier weg und da fährt er abends und am Wochenende hin.
Wir würden ihn lieber gestern als morgen loswerden, aber so muß ich wenigstens nicht noch misten und die nächsten 14 Tage kann Harald noch gargarnix. Außer formvollendet hupfstapf machen
Letztes Jahr hatten wir zwei Mädels als workawayer, die sind mit uns und nach ein paar Tagen auch ohne uns im Dorf und Umgebung rum und haben ostwestfälisches Leben erkundet, haben Spaß an der Arbeit gehabt und tatsächlich schon mal auf einem Pferd gesessen - die konnten verdammt gut damit um - haben die zwei geschlüpften Laufenten mit ihren Vornamen versehen und sind fröhlich nach sechs Wochen zum nächsten Hof weitergezogen.
So, mußte mich mal auskotzen.
Die nächsten workawayer werden bestimmt wieder neugierige, fröhliche Leute.
Bärbel
Soweit sogut.
Wir haben extra erwähnt, daß das keine Ponikels sind, sondern Zugtiere, also entsprechend groß und wuchtig, aber naturgemäß/erziehungsmäßig brav. Wir also jemanden mit Pferdeerfahrung brauchen, oder zumindest Interesse an Pferdehaltung hat. Hätte er, hätte zu Hause zwei Vollblüter, könne reiten. Kann er hier auch, ist nur nicht so wirklich spannend, fahren können wir ihm beibringen, also er kann mit auf den Bock und beim Training die Leinen halten.
Er will 4 Stunden am Tag arbeiten, das ist auch völlig in Ordnung. Von Mo bis Fr. Auch gut, nur ich muß jedes zweite Wochenende arbeiten, er also bitte auch. Will er nicht. Gut, befreundete Fahrer und Nachbarn engagiert. Die 4 Std. macht er morgens am Stück, aber bitte nach dem Ausschlafen und Frühstück, das macht er so um 9. Geht ja, Harald kann eh nicht viel rumhumpeln.
Nur, am Mittag und am Abend gucken dann andere nach den Tieren, rein und raus geht auch nicht und misten nur, wenn die Raubpferde schon auf der Koppel sind. Auf Fahren hat er keine Lust, also Training fällt weg, weil ich den Rest meiner wachen Zeit neben Erwerbsarbeit mit Pferde- und Restviehzeugversorgung beschäftigt bin. Pferde putzen kann er auch nicht, zu gefährlich.
Aber essen kann er.
Zum ersten Mal seit ich weiß nicht wieviel Jahren haben wir Wurst und Käse im Supermarkt gekauft, weil dagegen kann ich nicht anarbeiten.
Ach ja, und bei workaway ist er auch nur, weil er hat in Schottland ein Mädchen kennengelernt, die kommt 10km von hier weg und da fährt er abends und am Wochenende hin.
Wir würden ihn lieber gestern als morgen loswerden, aber so muß ich wenigstens nicht noch misten und die nächsten 14 Tage kann Harald noch gargarnix. Außer formvollendet hupfstapf machen
Letztes Jahr hatten wir zwei Mädels als workawayer, die sind mit uns und nach ein paar Tagen auch ohne uns im Dorf und Umgebung rum und haben ostwestfälisches Leben erkundet, haben Spaß an der Arbeit gehabt und tatsächlich schon mal auf einem Pferd gesessen - die konnten verdammt gut damit um - haben die zwei geschlüpften Laufenten mit ihren Vornamen versehen und sind fröhlich nach sechs Wochen zum nächsten Hof weitergezogen.
So, mußte mich mal auskotzen.
Die nächsten workawayer werden bestimmt wieder neugierige, fröhliche Leute.
Bärbel