Re: Vegan düngen
Verfasst: Mo 26. Nov 2018, 23:03
Leben im Kompost wirklich Regenwürmer? Sind das nicht eher Mistwürmer? Ich kenne Regenwürmer eigentlich nur aus der Gartenerde.
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Kannst du mir das mit dem Fixieren, wenn kein tierischer Dünger da ist, ein bisschen näher erklären?MeinNameistHASE hat geschrieben:Dir ist bewusst, dass auch dein angestrebter Kreislauf ernstzunehmende Verluste aufweisen wird? Essentielle Nährstoffe werden ausgewaschen oder so im Boden fixiert, dass sie für Pflanzen unerreichbar sind...
Nein, denn "vegan" bedeutet, dass man absichtlich auf tierische Produkte jeder Art verzichtet und nicht bloss deswegen, weil nichts da ist. Das ist mental ein gewaltiger Unnterschied.ina maka hat geschrieben: "Veganes Düngen" ist wie gesagt vor allem dann wichtig, wenn man keine Tiere halten kann.
Selbstverständlich nicht - wäre sie es, würde ja die Absurdität von etwas wie "vegan" (=bewusst ohne Tiere) in diesem Zusammenhang sofort aufkommen. Wieso jetzt Karnickel oder Rinder mehr Tier sind als Regenwürmer, ist rein willkürlich und nur in der praktischen Durchführbarkeit der Sache begründet. Mit wenig Nachdenken kommt man leicht darauf, dass die Ökosysteme ohne Tiere nicht funktionieren und deshalb auch Pflanzen nicht ohne Tiere sein können.ina maka hat geschrieben: Dass Regenwürmer im Komposthaufen leben ist keine Tier-Ausbeutung
emil17 hat geschrieben:Nein, denn "vegan" bedeutet, dass man absichtlich auf tierische Produkte jeder Art verzichtet und nicht bloss deswegen, weil nichts da ist. Das ist mental ein gewaltiger Unterschied.
emil17 hat geschrieben:hätte ich einen veganen Esstisch in meiner Küche stehen, denn der besteht nur aus Holz und Eisen, ganz ohne tierische Produkte.
Ich glaube, du weißt nicht ganz, was Veganer wollen??emil17 hat geschrieben:würde ja die Absurdität von etwas wie "vegan" (=bewusst ohne Tiere) in diesem Zusammenhang sofort aufkommen. Wieso jetzt Karnickel oder Rinder mehr Tier sind als Regenwürmer, ist rein willkürlich und nur in der praktischen Durchführbarkeit der Sache begründet.
Pitu hat geschrieben:Hase, was meinst Du, welche essentiellen Nährstoffe würden irgendwann mal fehlen bei mehrjähriger rein pflanzlicher Düngung?
Wenn ich Pflanzenreste, Küchenabfälle, Laub, Äste, Pflanzenjauchen, Leguminosenmulch, Asche, Fallobst, Getreidestroh ... verwende.
Welche Leguminosen würdest Du mir für Mulchzwecke empfehlen? Welche Kleearten, Luzerne, Lupinen ...?
nachdem ich gelernt habe, dass mein Esstisch vegan ist, gibt es nun also auch schon vegetarisch sich ernährende Pflanzen.MeinNameistHASE hat geschrieben:Beispiele zeigen, dass eine vegetarische Lebensweise bei Menschen möglich ist, warum dann nicht auch bei Pflanzen
Um die ganzen Tiere egal wie groß oder klein, egal ob viele oder wenige, auszuklammern und damit vollständig Vegan seine Pflanzen zu ernähren gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit:emil17 hat geschrieben:nachdem ich gelernt habe, dass mein Esstisch vegan ist, gibt es nun also auch schon vegetarisch sich ernährende Pflanzen.MeinNameistHASE hat geschrieben:Beispiele zeigen, dass eine vegetarische Lebensweise bei Menschen möglich ist, warum dann nicht auch bei Pflanzen
Warum nicht ...
Die Begründung ist für mich, gelinde gesagt, etwas seltsam.
Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Definitionen für vegan und vegetarisch sehr, sehr flexibel sind.
Nachdem die Wissenschaft des Kompostierens aber wesentlich darin besteht, die daran mitwirkenden Mikroorganismen und Bodenkleintiere zu fördern, ist da wohl etwas vergessen worden.
Wir haben übrigens grad vegetarisches (oder veganes?) Wetter, ist ganz ohne Mitwirkung von Tieren zustandegekommen.