Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Elli1
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4981

Ungelesener Beitrag von Elli1 »

Ein Bauer mit zwei Söhnen, die beide das eigentlich nicht machen wollen.

Vater hat dann das Argument gezogen: Entweder es kommt zu einer Idee wie das weitergehen kann oder er vermacht das Ganze der Kirche.

Jetzt ist eine GBR entstanden, die die Landwirtschaft weiterführt, alle 3 sind im Moment in der GBR, das muss aber ja nicht so bleiben.

Wieder ein Hof in Oberbayern in die nächste Generation geführt.
Wie früher - wenn Du den Hof nicht weiter führst wirst Du enterbt. So manch einer machte es weil er nichts gelernt hatte und sonst ohne alles dastand. Aber er machte es sein Leben lang mit Widerwillen weil er letztendlich nichts zu sagen hatte denn der Vater hielt die Hand auf alles.
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Tscharlie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4982

Ungelesener Beitrag von Tscharlie »

Die Idee des Vaters war eine andere.

Wenn der Besitz geteilt wird, dann endet das nach ein paar Generationen in handtuchgroßen Stücken.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
Elli1
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4983

Ungelesener Beitrag von Elli1 »

Was war denn die Idee des Vaters? Den Hof zu dritt zu führen? Aber dann muss man sich auch einig sein und darf die Söhne nicht zwingen. Denn in gewisser Weise hatte er sie gezwungen.
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Tscharlie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4984

Ungelesener Beitrag von Tscharlie »

Nö, denn beide Söhne haben von den Eltern eine gute Ausbildung bezaht bekommen und sind auch den Hof nicht angewiesen.

Ich denke eine der großen Probleme bei den Bauern ist der eigene Besitz, den sie ja nicht verdient haben sondern geerbt. Damit ist eine große emotionale Verbindung geschaffen die in einem Unternehmen stören kann.

Wir haben eine zeitlang Familienaufstellungen selbst gemacht und als Teilnehmer mitgemacht. Der Arzt der das leitete stellte immer eine Person mit auf, die den Hof repräsentiert hat. Denn dieser seht IMMER im Mittelpunkt bei allem was es auf dem Hof gibt.
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Ferry
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4985

Ungelesener Beitrag von Ferry »

Und hat der Hof auch mal was "gesagt"?
Gab es Aufstellungen die dir in Erinnerung geblieben sind?

Ich merke das ich schon nach 10 Jahren hier mit dem Fleckchen Erde verbunden fühle. Wir leben nicht nur hier sondern die Erde ernährt uns auch. Also so wirklich. Auch das Geld das wir brauchen erwirtschaften wir mit unserem Garten.
Aber ich kenne eben auch anderes. Wie muss das dann erst sein wenn man auf dem selben Fleckchen Land lebt das schon seit Generationen zur Familie gehört?
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Tscharlie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4986

Ungelesener Beitrag von Tscharlie »

Natürlich hat der Hof auch etwas gesagt. Zusammengefaßt könnte man sagen: "Alles höert auf mein Komando" oder freundicher ausgedrückt: "Alles dreht sich um mich."

Die anwesenden Menschen die mit dem Hof gelebt haben, waren sich dessen aber meist vorher nicht bewußt.

Erst wenn man das erkannt hat, hat man die Möglichkeit frei für sich zu entscheiden, bleibe ich dem Hof treu oder lebe ich ein anderes Leben.

Ein Problem in Deutschland ist, dass man eine Landwirtschaft eigentlich nicht aufgeben kann oder hat sich das geändert?

Aber auch wieder ein positives Beispiel, ein befrendedet Ehepaar hatte eine kleine "Ranch" am Rande von München, ein paar m² Land und eine kleine Hütte. Er Polizist, sie kaufm. Angestellte, zwei Kinder hatten sie auch noch.

Durch eine reisende Wäschefrau, sowa gab es in den 1980er Jahren noch, haben sie von einem Bauernhof im Chiemgau erfahren deren Eigentümer keine Nachfahren mehr hatte, heute ist das ein wuseliger Hof mit vielen Schafen, die alten Eigentümer sind friedlich gestorben, das Hof an einen der Söhne weitergegeben.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4987

Ungelesener Beitrag von Rohana »

Tscharlie hat geschrieben: Do 19. Dez 2024, 06:20 Erst wenn man das erkannt hat, hat man die Möglichkeit frei für sich zu entscheiden, bleibe ich dem Hof treu oder lebe ich ein anderes Leben.
Ich finde das ein Stück weit vermessen von anderen zu behaupten dass sie erst noch "erkennen" müssen dass der Hof ihr Leben bestimmt. Jeder der Vieh hat ist "fremdbestimmt", jeder der Landwirtschaft hat ist nicht nur vom Lauf der Jahreszeiten und vom Wetter abhängig, nein er muss sich auch noch von den Behörden allerhand gefallen lassen... ohne Landwirtschaft ist man ein freier Mensch - oder zumindest wesentlich freier als vorher. Meinst du echt dass weiss jemand nicht, der sich nach all dem richten muss?

Freundlicher ausgedrückt, der Hof steht in Symbiose mit der Landwirtsfamilie. Eins kann nicht ohne das andere existieren, und wenn's dem einen gutgeht, geht es dem anderen auch gut - und umgekehrt!
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Tscharlie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4988

Ungelesener Beitrag von Tscharlie »

Ich behaupte mal. Jeder in Deutschtschland kann ohne seinen oder ihren Hof existieren.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4989

Ungelesener Beitrag von Rohana »

Ein Landwirt ohne Land ist halt auch nur ein Mensch, und ein Acker ohne Bewirtschaftung ist bald keiner mehr. Soviel dazu.
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Tscharlie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4990

Ungelesener Beitrag von Tscharlie »

Da landwirtschaftlich nutzbares Land "gold" Wert ist, findet sich sicher einer/eine die das kaufen oder pachten will um es zu bewirtschaften.

Das Bild der verwahllosten Landschft zieht nicht.

Allenfalls in der Almwirtschaft ist das überhaupt ein Problem. Aber der "Urwald" im bayrischen Wald zeigt seit 50 Jahren, dass es auch ohne Mensch geht.

Und nein auch das niemand weiter fahren will zieht schon lange nicht mehr, das ist heute schon Normalität.
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