Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Da wurde ich falsch verstanden.
Natürlich reden wir als Steuerzahler mit, aber natürlich nicht jeder einzelne, bei allen Zahlungen. Aber bei den Wahlen kann man ja steuern wie Steuern eingesetzt werden sollten. Und der Bund der Steuerzahler ist auch noch da. Und in jeder Gemeinde kann ich den Bürgermeister, bzw. bei uns sie Bürgermeisterin fragen wie die das machen und meine Meinung dazu beitragen, das geht auch im Landkreis.
Natürlich reden wir als Steuerzahler mit, aber natürlich nicht jeder einzelne, bei allen Zahlungen. Aber bei den Wahlen kann man ja steuern wie Steuern eingesetzt werden sollten. Und der Bund der Steuerzahler ist auch noch da. Und in jeder Gemeinde kann ich den Bürgermeister, bzw. bei uns sie Bürgermeisterin fragen wie die das machen und meine Meinung dazu beitragen, das geht auch im Landkreis.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Eins der Kernprobleme der aktuellen Landwirtschaft. Mitreden wollen alle, für's Essen auch Geld zahlen will keiner - in diesem Forum Anwesende natürlich ausgenommen. Aber guck dir doch an wo die Massen hinpilgern, warum braucht's überall Discounter und mindestens 3 davon auf einem Haufen? Wo das Zeug herkommt ist egal, was im Produkt drin ist auch, hauptsache billig und viel.
Wenn wir für unsere Produkte angemessene(!) Preise bekämen, wären wir auf Subventionen nicht angewiesen und könnten davon unabhängig das machen was bei uns fachlich und praktisch Sinn macht, natürlich im Rahmen des geltenden Rechts. Schön wär's, aber dann kann man aus der Landwirtschaft keinen politischen Profit mehr schlagen...
Anekdote am Rande: Es wird ja mittlerweile wöchtentlich alles per Satellit kontrolliert, ob auch auf Feld XY die Frucht Z steht die angegeben ist, usw usf. Zusätzlich haben wir jetzt den Joker eine Vor-Ort-Kontrolle gezogen und dann müssen die natürlich auf eins der wenigen voll einsehbaren Felder gehen, ohne Gehölze oder Wald drumrum, und gucken ob da illegale Misthaufen liegen oder gepflügt wurde
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Nein, wir reden nicht mit.Natürlich reden wir als Steuerzahler mit, aber natürlich nicht jeder einzelne, bei allen Zahlungen. Aber bei den Wahlen kann man ja steuern wie Steuern eingesetzt werden sollten. Und der Bund der Steuerzahler ist auch noch da. Und in jeder Gemeinde kann ich den Bürgermeister, bzw. bei uns sie Bürgermeisterin fragen wie die das machen und meine Meinung dazu beitragen, das geht auch im Landkreis.
Denn wie Du weißt gibt es eine Partei die den Umweltschutz und Artenschutz auf dem Programm hat. Was soll ich davon halten wenn diese Partei tausende von Hektar Wald und Land den Tieren und Vögeln entzieht um Windräder bauen zu wollen?
Und das ist nicht nur diese Partei auf die man sich nicht auf das verlassen kann was sie verspricht.
Mitreden kann ich bei der SoLaWi denn wir werden jedes Jahr Ende des Jahres gefragt welches Gemüse zu viel, zu wenig oder genau richtig war. Die Mehrheit entscheidet natürlich. Zudem kann man Wünsche für andere Gemüse äußern die erfüllt werden wenn der Boden und das Klima es hergeben. Und mitreden kann ich auch beim Preis. Wenn sich jemand den geforderten monatlichen Preis nicht leisten kann, kann ich oder sonst wer sagen dann zahlen wir eben etwas mehr im Monat damit der Landwirt auf seinen Preis kommt.
So sieht es aus.Eins der Kernprobleme der aktuellen Landwirtschaft. Mitreden wollen alle, für's Essen auch Geld zahlen will keiner - in diesem Forum Anwesende natürlich ausgenommen. Aber guck dir doch an wo die Massen hinpilgern, warum braucht's überall Discounter und mindestens 3 davon auf einem Haufen? Wo das Zeug herkommt ist egal, was im Produkt drin ist auch, hauptsache billig und viel.
Ich arbeite in Haushalten die sich etwas leisten können. Denen tun die Preiserhöhungen bei den Hausnebenkosten nicht weh und auch mein Stundenlohn nicht. Kind will ein IPhone statt einem normalen Handy und bekommt es. Aber! Man kauft bei A... weil A... sehr gute Qualitätslebensmittel hat. Die anderen Discounter sind bei der s.g. höheren Schicht nicht so angesehen. Weder woher die Produkte kommen noch ob Kinderarbeit eine Rolle spielt und schon gar nicht ob durch die Billigware wieder ein Hof zugrunde geht interessiert. Hauptsache billig.
sybille ist nach PC-Problemen Elli1
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Es gab einen netten Bericht in BR2 Radio.
Die Landwirte sind vor einem Aldi mit Traktoren aufgefahren um zu protestieren.
Dummerweise wurden einige Frauen dieser Bauern erwischt wie sie nach dem Einkkauf aus dem Laden kamen.
JEDER kann etwas unternehmen, man muss es nur machen.
Die Landwirte sind vor einem Aldi mit Traktoren aufgefahren um zu protestieren.
Dummerweise wurden einige Frauen dieser Bauern erwischt wie sie nach dem Einkkauf aus dem Laden kamen.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Wenn´s im BR2 kam , dann glaube ich es sofort. Ist ja ÖRR .
Wenn ich persönlich etwas mache , arbeite ist es entweder nötig , macht Sinn oder Spaß .
MpM .
Mehr Bio , Demeter oder Natur pur? Bin ich dabei !
Brachflächen ? Logo ! Die Natur würde sich freuen , wenn sie es könnte.
Hätte man alles haben können . Bei sinkender Bevölkerung . Weniger Menschen , aber bemüht und top ausgebildet immer besser zu werden.
Qualität , Forschung , Entwicklung , Innovationen und Bildung , so ist D nach dem Krieg wieder auferstanden .
Und wenn der Lebensstandart in einem Land hoch oder sehr hoch ist , dann kommen die Facharbeiter oder Pflegekräfte gerne .
Und wenn ich aus welchen Gründen auch immer Handelsabkommen schließe , mit Ländern , welche nur Agrarprodukte oder Rohstoffe liefern können im Austausch gegen Industrieprodukte ( läuft schon seit Jahrzehnten so ) , ist es selbstverständlich , daß diese Produkte den selbigen Qualitätsstandart haben müssen wie für D vorgegeben . Da die Industrie davon profitiert , sollten man seinen heimischen Agrarproduzenten etwas in die Hand geben . Wenn nicht , sollte man es wenigstens offen und ehrlich aussprechen. Ihr seit uns egal .
Wenn ich persönlich etwas mache , arbeite ist es entweder nötig , macht Sinn oder Spaß .
MpM .
Mehr Bio , Demeter oder Natur pur? Bin ich dabei !
Brachflächen ? Logo ! Die Natur würde sich freuen , wenn sie es könnte.
Hätte man alles haben können . Bei sinkender Bevölkerung . Weniger Menschen , aber bemüht und top ausgebildet immer besser zu werden.
Qualität , Forschung , Entwicklung , Innovationen und Bildung , so ist D nach dem Krieg wieder auferstanden .
Und wenn der Lebensstandart in einem Land hoch oder sehr hoch ist , dann kommen die Facharbeiter oder Pflegekräfte gerne .
Und wenn ich aus welchen Gründen auch immer Handelsabkommen schließe , mit Ländern , welche nur Agrarprodukte oder Rohstoffe liefern können im Austausch gegen Industrieprodukte ( läuft schon seit Jahrzehnten so ) , ist es selbstverständlich , daß diese Produkte den selbigen Qualitätsstandart haben müssen wie für D vorgegeben . Da die Industrie davon profitiert , sollten man seinen heimischen Agrarproduzenten etwas in die Hand geben . Wenn nicht , sollte man es wenigstens offen und ehrlich aussprechen. Ihr seit uns egal .
.
Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland !
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Wir Wähler sind doch "schuld" an den schizophrenen Politikern.
Im Wahlkampf will niemand hören: Uff das wird ein hartes Stück Arbeit oder ja sicher müssen die die mehr als genug haben davon mehr abgeben als bisher und klar bekommen Eltern die Geld wie Heu haben kein Kindergeld, die anderen dafür ein bißchen mehr.
Aber zurück zum Thema Landwirtschaft. Auch die ist natürlich davon betroffen, dass jungen Menschen heute oft anderes denken und handeln. So wie der Laden, der Handwerksbetrieb, allgemein die Unternehmen, keinen Nachfolger finden, weil niemand mehr 80 Stunden für seinen Betrieb da sein will, so trifft das auch die Landwirtschaft, die aus einer Zeit kommt, wo Großeltern, Eltern, Kinder und Enkel in reichlicher Menge auf dem Hof waren, da machte die "bäuerliche Landwirtschaft" Sinn. Heute wo der Hofnachfolger oft nicht mal einen Partner/eine Partnerin findet, endet das wahrscheinlich.
Daher braucht es neue Ideen, eine ist gerade verwirklicht worden, zwei Bauern hier in der Nähe haben sich zusammen einen Melkroboter gekauft, damit ist die Arbeit leichter das Personal flexibler, also zusammenschließen, statt wachsen oder weichen.
Zu den Lebensmitteln in Deutschland, solange noch die Hälfte weggeworfen wird, mache ich mir darum keine Sorgen, wir könnten also ruund 160.000.000 Menschen hier ernähren. Wenn man dann Söder noch einbremst kommen noch 5 extra dazu.
Im Wahlkampf will niemand hören: Uff das wird ein hartes Stück Arbeit oder ja sicher müssen die die mehr als genug haben davon mehr abgeben als bisher und klar bekommen Eltern die Geld wie Heu haben kein Kindergeld, die anderen dafür ein bißchen mehr.
Aber zurück zum Thema Landwirtschaft. Auch die ist natürlich davon betroffen, dass jungen Menschen heute oft anderes denken und handeln. So wie der Laden, der Handwerksbetrieb, allgemein die Unternehmen, keinen Nachfolger finden, weil niemand mehr 80 Stunden für seinen Betrieb da sein will, so trifft das auch die Landwirtschaft, die aus einer Zeit kommt, wo Großeltern, Eltern, Kinder und Enkel in reichlicher Menge auf dem Hof waren, da machte die "bäuerliche Landwirtschaft" Sinn. Heute wo der Hofnachfolger oft nicht mal einen Partner/eine Partnerin findet, endet das wahrscheinlich.
Daher braucht es neue Ideen, eine ist gerade verwirklicht worden, zwei Bauern hier in der Nähe haben sich zusammen einen Melkroboter gekauft, damit ist die Arbeit leichter das Personal flexibler, also zusammenschließen, statt wachsen oder weichen.
Zu den Lebensmitteln in Deutschland, solange noch die Hälfte weggeworfen wird, mache ich mir darum keine Sorgen, wir könnten also ruund 160.000.000 Menschen hier ernähren. Wenn man dann Söder noch einbremst kommen noch 5 extra dazu.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Früher wäre sowas über geschicktes heiraten passiert. Ganz ehrlich, damit sich zwei zusammen einen Melkroboter kaufen muss ja einiges passen und das ist auf 98% der anderen nicht anwendbar. Wo gibt es denn überhaupt noch zwei Milchbauern im selben Dorf?Tscharlie hat geschrieben: Di 17. Dez 2024, 07:47 Zwei Bauern hier in der Nähe haben sich zusammen einen Melkroboter gekauft, damit ist die Arbeit leichter das Personal flexibler, also zusammenschließen, statt wachsen oder weichen.
Die Sau ist übrigens "ummi" gefahren worden zu einem der sie heute früh gestochen hat, ist halt wieder viel Hin- und Herfahrerei aber was willst machen. Ist eine sehr schöne Sau - eine der letzten aus dem Betrieb. Möglicherweise auch das letzte Mal Hausschlachtung bei uns.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Tja, geht nicht ist schnell gesagt.Rohana hat geschrieben: Di 17. Dez 2024, 11:20
... Ganz ehrlich, damit sich zwei zusammen einen Melkroboter kaufen muss ja einiges passen und das ist auf 98% der anderen nicht anwendbar.
Ich denke es lohnt sich wirklich Gedanken zu machen wie es mit den Bauern weitergehen könnte.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Der nächste Milchviehbetrieb hier ist 3km weit weg, für andere sinds vielleicht 15 oder 30km. Wie soll das denn gehen so dass es ansatzweise Sinn macht für den Einzelbetrieb?
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ein möglicherweise funktionierendes Modell kenne ich von einer Nationalrätin (entspricht einem Bundestagsabgeordneten) der Grünen, da bewirtschaften mehrere Familien zusammen einen Hof, ein ausgebildeter Landwirt. Die anderen zahlen ihren Lohn in die gemeinsame Kasse und erzeugt wird vor allem Selbstbedarf, also divers, was zuviel ist wird verkauft. Der Landwirt bekommt einen fiktiven Lohn, für die Sozialversicherungen und so. Rein rechnerisch hätten die anderen mehr Geld, wenn man die Landwirtschaft aufgeben würde und alles einkauft, aber das ist eben nicht der Sinn der Sache.
Wenn es dann nicht geklappt hat wurde dem, der den Hof geheiratet hat, gerne etwa gesagt, wer die Lampe will, muss den Docht auch nehmen.
Die Handelsbkommen werden nie so abgeschlossen, dass Produktionsstandards Teil der Warenakzeptanz sind. Es geht ja gerade darum, die eigenen Standortsvorteile auszunützen, dazu gehören auch Dumpinglöhne und niedrigere Umweltstandards. Wer dadurch mehr Maschinen oder Luxusautos exportieren kann, sieht es dann bei den Umweltauflagen in der Landwirtschaft nicht so eng.
Wenn dann, rein objektiv gesehen, die Handelspartner mit verglichen zu bei uns sehr extensiver Landwirrtschaft dank riesiger Flächen auch beim Umwertschutz besser sind, dann wird es argumentativ schwierig. Der Handel wird Profit immer über Fairness stellen. Dem Aldi-Gründer war ja auch herzlich egal, wieviele Tante-Emma-Läden wegein ihm hops gegangen sind.
Was für den Konsumenten bleibt, ist, regional einzukaufen. Ende Wochen kommen 25 Kilo Regio-Kuhfleisch zum Trocknen. Das kostet mich schätzungsweise doppelt so viel als wenn die Ware aus Argentinien käme.
Bauer sucht Frau mit Traktor. Bitte Anschriften mit Bild (vom Traktor) beilegen.Rohana hat geschrieben: Di 17. Dez 2024, 11:20 Früher wäre sowas über geschicktes heiraten passiert.
Wenn es dann nicht geklappt hat wurde dem, der den Hof geheiratet hat, gerne etwa gesagt, wer die Lampe will, muss den Docht auch nehmen.
Die Handelsbkommen werden nie so abgeschlossen, dass Produktionsstandards Teil der Warenakzeptanz sind. Es geht ja gerade darum, die eigenen Standortsvorteile auszunützen, dazu gehören auch Dumpinglöhne und niedrigere Umweltstandards. Wer dadurch mehr Maschinen oder Luxusautos exportieren kann, sieht es dann bei den Umweltauflagen in der Landwirtschaft nicht so eng.
Wenn dann, rein objektiv gesehen, die Handelspartner mit verglichen zu bei uns sehr extensiver Landwirrtschaft dank riesiger Flächen auch beim Umwertschutz besser sind, dann wird es argumentativ schwierig. Der Handel wird Profit immer über Fairness stellen. Dem Aldi-Gründer war ja auch herzlich egal, wieviele Tante-Emma-Läden wegein ihm hops gegangen sind.
Was für den Konsumenten bleibt, ist, regional einzukaufen. Ende Wochen kommen 25 Kilo Regio-Kuhfleisch zum Trocknen. Das kostet mich schätzungsweise doppelt so viel als wenn die Ware aus Argentinien käme.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
