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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 30. Nov 2024, 15:13
von Rohana
Tscharlie hat geschrieben: Sa 30. Nov 2024, 07:59 Nun denn, wir machen halt einfach das was wir für gut finden. Ob wir damit im Einklang mit der Natur sind? Nebensache.
Welche Bereifung ist denn so im Einklang mit der Natur? Frage für nen Freund :pfeif:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 30. Nov 2024, 15:17
von Elli1
Tscharlie, Du machst es Dir zu einfach.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 30. Nov 2024, 16:02
von Ferry
Nein macht er sich nicht!
Aber es ist eben nicht nur der Landwirt schuld an dem was schief läuft sondern wir alle!

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 30. Nov 2024, 18:47
von Elli1
Aber es ist eben nicht nur der Landwirt schuld an dem was schief läuft sondern wir alle!
Eben! Wir alle mehr als der Landwirt denn wir wollen haben und wir mögen dies und das nicht was gerade saisonal bzw. regional angeboten wird.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 2. Dez 2024, 22:57
von emil17
Ich bin auch der Meinung, dass man nicht einfach alles immer sofort und überall haben können soll, dann auch noch billig und wenn etwas schief läuft ist nur der Schuld, der es gemacht oder geliefert hat. Die Landwirtschaft ist hier der empfindlichste und auffälligste Produktionszweig unserer Gesellschaft, weil sie (vorwiegend und noch) draussen stattfindet und folglich die flächenrelevanteste Bodennutzung ist.
Der Umgang mit dem Boden ist nicht nur eine Frage der Anbautechnik und Bodenbestellung, sondern übergeordnet der Flächennutzung: Beste Flächen werden nicht durch falsche Landwirtschaftstechnik oder Hilfsstoffe (ihr wisst was ich meine) ruiniert, sondern indem sie zu Verkehrsflächen umgewandelt oder überbaut werden.
Wer etwas für den Boden tun will, kann seinen Garten entsprechend bewirtschaften, er/sie kann/sollte aber auch überlegen, welche Produkte er in welcher Qualität wo kauft und wann konsumiert. Es ist inkonsequent, das billigste Brot zu wollen und aber sich über riesige monotone Ackerflächen zu beschweren.

@Tscharlie: Es gibt Erklärungen, die mehr Fragen aufwerfen als sie beantworten. Die Wissenschaft nach dem Verfahren "das ist, weil ... " ist so etwas. Deshalb sind gute Biologen nicht auch ohne weiteres gute Gärtner, und gute Kinderpsychologen nicht notwendigerweise gute Eltern.
Ich glaube, dass jeder, der es möchte, in sich Fähigkeiten wachrufen kann, die ihn zu gutem Umgang mit der Natur und Umwelt befähigen, ohne dass man bis ins Detail wissen muss, wieviele Bakterien welcher Art wo wann warum was machen. Ein guter Möbeltischler muss ja auch nicht bis ins Detail die physiologischen Vorgänge des Baumwachstums und der Holzbildung verstehen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 4. Dez 2024, 08:11
von Tscharlie
Klar ich kannte noch Bauern die per Gefühl oder alter Überlieferung wußten was gut für sie, ihre Tiere und ihre Wälder und Felder ist.

Die technische Landwirtschaft, nennen wir sie mal so, hat das alles verloren, das kann nur durch naturwissenschaftliche Erkenntnisse wieder gewonnen werden und da sind wir meilenweit entfernt von einem Verständnis der Zusammenhänge.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 4. Dez 2024, 16:55
von Elli1
Tscharlie, die kannte ich auch noch. Damals hatten sie es noch im Gefühl was für die Tiere, die Böden und die Natur wichtig ist damit alles im Gleichgewicht bleibt. Aber! dann kamen die landwirtschaftlichen Berater die den Bauern sagten wie sie viel mehr Ertrag erzeugen könnten. Bodenproben, Futtermischungen für die Kühe damit so mehr Milch geben ... Nach dem Krieg wollte jeder ein besseres Leben und mehr Geld verdienen und so wurde einfach gemacht was vorgegeben wurde. Genau wie es heute gemacht wird da das Gefühl dafür was richtig ist abhanden gekommen ist.
Die technische Landwirtschaft, nennen wir sie mal so, hat das alles verloren, das kann nur durch naturwissenschaftliche Erkenntnisse wieder gewonnen werden und da sind wir meilenweit entfernt von einem Verständnis der Zusammenhänge.
Diese naturwissenschaftlichen Erkenntnisse könnten wieder erlangt werden wenn es noch jemanden gibt der sie lehren würde bzw. dürfte.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 4. Dez 2024, 21:35
von emil17
Amigo hat geschrieben: Fr 29. Nov 2024, 19:54 Emil , rein Interessehalber, wie kriegst du eigentlich meinen Namen in den Text von Sven ?
Das ist offenbar ein Fehler von mir. Es kann eigentlich nur so gewesen sein: Ich habe sven zitiert, da war ein Zitat von Dir mit drin, und es hat beim Auseinanderschachteln der Zitate mit Löschen der html-tags von hand der falsche Autor überlebt.
Ich wollte Dir aber nichts unterschieben. Bitte entschuldige.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 4. Dez 2024, 21:47
von emil17
Tscharlie hat geschrieben: Mi 4. Dez 2024, 08:11 Die technische Landwirtschaft, nennen wir sie mal so, hat das alles verloren, das kann nur durch naturwissenschaftliche Erkenntnisse wieder gewonnen werden und da sind wir meilenweit entfernt von einem Verständnis der Zusammenhänge.
Ich befürchte, dass du recht hast. Die moderne Wirtschaft unterstellt alles dem Zwang der Konkurrenz. Jede Steigerung der Möglichkeiten, jede Verbesserung der Effizienz beschleunigt dies noch, indem man kurzfristig einen Vorteil davon hat und es macht, dann ziehen die anderen nach, und man kommt nicht davon weg, ohne wirtschaftlich einzugehen.
Zudem wird das ja auch als Quasi-Religion vorgelebt und gepredigt. Wachstum ist gut - keiner sagt warum. Effizienz ist gut. Konkurrenz ist gut für die Kunden.
Die Naturwissenschaften können nichts dafür, denn sie beschreiben eigentlich nicht Dinge, die eher selbstgemachte Regeln des menschlichen Zusammenlebens betreffen. Steine, die auf der Erde nicht zu Boden fallen, sind nicht denkbar, Gesellschaften, wo man weder sich selbst selbst noch die andere ausbeuten muss, hingegen schon.
Wenn du sagst, du hast Zeit und bist nicht im Stress, biste Rentner oder man beneidet Dich und glaubt, du seist in einem geschützten Raum. wenn du sagst, du hättest genug Geld, handelst du gemäss den Wirtschafts"wissenschaften" unlogisch.
Es gibt aber Hoffnung: Es gibt viele, die nicht mitmachen, Teilzeit arbeiten, "aussteigen", "wirtschaftlich sinnlose" Dinge arbeiten. Selbstversorgung ist ja auch so etwas. Ein Wirtschafts"wissenschaftler" würde ausrechnen, was man dabei zu verdienen versäumt hat, und daraus ist für ihn unverrückbar klar, dass diese Art seine Zeit zu verbringen nicht optimal ist.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 5. Dez 2024, 07:19
von Tscharlie
Ich war bei meinen Kunden bekannt als der Vertreter der immer Zeit hatte.

Meine Fahrten zwischen den Kunden waren für mich Zeiten in denen ich mich auf den nächsten Kunden eingestellt habe, also immer genug Zeit einplanen um ruhig und vorbereitet anzukommen.

Komischerweise muss das ganz richtig gewesen sein, denn ich habe gut gelebt (nicht monitär) und kann jetzt in aller Stille aufhören zu arbeiten.

Gelernt habe ich das auf dem Bau als Handwerker, wenn man nicht auf sich selbst aufpasst und so arbeitet, dass der Körper das auch aushält, wird man keine Leistung über einen Tag, eine Woche, ein Jahr, ein Arbeitsleben bringen.

Wieso aber Landwirte nicht einsehen, dass auch ein Acker, eine Wiese nicht immer mehr bieten kann, verstehe ich nicht.

Gut die Spanier haben das scheinbar gelöst, man baut Gemüse in Mineralwolle an. Ob da noch "Leben"-smittel entstehen? Oder ob das nur noch Füllstoff gegen Hunger ist?