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Re: Bienensterben

Verfasst: Do 18. Okt 2018, 21:41
von Benutzer 6122 gelöscht
Ja, ich hatte auch den Eindruck, daß es dieses Jahr viele Insekten gegeben hat. Aber warum? :hmm: Hängt es mit der gigantischen Baumblüte im Frühling zusammen? Hat Jemand eine Idee?
Danach hat aber nicht mehr soviel geblüht, weil dann Vieles verdorrt war.

Gefreut hat mich auf jeden Fall, daß ich anhand von dem Buch "Wildbienenhelfer", das nach Flugmonaten sortiert ist, fast alle Bienen aus dem Buch auch in meinem Garten finden konnte.

Und heute habe ich aus der Bibliothek das Buch "Bienenweide: 200 Trachtpflanzen erkennen und bewerten" von Günter Pritsch bekommen. Da werde ich mir auch viele Anregungen holen, welche Pflanzen ich noch in meinen Garten setzen werde.

Re: Bienensterben

Verfasst: Fr 19. Okt 2018, 10:16
von Rati
also, den Eindruck das es viele Insekten waren hatte ich jetzt nicht.
Allerdings habe ich dieses Jahr Schmetterlinge gesehen die ich schon lange nicht mehr gesehen habe.
Schwalbenschwanz und Taubenschwänzchen zB.

könnte am Insektengünstigen Langzeitwetter gelegen haben, vielleicht aber auch daran das die Vögel am verschwinden sind.

Grüße Rati

Re: Bienensterben

Verfasst: Fr 19. Okt 2018, 10:46
von Rohana
In unserem Umfeld gab es dieses Jahr reichlich Insekten. Zwar nicht unbedingt die, die man haben will (Zecken, Fliegen insbesondere), aber für irgendwas werden sie schon gut sein... und sei's nur für die Schwalben. Habe mich an den verschiedenen Schmetterlingen und deren Raupen erfreut, obwohl wir keine speziellen Schmetterlingspflanzen haben, und auch die ein oder andere neue Art kennengelernt die ich bisher noch nicht bewusst wahrgenommen habe, z.B. Rotes Ordensband und Russischer Bär. Über einen Mangel an Vögeln kann man sich hier auch nicht beklagen.
Ed: Wir hatten ja sogar ein Wildbienenvolk in der Böschung als die noch unbewachsen war, mit zunehmender Überwucherung durch Brennesseln etc sind die aber verschwunden...

Re: Bienensterben

Verfasst: Fr 19. Okt 2018, 13:15
von Wildmohn
Wollte eigentlich mal eine kleine Pause zu diesem Thema einlegen, aber leider ist die Entwicklung, entgegen subjektiver Eindrücke, brenzlig...
Die Insekten sterben nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt. Dafür häufen sich die Hinweise. Jetzt haben zwei amerikanische Biologen einen dramatischen Schwund von Insekten, Spinnen und anderen Gliederfüßer in einem Regenwald in Puerto Rico nachgewiesen.
Der ganze Artikel: https://www.sueddeutsche.de/wissen/inse ... -1.4173762

Re: Bienensterben

Verfasst: Fr 19. Okt 2018, 17:56
von Benutzer 4754 gelöscht
Wildmohn hat geschrieben:Wollte eigentlich mal eine kleine Pause zu diesem Thema einlegen, aber leider ist die Entwicklung, entgegen subjektiver Eindrücke, brenzlig...
Die Insekten sterben nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt. Dafür häufen sich die Hinweise. Jetzt haben zwei amerikanische Biologen einen dramatischen Schwund von Insekten, Spinnen und anderen Gliederfüßer in einem Regenwald in Puerto Rico nachgewiesen.
Der ganze Artikel: https://www.sueddeutsche.de/wissen/inse ... -1.4173762
Und jetzt willst du auch im Regenwald Raps-/Rübenbeizen und Glyphosat verbieten oder was?

Re: Bienensterben

Verfasst: Fr 19. Okt 2018, 20:15
von Wildmohn
Oelkanne hat geschrieben: Und jetzt willst du auch im Regenwald Raps-/Rübenbeizen und Glyphosat verbieten oder was?
Ach Ölkanne, was soll ich zu Deinem Post groß sagen?...
...ok, exklusiv für Dich: Das Insektensterben hat offensichtlich multiple Ursachen. Dazu gehören u.a., die agrar-monotone Verwandlung der Landschaften, der Pestizideinsatz, die Versiegelung ökologisch wertvoller Flächen und der Klimawandel.
Alles Faktoren, die unsere kleinen Erdenmitbewohner offenbar in existentielle Bedrängnis bringen... mal ganz abgesehen davon, was der Mensch noch so alles Anrichtet.
Viele Dumpfbacken freuen sich über den "Jahrhundertsommer"...Feiern, gute Laune, Grillen, chillen und die Sau rauslassen, dass der Rhein kurz vorm versiegen ist, die Spree an manchen Stellen rückwärts fließt, die Polkappen und Gletscher im atemberaubenden Tempo schmelzen... so what?...
...und Du fragst mich ernsthaft so`n Schmarrn?

Re: Bienensterben

Verfasst: Fr 19. Okt 2018, 20:51
von Rohana
Vermutlich sollte man in D Glyphosat verbieten, damit im Regenwald die Schmetterlinge wieder flattern können :hhe:

Re: Bienensterben

Verfasst: Fr 19. Okt 2018, 21:39
von strega
is das jetzt witzig?

ok, wir hatten nicht definiert ob sich dieser Faden ausschliesslich auf deutsches Bienen-/Insektensterben beziehen soll oder auf weltweites...

Re: Bienensterben

Verfasst: Mi 7. Nov 2018, 19:08
von Wildmohn
Um in deutsche Gefilde zurückzukehren, folgender aktueller Artikel:
Aufschlussreich wird es, wenn man sich anschaut, welche Arten besonders stark zurückgegangen sind. "Bei den Schwebfliegen sind das Spezies, deren Larven in Gewässern leben oder an feuchten Stellen auf dem Boden", berichtet Ssymank. Das bekräftigt seiner Ansicht nach den Verdacht, dass wasserlösliche Pestizide und Saatgutbeizen zumindest eine der Hauptursachen für das Insektensterben sind.
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/wissen/arte ... -1.4200489

Re: Bienensterben

Verfasst: Do 8. Nov 2018, 11:07
von Rati
Oelkanne hat geschrieben:
Wildmohn hat geschrieben:
Die Insekten sterben nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt. Dafür häufen sich die Hinweise. Jetzt haben zwei amerikanische Biologen einen dramatischen Schwund von Insekten, Spinnen und anderen Gliederfüßer in einem Regenwald in Puerto Rico nachgewiesen.
Und jetzt willst du auch im Regenwald Raps-/Rübenbeizen und Glyphosat verbieten oder was?
:lol: Mal davon abgesehen das das mit dem Verbieten immer so ne Sache ist, jaÖölkanne mMn.
Wenn dann globale Reaktion, anders macht es keinen Sinn. :aeh:
Fürs erste wäre es ja schon mal nicht schlecht den noch bestehenden Regenwald in Ruhe zu lassen.... zumindest für Brasilien wird das ja aber wohl vorerst nichts...aber, auch wenn es ne grausam Vison ist, vielleicht sorgt die aktuelle politische Lage dort auch dafür das ganz schnell Ruhe herrscht im Regenwald. :kaffee:

Grüße Rati