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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 26. Aug 2022, 14:42
von Tscharlie
Die Säugetiere des Meeres haben eine Variante gefunden zu überleben.
Daher können Inuit mit Robbenfleisch überleben und Lebertran (vom Wal) war/ist im Winter gegen Skorbut gut.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 26. Aug 2022, 17:09
von Sven2
*Klugscheißermodus an*

Lebertran würde gegen Vitamin D Mangel genutzt, soweit ich weiß

*Klugscheißermodus aus* :holy:

Im Norden erfüllt das Getreide wohl die Anforderungen an Brotgetreide nicht:
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswi ... de264.html

Und im Südosten wird's schwierig min Futteranbau (Mais):
https://www.br.de/nachrichten/bayern/ma ... se,TFVtxZy

Kann man wenigstens den Kühen das Getreide füttern? Bzw. die Silage damit teilweise ersetzen? Oder fehlt da dann zu Viel Rohfaser, und könnte man das durch Stroh ersetzen? Oder wäre das als Ersatz zu teuer?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 26. Aug 2022, 18:15
von sybille
Rohana hat geschrieben: Fr 26. Aug 2022, 07:39 Anderes Thema, die ach so tollen Subventionen mal wieder :hhe:
Ein Bio-Kollege schrieb dass er von der Landwirtschaftskammer aufgefordert wurde seine beantragten Massnahmen nochmal zu prüfen, damit ja keine bewilligten Fördergelder verfallen. Warum? Weil zwecks Geldmangel einige Programme schon wieder gestoppt und andere ausgesetzt wurden! :bang:
Ja wie, ich dachte das Geld ist da für die ach so tollen Umweltschutzmassnahmen... :hmm: :lala:


Noch ein Spiegel-Link: https://www.spiegel.de/wirtschaft/servi ... d6a7282916
Käufer haben weniger Kohle und kaufen lieber billig als gar nicht. Irgendwie nix überraschendes ;)
Da kannste doch mal sehen das das alles Blahblah ist um den Bürger bei Laune zu halten. Am Ende kommt doch wieder bei allem nichts raus.

Was der Spiegel schreibt hatte ich im Radio gehört. Es wundert mich nicht weil man will ja auf andere Dinge nicht verzichten also wird mal wieder an den Lebensmitteln gespart. Das ist sparen am falschen Ende.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 26. Aug 2022, 18:25
von sybille
Tscharlie hat geschrieben: Fr 26. Aug 2022, 08:05
sybille hat geschrieben: Do 25. Aug 2022, 19:02 ....Punkt 4 ist etwas schwierig. Wer einmal von den Geschmäckern der Industrie "versaut" ist muss sich gewaltig umstellen.
Das Leben ist extrem schwierig, wenn man alles selbst macht (machen wollte).

Außer es gibt Helfer (Mitmenschen) die wohlwollend sind. Dazu zähle ich so manche Oma, die versucht den Enkeln zu zeigen wie man Essen zubereitet.
.....
Wenn man es als Arbeit sieht ist es natürlich schwierig. Aber wenn man es macht weil man es so will ist es eine schöne und sinnvolle Beschäftigung mit Freude am Ergebnis.

Ich habe es dieser Tage erlebt - Oma kocht leckeren Apfelkompott aus eigenen Klaräpfeln auch für die jungen Leute und was ist bei den jungen Leuten im Kühlschrank? Gekaufter Apfelkompott in der Tüte.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 26. Aug 2022, 18:34
von Tscharlie
Sven2 hat geschrieben: Fr 26. Aug 2022, 17:09 *Klugscheißermodus an*

Lebertran würde gegen Vitamin D Mangel genutzt, soweit ich weiß

*Klugscheißermodus aus* :holy:

Im Norden erfüllt das Getreide wohl die Anforderungen an Brotgetreide nicht:
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswi ... de264.html

Und im Südosten wird's schwierig min Futteranbau (Mais):
https://www.br.de/nachrichten/bayern/ma ... se,TFVtxZy

Kann man wenigstens den Kühen das Getreide füttern? Bzw. die Silage damit teilweise ersetzen? Oder fehlt da dann zu Viel Rohfaser, und könnte man das durch Stroh ersetzen? Oder wäre das als Ersatz zu teuer?
Stimmt, da habe ich die Vitamine ducheinandergebracht.

Kühe fressen Gras. Mais oder Getreide ist schon ein Irrweg. Denn damit stimmt der Vorwurf, die essen den Menschen das Essen weg, wenn sie Gras-Hau-Grassilage bekommen ist der Vorwurf hinfällig.

Schon 1975 hat ein oberbayrisches Fleckvieh mit reiner Grasfütterung 5000 kg Milch im Jahr "erzeugt".

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 26. Aug 2022, 18:53
von Sven2
Das stimmt, die essen Gras und Heu, sieht aber bei der momentanen Wirtschaftsform anders aus. (Ohne das jetzt zu werten)
Deshalb die Frage, wie und ob das im jetzigen System geht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 26. Aug 2022, 19:10
von Tscharlie
Wenn es jetzt nicht geht, dann wird es Zeit sich in der Richtung auf den Weg zu machen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 26. Aug 2022, 19:35
von Rohana
Tscharlie hat geschrieben: Fr 26. Aug 2022, 18:34 Kühe fressen Gras. Mais oder Getreide ist schon ein Irrweg. Denn damit stimmt der Vorwurf, die essen den Menschen das Essen weg, wenn sie Gras-Hau-Grassilage bekommen ist der Vorwurf hinfällig.
Du weisst aber schon, dass Mais und Getreide ebenfalls Gräser sind? Gerste ist auch nicht wahnsinnig beliebt in der Menschennahrung, Graupen sind nicht mehr so in und Braugerste ist nicht das selbe wie Futtergerste. Silomais ist ebenfalls was anderes als Zuckermais, und von Menschen die von der Maispflanze was anderes essen als die Körner hätt ich auch noch nicht gehört... :pfeif:
Schon 1975 hat ein oberbayrisches Fleckvieh mit reiner Grasfütterung 5000 kg Milch im Jahr "erzeugt".
Gras muss man halt erstmal haben. Im Allgäu hat man das, in der Oberpfalz nicht so sehr. Hilft also nix. Ohne zu wissen was exakt die gefressen haben, lagen die Kühe laut Daten von unserem Hof 1972-1975 zwischen 2000 und 6000l pro Laktation, also ziemlich heterogen. Da hilft eine einzelne Zahl nicht viel. Auch heutzutage kann man gute bis sehr gute Leistungen mit purem Gras/Heu ausfüttern, das muss "nur" dementsprechende Qualitäten haben.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 26. Aug 2022, 19:59
von Tscharlie
Es geht letztlich doch darum aus der örtlichen Gegebenheit das Beste zu machen.

Mein Beispiel kommt von einem Hof bei Miesbach-Oberbayern, 850 m hoch. Dort gibt es nur Gras.

Meine Vorfahren kommen aus Mitterschneidhart, das ist bei Abensberg, Niederbayern. Dort wachsen Kartoffel und Getreide "aller" Art. Da hat man keine Kühe sondern betreibt Felderwirtschaft und ein wenig Schweinezucht. Denn im Feldbau fallen Produkte an die, die Schweine verwerten können.

Aber Futter aus Südamerika anzukarren um hier Tiere zu mästen? Das ist mehr als schräg.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 26. Aug 2022, 20:54
von Rohana
Tscharlie hat geschrieben: Fr 26. Aug 2022, 19:59 Es geht letztlich doch darum aus der örtlichen Gegebenheit das Beste zu machen.

Mein Beispiel kommt von einem Hof bei Miesbach-Oberbayern, 850 m hoch. Dort gibt es nur Gras.

Meine Vorfahren kommen aus Mitterschneidhart, das ist bei Abensberg, Niederbayern. Dort wachsen Kartoffel und Getreide "aller" Art. Da hat man keine Kühe sondern betreibt Felderwirtschaft und ein wenig Schweinezucht. Denn im Feldbau fallen Produkte an die, die Schweine verwerten können.
Richtig, so funktioniert das. Dort wo Gras ist wird Gras gefüttert, dort wo anderes ist gibt's die passende Viehwirtschaft dazu, oder teils gar kein Vieh und nur noch Ackerbau.
Aber Futter aus Südamerika anzukarren um hier Tiere zu mästen? Das ist mehr als schräg.
Mich wundert es dass es möglich ist dort so billig anzubauen dass hier der Preis, Logistik inklusive, lohnend genug ist um einheimischem Futter/Futterbau den Rang abzulaufen. Da passt ja irgendwas nicht. Hat aber nichts mit deiner ursprünglichen Thematik Mais und Getreide in der Milchviehfütterung zu tun :hmm: