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Re: Bienensterben

Verfasst: So 14. Okt 2018, 07:58
von centauri
@Rohana
Deshalb sollte man sowas auch nicht in einen Vergleich ziehen.
Wenn ich mir hier die Umgebung von einem Maisfeld betrachte kommt da ein Kartoffelfeld, Raps, Weizen oder Gerste.
Und das geht nahtlos von einem ins andere über. Nix mit Feldrain oder so. Und ob da jährlich die "Reinkulturen" durchgetauscht werden spielt dabei keine Rolle. Wenn ich bei uns im Garten in eine Richtung schaue kommt erst mal ca. 700 m Feld, dann 1 m Wegrand, 3,50 m Weg, wieder 1 m Wegrand, 300 m Feld, eine Straße mit Strassenränder, dann wieder ca. 400 m Feld. Nix mit Vielfalt.

Re: Bienensterben

Verfasst: So 14. Okt 2018, 09:33
von Zaphira
Ich merke immer wieder wie viel Glück ich mit meiner Umgebung habe. Da sind fast nur Biobauern, die auch für eine Teefirma anbauen und Buchweizen und Sonnenblumen und Erbsen.

Re: Bienensterben

Verfasst: So 14. Okt 2018, 09:44
von centauri
Ach die Umgebung ist mir eigentlich ziemlich egal. Wir schaffen uns unser eigenes Refugium. Und wenn ich in eine andere Richtung schaue ist da erst mal 15 km Wald. Ist natürlich auch von der Landschaft abhängig welche Landwirtschaft betrieben werden kann.
Mich stört nur wenn immer von der Friedefreudeeierkuchen- Landwirtschaft gesprochen wird. Und was mich auch stört ist das ich das teilweise über Ausgleichszahlungen und Subventionen mit finanziere.

Re: Bienensterben

Verfasst: So 14. Okt 2018, 10:19
von Zaphira
Mir ist die Gegend nicht egal. Ich finde es für meine Bienen gut, dass hier nicht nur Getreide und Mais und Raps angebaut werden und dass meine Streuobstwiesen im Naturschutzgebiet liegen. Über den Winter habe ich wenig Völkerverlust.

Re: Bienensterben

Verfasst: So 14. Okt 2018, 14:00
von Rohana
centauri hat geschrieben:@Rohana
Deshalb sollte man sowas auch nicht in einen Vergleich ziehen.
Wenn ich mir hier die Umgebung von einem Maisfeld betrachte kommt da ein Kartoffelfeld, Raps, Weizen oder Gerste.
Und das geht nahtlos von einem ins andere über. Nix mit Feldrain oder so. Und ob da jährlich die "Reinkulturen" durchgetauscht werden spielt dabei keine Rolle. Wenn ich bei uns im Garten in eine Richtung schaue kommt erst mal ca. 700 m Feld, dann 1 m Wegrand, 3,50 m Weg, wieder 1 m Wegrand, 300 m Feld, eine Straße mit Strassenränder, dann wieder ca. 400 m Feld. Nix mit Vielfalt.
Das hört sich schon relativ kleinstrukturiert und nicht ohne Vielfalt an. Gibts auch mal Grünland dabei?

Re: Bienensterben

Verfasst: So 14. Okt 2018, 20:07
von Wildmohn
Rohana hat geschrieben:
centauri hat geschrieben:@Rohana
Deshalb sollte man sowas auch nicht in einen Vergleich ziehen.
Wenn ich mir hier die Umgebung von einem Maisfeld betrachte kommt da ein Kartoffelfeld, Raps, Weizen oder Gerste.
Und das geht nahtlos von einem ins andere über. Nix mit Feldrain oder so. Und ob da jährlich die "Reinkulturen" durchgetauscht werden spielt dabei keine Rolle. Wenn ich bei uns im Garten in eine Richtung schaue kommt erst mal ca. 700 m Feld, dann 1 m Wegrand, 3,50 m Weg, wieder 1 m Wegrand, 300 m Feld, eine Straße mit Strassenränder, dann wieder ca. 400 m Feld. Nix mit Vielfalt.
Das hört sich schon relativ kleinstrukturiert und nicht ohne Vielfalt an. Gibts auch mal Grünland dabei?
Rohana, es macht Dir ganz offensichtlich Spass, ein bischen zu necken -oder ist diese Einlassung ernst gemeint?

Wer einmal eine Landschaft, die ökologisch bewirtschaftet wird, erfahren hat und nicht völlig abgestumpft ist, wird schnell festellen, dass diese Landschaft in punkto Biodiversität ein anderes Gewicht hat, als Landschaften, die konventionell, rein rational und nach dem möglichen Gewinnstreben ausgebeutet werden.
Man mag es mir als weltfremd abtun, aber ich glaube daran, dass die Bauern, die ökologisch Wirtschaften, im Geiste anders ticken, als deren konventionelle Kollegen, die der agrochemischen Industrie hörig sind und bedingungslos daran glauben, was ihnen eingeflüstert wird.
In meinen Metier habe ich erfahren, wie geschickt die Industrie darin ist, ihre Produkte an den Mann zu bringen.
Ökologische, umweltfreundlichere Agrarwirtschaft ist demnach in meinen Augen reine Kopfsache, man muss sich nur ein wenig öffnen und nicht immer nur dagegen sein, unsere Kinder und das eine oder andere "niedere" Lebewesen werden es uns danken...

Re: Bienensterben

Verfasst: So 14. Okt 2018, 20:25
von centauri
@Wildmohn :daumen:
@Rohana
Hier in der Gegend gibt es auch etwas Viehzeug. Also Schweine- Puten und Hühnermast.
Es gibt sogar jede Art von Rinderhaltung außer den Milchviehbetrieben. Das sind dann die Koppeln wo die Stroh- Heu- oder Silageballen hin geschafft werden, also Wiese ist da eigentlich nicht. Und wenn ich darüber nach denke wo die nächste Wiese ist dann ist das an der Elbe.
Aber dafür gibt es wahrscheinlich auch wieder irgend eine Förderung.

Re: Bienensterben

Verfasst: So 14. Okt 2018, 21:55
von Rohana
Wildmohn hat geschrieben:[...] als deren konventionelle Kollegen, die der agrochemischen Industrie hörig sind und bedingungslos daran glauben, was ihnen eingeflüstert wird.
Man könnte ja schon durchaus mal mit dir reden wenn du nicht solch bodenlosen Bullshit verfassen würdest. "Die konventionellen Kollegen" sind eine äusserst heterogene Gruppe und industrie"hörig" ist da garantiert niemand. Dafür ist das gute Zeug VIEL zu teuer.

Re: Bienensterben

Verfasst: So 14. Okt 2018, 22:27
von strega
ja doch, wenn das Zeux gekauft wird obwohl es eigentlich viel zu teuer ist, dann ist eine Hörigkeit vorhanden...
sonst könnt doch einfach entschieden werden das Drecks-Glump nicht zu kaufen und das zu machen was eigentlich gewollt ist....
aber was ist gewollt?

Umsatz maximal um jeden Preis?

fragt sich ob der Grossteil der Landwirte heute noch in der Lage ist zu wissen was er/sie wirklich will...
oder ob halt funktioniert wird, angepasst an die sogenannten äusseren Zwänge weil alle schön indoktriniert sind und fertig....
wenn wer nicht mehr weiss was mensch will, in anderen Berufssparten wird sowas mit burn-out verbunden

profilloses Funktionieren um des Funktionierens willen ohne eigene Ideen, Gedanken, Emotionen

is aber nicht sonderlich gesund, das Ganze? Für alle Beteiligten nicht...
nur wenns keiner merkt isses halt schlecht irgendwie.
Und wenn keiner was anderes machen würd wärs noch schlechter......

Re: Bienensterben

Verfasst: So 14. Okt 2018, 23:18
von Benutzer 4754 gelöscht
strega hat geschrieben:ja doch, wenn das Zeux gekauft wird obwohl es eigentlich viel zu teuer ist, dann ist eine Hörigkeit vorhanden...
sonst könnt doch einfach entschieden werden das Drecks-Glump nicht zu kaufen und das zu machen was eigentlich gewollt ist....
aber was ist gewollt?

Umsatz maximal um jeden Preis?

fragt sich ob der Grossteil der Landwirte heute noch in der Lage ist zu wissen was er/sie wirklich will...
oder ob halt funktioniert wird, angepasst an die sogenannten äusseren Zwänge weil alle schön indoktriniert sind und fertig....
wenn wer nicht mehr weiss was mensch will, in anderen Berufssparten wird sowas mit burn-out verbunden

profilloses Funktionieren um des Funktionierens willen ohne eigene Ideen, Gedanken, Emotionen

is aber nicht sonderlich gesund, das Ganze? Für alle Beteiligten nicht...
nur wenns keiner merkt isses halt schlecht irgendwie.
Und wenn keiner was anderes machen würd wärs noch schlechter......
Du hast dich mit dem chemischen Pflanzenschutz und seinen Facetten nicht auseinander gesetzt oder?
1. es gibt nicht die allheillösung die auf jedem acker funktioniert
2. resultierend aus 1. für jeden Acker/Bewirtschaftungseinheit (mehrere kleine Äcker die sich stark ähneln darf man auf dem Papier zusammenfassen) muss man jedes Jahr aufs neue eine Lösung finden.
Um diese funktionierende Lösung (Pflanze gesund bei möglichst geringen Kosten) zu finden bedarf es einer Menge Wissen, Kombinationsfähigkeit und man muss für neues offen sein.
Schließlich muss es nicht nur wirksam und günstig sein, sondern auch noch ins das Ackerbaukonzept passen und man muss die Auflagen einhalten können.

Blind links irgendwas in den Tank gekippt und los, so wie das hier gerne dargestellt wird, funktioniert nicht!
Dazu ist das Zeug zu teuer...

Die Mittelwahl kann der Landwirt entweder selbst treffen, wer das nicht tun möchte (weil z.b. Weil auch noch eine Milchviehherde zu versorgen ist) kann sich einen Berater der Landwirtschaftskammer hinzu ziehen.
Außer Vater Staat schreibt einem keiner vor wann man was zu tun hat, das entscheidet jeder Landwirt selbst.