ina maka hat geschrieben:@landlady: schön, dass du das als Beruf bezeichnest
@Nightshade: bei Erwachsenen mag das so sein, bei Jugendlichen ist es definitiv nicht so - ich hasste zum Beispiel Italienisch nur deshalb, weil der Lehrer so schlecht war. Spanisch hab ich in Null komma nix gelernt, weil der "Lehrer" so gut war - man muss Interesse wecken können als Lehrer.
ist doch noch immer ein pädagogischer Beruf, oder?
Ich kann das einfach nicht unterschreiben. Lernen-wollen ist wie Hunger haben. Der beste Koch der Welt kann nicht viel mit einem Gast anfangen, der dem Essen einfach grundsätzlich keine große Aufmerksamkeit schenkt. Der Koch wird sich mehr über den Kunden freuen, der gerne isst und tausend Geschmacksnuancen reges Interesse entgegen bringt.
Ich beobachte eine deutliche Teilung in junge Leute, die überall gut sind und andere, die überall schlecht sind. Das Mittelfeld ist klein - das fällt besonders auf, IMO liegts vor allem an der Verdummung durch TV und Handy. Kann man EINEN Lehrer unsympatisch finden, wenn man nur mehr in Sport eine positive Note hat? Ist es nicht eher so, dass man einfach zu denen gehört, die nicht hungrig nach Wissen sind und freiwillig kein (Lehr)Buch anfassen?
Ich habe die Französischlehrerin samt Sprache nicht gemocht. Ich wollte damals unbedingt Italienisch lernen, weil wir privat immer nach Italien fuhren. Leider waren zu wenige Italienisch-Anmeldungen - und so brachte ich dem F vom ersten Tag an einen Hass entgegen. Im ersten halben Jahr waren alle Arbeiten negativ, dann dachte ich mir, dass ich wegen dieses Fachs doch nicht den Traumberuf riskieren werde und schrieb von da an Einser.
Die Lehrerin ist mir bis heute unsympathisch. Beim runden Maturatreffen stellte sich heraus, dass sie nicht geladen war und zwar mit der Begründung: "Manches Gesicht will man auch nach 20 Jahren nicht sehen." (Dasselbe traf auf Deutsch zu, na ja, wir hatten damals ein sehr speziell ausgesuchtes Lehrer-Team.)
Französisch kann ich gut genug, um einem deutlich gesprochenen Film in Englisch, mit französischen Passagen, mühelos zu folgen, mich in Frankreich zu verständigen und Texte zu lesen. (Kochbücher und Fachliteratur über Schnecken.) Ich finde immer noch, dass es schwul klingt und eine der häßlichsten Sprachen des Planeten ist.
JUHUUU, ich hab mein Schiffsführer-Patent seit gestern. Es war eine suuuuuper Ausbildung und ein ganz tolles Fahrgefühl draußen am Fluß.(Übrigens, ich mochte den Vortragenden menschlich nicht sonderlich.) Da hat mich dieser Thread auf ein spannendes neues Gebiet gebracht!!
Vor der Prüfung wars gestern richtig lässig. Wir 100% binnenländischen Landratten müssen für Passanten sehr professionell geklungen haben.
Ein sehr, sehr, sehr teures Hobby, aber man kann Boote leihen und zusammen mit Freunden/Kollegen wirds gelegentlich zu bezahlen sein.
Na ja, ich liebäugle schon mit dem Sport-Küstenschifferschein. Da ginge es dann ums Meer, Wetter, Navigation..... Toll.
Kapitän eines modernen Riesenschiffs werde ich in diesem Leben nicht und im siebenten Leben auch nicht, ich bin grottenschlecht in Mathe und Elektrotechnik.
Aber das, was mich am Schifferlfahren interessiert, kann ich in diesem Leben umsetzen.