Kommt drauf an.

Wenn man rein nach dem monetären geht, lohnt der Anbau von Zwiebeln, Karotten und Kartoffeln beispielsweise eher nicht.
Einige verzichten ja deshalb auch bewusst auf diese Kulturen.
Gründe, warum man es trotzdem macht sind so vielfältig wie die Selbstversorger selbst:
- möglichst große Unabhängigkeit
- rumtesten, gucken ob man es kann
- besondere Sorten anbauen, die es nicht zu kaufen gibt
- keine Quelle für echte Bio-Lebensmittel in der Nähe
- kein Vertrauen in Produzenten, Händler, Zwischenhändler
- keine Kohle für Zwiebeln erwirtschaften wollen müssen
- ...
Ich baue unseren Jahresbedarf an Zwiebeln auf etwa 6 Quadratmeter an, sehr eng gesteckt in sehr guter, humoser Erde. Das werden riesige Dinger, ich habe aber nie gewogen wieviel in Summe.
Da ich bislang keinen Erfolg mit Saatzwiebeln hatte, nehme ich Steckzwiebeln, die ich auch für Geld kaufen muss. Ich baue in Hochbeeten an, wo sowohl die Bohlen, als auch die Erde Geld gekostet haben und das ganze findet auf Bauland statt. Nee, also 'lohnen' tut es sich nicht, aber es ist es wert. Für uns zumindest.
Zwiebeln kann ich, also mache ich sie. Kartoffeln kann ich auch, aber wir haben unseren Kartoffelacker dem Folientunnel geopfert, also gibt es Kartoffeln nur einige wenige in Spezialbeeten.
Karotten kann ich nicht so gut und mache nur einige wenige bunte oder anders spezielle. Der große, große Rest wird zugekauft. Gerne auch Futtermöhren.