@Rati: Sorry. hatte deinen Beitrag übersehen.
Das mit der Gülle hat Matt schon erklärt.
Und was die steigende Preise angeht: Die verdrängst, wie die Grünen, dass wir keinen Außenschutz haben.
Solche Auflagen haben deshalb nur ein Ergebnis: Die kleinen Betriebe gehen drauf und die großen wachsen und intensivieren weiter.
Eine geschlossene Argarstrategie der Grünen gibt es nicht. Innerhalb der Grünen gibt es bezüglich der Landwirschaft unterschiedlichste Interessen. Was am Ende dabei raus kommt: Die Landwirtschaft wird für den Wahlkampf missbraucht. Und wird der Wahlkampf mit landwirtschaftlichen Themen gewonnen, dann muss man auch Aktionismus zeigen um so zu tun, als würde man was tun. Ging bisher jedes einzelne Mal nach hinten los und eine eine Menge Landwirte die Existenz gekostet. Und der Dialog wurde oft genug versucht. Sinnlos. Für die meisten Grünen zählt nur Ideologie. Die paar vernünftigen kriegen in der Partei keinen Fuß auf den Boden, sonst sähe die Landwirtschaftspolitik der Grünen komplett anders aus. Sie würden für die kleinen Betriebe die Bürokratie massiv ausmisten und die eigene Verarbeitung und den Direktverkauf deutlich erleichtern. Und sie würden für einen Außenschutz kämpfen.
Wenn ich Fleisch aus normaler Hausschlachtung verkaufen dürfte, ohne die ganzen Fleischhyhgieneauflagen, dann wäre mir geholfen. Und wer lieber Fleisch nach EU-Hygienestandards kaufen will, der müsste halt weiter in den Supermarkt gehen. Einfach die ganzen Regeln freiwillig machen und im Gegenzug eine Kennzeichnungspflicht einführen. Ich würde dann ein Schild "unsere Produkte erfüllen nicht die EU-Hygienestandards" an die Tür hängen und gut wäre es.
Dann könnte jeder Verbraucher selber entscheiden, ob er meinen hochgefährlichen, unhygienischen, regionalen Biofraß oder die hochwertigen, hygienischen Lebensmittel aus der Intensivtierhaltung haben will.
Und das gleiche fürs Lebensmittelhandwerk. Dann könnten die Metzger endlich wieder selber schlachten.
Und die ganzen Hobby-Karnickelhalter könnten ihre Braten auch endlich wieder legal verkaufen, statt unter der Hand.
Und was den SVler angeht: Der allergrößte Teil der Vorschriften ist in der Fachgesetzgebung verankert und trifft damit im vollen Umfang auf jeden Nutztierhalter zu. Wenn die Ämter es wollten, könnten sie fast jedem kleinen Nutztierhalter etwas anhängen. Und wenn der böse Nachbar beim Amt anruft, dann müssen sie es sogar, sofern nicht alle gesetzlichen Auflagen feinsäuberlich engehalten werden. In der Praxis drücken die Ämter bei den Kleinhaltern einfach sämtliche Augen, Nasen und Ohren zu, weil sie ja selber wissen, wie überzogen und praxisfern viele Regelungen sind. Wenn die jeden hinhängen würden, der seine Hühner, Enten, Bienen etc. nicht angemeldet hat oder seinem Nachbarn einen Karnickelbarten verkauft ohne eine EU-Schlachtstätte zu haben oder ungestempelte Eier in Schachteln oder ... Die hätten gar keine Zeit mehr, sich um die Bauern zu kümmern.
z.B. beträgt die Mindestgröße für Hühnerställe 2,5 m2, auch wenn man nur 2 oder 3 Hühner hat. Allein damit könnte man schon reihenweise SVler kassieren, die ihre 3 Hühner nachts in eine kleine Schutzhütte sperren.