Also was das "nicht schmerzhaft für Babies" betrifft, das ist leider eine Meinung, die man noch bis in die 80er Jahre hinein hatte!
Wenn ich sowas hier lese, da rollen sich mir einfach die Zehennägel hoch, und das empfinde ich als absolut fahrlässig, solche Aussagen zu treffen!
http://www.beschneidung-mohel.de/ablauf ... ozess.html
Betäubungsmittel die injiziert (gespritzt werden) tragen ein weit höheres Risiko als der Schmerz durch den Schnitt. Der Schmerz ist bei kleinen Babys minimal, weil das Schmerzempfinden noch nicht voll ausgebildet ist. Das Baby beruhigt sich nach ein paar Minuten wieder. Wenn die Eltern es wünschen, kann man ein Betäubungsmittel in Salbenform, als Tropfen bzw. als Zäpfchen (äußerliche Anwendung) verwenden. Normalweise führe ich die Brit Mila bei Kindern bis zu einem Alter von 6 Monaten alleine durch. Wenn es die Eltern aber wünschen, kann selbstverständlich gern ein Arzt für die Beschneidung hinzugezogen werden. Für das Baby ist es jedoch besser näher am 8. Tag beschnitten zu werden, da wie ober erwähnt das Schmerzempfinden nicht voll ausgeprägt ist.
Das ist einfach nicht wahr!!!
http://www.kinderkrankenpflege-netz.de/ ... z_fg.shtml
Noch bis Ende der 80er-Jahre waren Wissenschaftler der Meinung Frühgeborene könnten kaum oder gar keinen Schmerz empfinden. Dieser fatale Irrtum entsprang der Annahme, dass erst nach Vollendung der Myelinisierung (die bei Frühgeborenen noch nicht abgeschlossen ist) das volle Schmerzempfinden möglich sei. Rutter und Doyal [1] berichten davon, dass selbst grosse Operationen wie Thorakotomien und Laparaskopien ohne intra- oder postoperative Analgesie durchgeführt wurden.
Die Wende trat 1987 ein. Durch zwei Studien [2, 3] konnte zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass sich unter operativer Analgesie sowohl die messbaren Stressreaktionen verringerten, wie auch das Outcome der Patienten sich deutlich verbesserte.
[quote_Adjua]...andererseits kann es ein Argument auch für nicht religiöse Eltern sein, ihr Kind beschneiden zu lassen, um dem Kind den Weg in eine religiöse Gemeinschaft offen zu halten, wenn sie sich je dafür interessieren würden... [/quote]

Ist das Dein Ernst?!? Prophylaktische Beschneidung, weil er ja vielleicht mal
könnte .... also echt.
Wenn sich das Kind später für eine Gemeinschaft entscheidet dann ist es in einem Alter, wo es das bewußt wählen und sich auch aussuchen kann, ob es seine Vorhaut opfern möchte oder nicht. Und was, wenn das Kind sich für das Christentum oder sonstwas entscheidet, wo dieser Firlefanz nicht verlangt wird?!? Dann haben die nicht-religiösen Eltern mal eben einen nicht reversiblen Eingriff an ihrem Kind durchführen lassen, weil es sich ja mal entscheiden
könnte, sich dem Judentum oder Islam anzuschließen. Toll!
Ich hatte einen Link gepostet wo man über die Funktion dieses Körperteils einiges erfahren kann. Wenn das Ding so entbehrlich ist, dann frage ich mich, warum der liebe Gott es dann überhaupt serienmäßig verbaut, und das schon seit Jahrtausenden?
Es mag schlimmeres geben als ein Leben "ohne", klar. Trotzdem halte ich gerade diesen Hype in den USA für manisch und -mit Verlaub- pathologisch!
Ich denke auch, daß der Hygienegrund vorgeschoben ist und ein anderer Sinn dahinter steckt.
Im übrigen bin ich noch keinem unbeschnittenen Kerl begegnet der irgendwelche Nachteile gehabt hätte, ob hygienischer oder sonstiger Art ... wenn ich's mir aussuchen könnte - ich würde einen ... beispielsweise christlichen/atheistischen Mann vorziehen
