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Re: Ich würde mich gerne selbstversorgen - ich meine wirklic

Verfasst: Do 29. Nov 2012, 19:25
von Little Joe
ihno hat geschrieben:Selbstversorgung funktioniert nur in der Gemeinschaft am besten mit großer Familie und 3 Genarationen unter einem Dach.
... ach ja, wo hast du denn die Weisheit her? :hmm:

100% Sv evtl. aber das schafft wohl eh keiner bzw. strebt wohl auch keiner an. Größtmögliche SV mit Nahrungsmitteln klappt sehr wohl alleine, weiss nicht wie viele das noch aushalten würden mit 3 Generationen unter einem Dach. Ich wär nach 24 Std. dem Wahnsinn nahe.

Re: Ich würde mich gerne selbstversorgen - ich meine wirklic

Verfasst: Do 29. Nov 2012, 19:40
von Sabi(e)ne
weiss nicht wie viele das noch aushalten würden mit 3 Generationen unter einem Dach. Ich wär nach 24 Std. dem Wahnsinn nahe.
Da bist du aber leidensfähiger als ich - allein der Gedanke, mein Leben lang mit SchwieMu (egal welche :engel: ) oder meiner Mutter unter einem Dach - dann hätte ich wohl unter dem Alter von 30 Suizid begangen, oder sie massakriert..... :rot:
Es gibt Persönlichkeiten, mit denen ich nicht kompatibel bin. Sozial gezwungen für kurze Zeiträume geht, aber nicht als Dauersituation.
Muß man heutzutage GsD nicht mehr aushalten - man kann weggehen und sich woanders passendere Leute suchen.
Wenn ich die tw. wirklich grausamen Leidensgeschichten im Bäuerinnenforum lese, bin ich sowas von froh, daß ich nicht in solchen Strukturen leben muß.... :ua:

Re: Ich würde mich gerne selbstversorgen - ich meine wirklic

Verfasst: Do 29. Nov 2012, 20:47
von Olaf
Moin,
vor 2 Jahren zu Weihnachten brachte mir meine Mutter Briefe meiner Uroma an eine ihrer Töchter mit. Vor und während des 2. Weltkriegs.
Sehr interessant. Aber nach 2 Abenden musste ich aufhören zu lesen, weil ich depressiv wurde über die vielen verkorksten unglücklichen Leben. Und nicht umsonst wohne ich jetzt hier im eigentlichen Stall, den meine Großeltern bezogen haben, weil sie es mit Uropa unter einem Dach nicht aushielten.
Mir reichen jedenfalls Weihnachten meine Mutter und Silvester Schwiegervater für je ein paar Tage, OBWOHL es sehr nette und friedliche Menschen sind. Aber danach sind meine Frau und ich fix und fertig. Jedes Jahr, da sich die andern ihrer jeweiligen Kinder dezent raushalten.
Nein Danke!
Olaf

Re: Ich würde mich gerne selbstversorgen - ich meine wirklic

Verfasst: Do 29. Nov 2012, 22:18
von Knurrhuhn
Eigener Herd ist Goldes wert!

Der Spruch kommt ja nicht von ungefähr, gelle?!! ;) Ich lebe ja seit über 'nem Jahr auch in einem Zweigenerationen-Wohnen .... ok, es geht, insgesamt sogar recht gut. Es hat auch Vorteile die ich durchaus genieße.
Aber ... ich freu mich trotzdem, wenn ich mal wieder meinen eigenen Haushalt habe! Es gibt doch gerade in der Haushaltsführung immer wieder Diskussionen, und ich seeeeehne mich nach einer eigenen Küche!!!

Re: Ich würde mich gerne selbstversorgen - ich meine wirklic

Verfasst: Do 29. Nov 2012, 22:22
von Distelbauer
Ich hab mir das ja auch so ähnlich vorgestellt. So wenig als möglich Geld ausgeben, Produkte vom Hof vom Hof verkaufen und wenns nicht reicht, Teilzeitjob.
Erreicht habe ich: Eigener Hof, dafür Psychomutter, Vater hat es nicht mehr ausgehalten...Durch den ganzen Psychostress keine Motivation was aufzubauen, gefolgt von Krankheit physisch, psychisch.Dadurch hab ich immerhin das Ziel Teilzeitarbeit erreicht :dreh: Dies nur, damit du dir das nicht zu einfach vorstellst. Wie wärs denn mit Woofen? Klar gibts da auch schlechte Erfahrungen aber das hätte ich probiert als ich noch ledig, gesund und nicht zum Hofnachfolger "auserkoren" wurde. Viel Glück

wünscht dir der Distelbauer

Re: Ich würde mich gerne selbstversorgen - ich meine wirklic

Verfasst: Fr 30. Nov 2012, 08:45
von Benutzer 2354 gelöscht
Na gut wir wohnen Schon in 3 verschiedenen Häusern, im 500 meter Umkreis.
Für mich macht Selbstversorgung im hier und jetzt nur Sinn wenn ich mich auch mit 80 noch selbstversorgen kann. Denn wenn ich im Alter auf Staatliche Unterstützung oder eine wie auch immer geartete Familienfremde Unterstützung angewiesen bin, ist irgendwas verdammt schief gelaufen :eek: .
Und das geht nur im Familienverbund.
Ich mache viele Sachen die sich erst in 30 oder 40 Jahren auszahlen werden. Als Beispiel Obstbäume Pflanzen, sind alles alte Sorten haben Vollertrag in 10- 15 Jahren.
Walnussbaum dauert zumindest 20- 25 Jahre.
Aber Genarationsübergreifendes Denken scheint mir aus der Mode gekommen sein.
Wenn am 21 Dezember die Welt untergeht, hat sich das ja eh von selbst erledigt. :dreh:

Re: Ich würde mich gerne selbstversorgen - ich meine wirklic

Verfasst: Fr 30. Nov 2012, 09:26
von Gelöschter Benutzer 54
man kann sehr gut über generationen denken ohne das eigen fleisch und blut dabei in die pflicht zu nehmen ;)

wieviel familie jeder um sich haben will ist individuell, funktionieren kann alles, auch SV. ob alleine, mit partner, mit freunden, mit netzwerken, mit familie oder einem mix daraus - es gibt immer einen weg.

Re: Ich würde mich gerne selbstversorgen - ich meine wirklic

Verfasst: Fr 30. Nov 2012, 09:26
von Dagmar
Hallo ihno,

es ist ja schon einiges gesagt worden zu Generationen übergreifendem Wohnen. Ich kenne auch jemandem der im Haus seiner Eltern eine eigene Wohnung hat. Nach außen ganz toll,
Aber seine neue Freundin, die er jetzt schon ein paar Monate kennt, will er seinen Eltern absolut nicht vorstellen - ich glaube das sagt schon einiges aus.
ihno hat geschrieben:Für mich macht Selbstversorgung im hier und jetzt nur Sinn wenn ich mich auch mit 80 noch selbstversorgen kann
Erst einmal weiß du gar nicht, ob du so alt wirst. Zweitens weißt du nicht, wie deine körperliche und geistige Verfassung ist und als Pflegefall kannst du SV sowieso vergessen. Da wirst du dann von anderen versorgt.
ihno hat geschrieben:Denn wenn ich im Alter auf Staatliche Unterstützung oder eine wie auch immer geartete Familienfremde Unterstützung angewiesen bin, ist irgendwas verdammt schief gelaufen
Also lieber eine staatliche anonyme aber regelmäßige Unterstützung (die ich mir selbst erarbeitet habe), als Kinder die deine Versorgung vielleicht auch nicht freiwillig oder gar nicht machen. Und was spricht gegen eine "Familienfremde Unterstützung". Da kann man ohne große Gefühle vieles klären. Ich laß mich dann z.B. lieber pflegen gegen Geld oder schenke Ihnen dann für die Arbeit die sie mit mir haben Haus und Hof. Die werden einfach für eine Leistung die sie für mich erbringen bezahlt.

Und ich finde es verdammt viel leichter jemanden anderen zu pflegen, als die eigenen Eltern.

Und was machen die vielen Menschen die z.B. keine Kinder bekommen können, trotz ausgeprägtem Kinderwunsch. Sind die dann auch alle selbst schuld?
ihno hat geschrieben:Und das geht nur im Familienverbund
Das ist deine Ansicht, die kann stimmen, oder auch nicht. Ich sehe das ganz anders.
ihno hat geschrieben:Aber Genarationsübergreifendes Denken scheint mir aus der Mode gekommen sein.
Wenn man "generationenübergreifendes Denken" nur mit den eigenen Blutsverwandten gleichsetzt - na ja. Ich kann auch an nachfolgende Generationen denken und für die Planen und Vorsorgen, ohne daß ich mit denen in irgendeiner Form verwandt bin. Und mein Projekt soll eben auch anderen Menschen in der Zukunft zu Gute kommen, ich selber werde da nicht mehr viel von haben (wenn ich es mit der Lebensspanne vergleiche, die ich bis dahin schon "verlebt" haben werde).


Dagmar

Re: Ich würde mich gerne selbstversorgen - ich meine wirklic

Verfasst: Fr 30. Nov 2012, 11:01
von Benutzer 2354 gelöscht
Na gut !!
für mich ist es nur wesentlich einfacher für meine Nachkommenschaft was zu machen , als die Welt zu verbessern.
Da ist meine Sichtweise sicher zu noch zu beschränkt.
Ich Denke immer nach dem Motto : gut ist was einfach ist.
Pflegefall möchte ich nicht werden und hab da auch Vorkehrungen getroffen das dieser Fall nicht eintritt .
aber das ist ein anderes Themen

Re: Ich würde mich gerne selbstversorgen - ich meine wirklic

Verfasst: Fr 30. Nov 2012, 17:00
von WernervonCroy
Wirklich selbst versorgen heisst auch vieles selbst machen. Das kann man schon wenn man noch arbeitet.
Ich gehe auch nur arbeiten um Geld zu verdienen, das was ich daheim mache geht niemanden was an, bzw ist mein Hobby. Dabei zählt für mich nicht der finanzielle Aspekt, sondern es selbst zu tun. Obs der Zaun ist, oder der Bretter selbst machen. Klar wäre es "billiger" das zu kaufen, aber das passt dann wieder nicht. Genauso verhält es sich mit den Lebensmittel. Wer hat denn schon mal einen Nagel selbst gemacht? Ich denke die wenigsten unter uns oder?
Ich für meinen Teil versuche eben so viel wie möglich selbst zu machen und eventuell das Grundmaterial zu kaufen oder wo anders zu organisieren.
Komplett selbstversorger geht denke ich in der heutigen Zeit eher schwieriger. Unser Anspruch ist zu hoch.