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Re: Rund um die Essigherstellung

Verfasst: Mo 19. Nov 2018, 18:07
von Benutzer 3370 gelöscht
Buchkammer hat geschrieben:die Himbeeren zu Wein vergären und diesen dann mit einer möglichst großen Fläche und einem Tuch drüber gestülpt, an der Luft zu Essig fermentieren lassen. :hmm:
So machen wir das erfolgreich mit Brombeeren, Jogelbeeren, Ribiseln, Himbeeren. Allerdings würde ich die erste Vergärung nicht Wein nennen.
Der erste Versuch war mit Jogelbeeren. Nachdem mir die Trester nach dem Dampfentsaften zu schade für die Hühner war, habe ich sie kurzer Hand aufgezuckert gewässert und mit Hefe versehen. 2 Wochen gären lassen, gepresst und den Saft mit der Essigmutter in einem großen Glas mit Tuch fermentiert. Und weil das so super geht haben wir angefangen mit allen möglichen Früchten zu experimentieren. Auch Kräuter einlegen in Apfelessig, schmeckt gut und ist ein tolles Geschenk Zur Zeit sind bei uns 60 Liter Apfelessig am Start weil der 4 Jährige bald alle ist und für unser ganzes Essigzeug geht schon einiges auf. Außerdem haben wir etliche Abnehmer die ständig davon schwärmen.

Re: Rund um die Essigherstellung

Verfasst: Mo 25. Mai 2026, 09:08
von Zacharias
Ich mag Essig nicht, drum habe ich nie welchen gemacht. Nun muss ich aber morgens den Magen ansäuern, damit er keinen Ärger macht. So ist das, wenn man in die Jahre kommt... Da geht schon eine Menge Essig weg. Hier kostet der Liter Apfelessig schlappe 15€. Also wird mit der nächsten - hoffentlich guten - Apfelernte experimentiert. Aus den bisher gekauften Flaschen habe ich den trüben Bodensatz jeweils in ein Glas geschüttet. Es hat einige Zeit gedauert, aber dann hat sich eine Mutter gebildet. Inzwischen sind es 3! Insofern ist die Essigbildung schon mal gesichert. Etwas Bammel habe ich vor der Vergärung. Einen konstant warmen Ort habe ich im Herbst nicht.
Und dann die Frage, die hier nie beantwortet wurde: Wie füttere ich die Muttern in der Zwischenzeit?

Re: Rund um die Essigherstellung

Verfasst: Mo 25. Mai 2026, 17:20
von unkrautaufesserin
Ich hatte vor 5 Jahren viel Apfelmost in der mobilen Mosterei machen lassen. Dann wollte ihn doch niemand haben, und ich habe ihn erst mal eingelagert. Jetzt ist er 1A Apfelessig in der 5l Schachtel...

Re: Rund um die Essigherstellung

Verfasst: Mo 25. Mai 2026, 17:34
von Wurzltrockner
Zacharias hat geschrieben: Mo 25. Mai 2026, 09:08 Ich mag Essig nicht, drum habe ich nie welchen gemacht. Nun muss ich aber morgens den Magen ansäuern, damit er keinen Ärger macht. So ist das, wenn man in die Jahre kommt... Da geht schon eine Menge Essig weg. Hier kostet der Liter Apfelessig schlappe 15€. Also wird mit der nächsten - hoffentlich guten - Apfelernte experimentiert. Aus den bisher gekauften Flaschen habe ich den trüben Bodensatz jeweils in ein Glas geschüttet. Es hat einige Zeit gedauert, aber dann hat sich eine Mutter gebildet. Inzwischen sind es 3! Insofern ist die Essigbildung schon mal gesichert. Etwas Bammel habe ich vor der Vergärung. Einen konstant warmen Ort habe ich im Herbst nicht.
Und dann die Frage, die hier nie beantwortet wurde: Wie füttere ich die Muttern in der Zwischenzeit?
Zuerst Most aus rohmen, also nicht erhitztem Apfelsaft machen, das geht quasi von selbst oder ggf. die richtige Hefe zusetzen (gibt's in der Mosterei).
Dann Essigmutter dazu - nicht luftdicht verschließen, da die Essigbakterien Sauerstoff brauchen, um den Alkohol in Säure umzuwandeln. Aber trotzdem das Fass z.B. mit einem Tuch zumachen, sonst kommen die Fliegen rein.
Dauert länger bis es Essig ist.

Die Essigmutter kannst einfach in einem Glas mit etwas Essig drin aufbewahren.

Re: Rund um die Essigherstellung

Verfasst: Mo 25. Mai 2026, 17:57
von Zacharias
Wie man Essig macht, weiß ich. Nur sind jetzt keine Äpfel reif und ich denke, die Mutter braucht auch Futter, oder? Im Moment schwimmen sie in dem gekauften Essig, aber ernähren tut sie sich doch von Alkohol, wenn ich das richtig verstanden habe. Ich könnte mir vorstellen, dass sie jetzt schon unterernährt sind. Es haben sich schon 3 Muttern gebildet, aber jede bleibt hauchdünn.
Mit Hefe zukaufen tu ich mich schwer, die gibt es hier in normalen Geschäften, aber welche davon, das ist so ein Problem. Leider kenne ich niemanden, der Essig oder Wein macht und den ich fragen kann. Und jetzt Äpfel kaufen zum Entsaften ist natürlich auch nicht so der Hit.

Re: Rund um die Essigherstellung

Verfasst: Mo 25. Mai 2026, 18:07
von Spinnerin
Ich kipp alle paar Wochen einen Schluck selbstgemachten, (ungeschwefelten) Wein in meinen Ansatz mit den Muttern, damit sie nicht verhungern.
Du musst die Muttern nicht bis zur Apfelernte durchfüttern, es bilden sich ruckzuck neue Essigmuttern, wenn du Äpfel zur Essigherstellung ansetzt.

Re: Rund um die Essigherstellung

Verfasst: Mo 25. Mai 2026, 19:35
von Zacharias
Na, was ich hab, das hab ich. Die Muttern bilden sich ja nicht immer und es erleichtert die erste Essigbildung. Wein kann ich ja nicht in die Apfelmutter gießen. Die Weinessigmutter hat schon einen Schluck Wein bekommen. Aber für den Magen brauche ich Apfelessig.

Re: Rund um die Essigherstellung

Verfasst: Mo 25. Mai 2026, 22:28
von unkrautaufesserin
Dann kauf ihr doch einen schönen Liter Apfeldirektsaft...

Re: Rund um die Essigherstellung

Verfasst: Mo 25. Mai 2026, 23:52
von Zacharias
Der wäre dann aber pasteurisiert und das funzt doch nicht, oder? Sowas gibt es hier aber eh nicht, alles nur Konzentrate mit Zucker. Der gemeine Este macht seinen Saft selbst, da hätten die im Geschäft kaum Absatz.

Re: Rund um die Essigherstellung

Verfasst: Di 26. Mai 2026, 07:12
von unkrautaufesserin
Direktsaft ist nur Saft, ohne Zucker, Wasser, Wasweißichnicht. Und wenn er pasteurisiert ist, um so besser. Dann ist nämlich Deine Essigmutter das einzige Lebewesen drin und hat alle Nahrung alleine.

In Deutschland hat so was jeder Discounter für wenig Geld.