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Re: Ist Getreideanbau auf kleinen Flächen möglich?

Verfasst: Fr 28. Okt 2011, 22:03
von outdoorfreak
Hallo,

ist es auch möglich zwischen den Getreidereihen zu mulchen, direkt nach der Aussaat? Ich lass den Boden über Winter nur sehr ungern nackt.


Vielen Dank übrigens an rrhase für seine interessanten Videos. Hab schon viel daraus gelernt.

Re: Ist Getreideanbau auf kleinen Flächen möglich?

Verfasst: Fr 28. Okt 2011, 22:24
von Sabi(e)ne
Ich würd eher ne Kleeuntersaat machen, Mulch braucht zuviel Stickstoff zur Umsetzung, der klaut eher dem Getreide den.
Oder vorher Lupinen oder sonstwas stickstoffsammelndes ziehen.

Re: Ist Getreideanbau auf kleinen Flächen möglich?

Verfasst: Sa 29. Okt 2011, 11:24
von outdoorfreak
Hallo Sabi(e)ne,

meinst du damit gleichzeitig mit der Getreideaussaat zwischen die freien Reihen Klee aussäen? Klar, Klee bringt Stickstoff in den Boden, aber nimmt Klee nicht auch dem Getreide die Energie beim wachsen weg, genauso wie Unkraut?

Re: Ist Getreideanbau auf kleinen Flächen möglich?

Verfasst: Sa 29. Okt 2011, 12:23
von Sabi(e)ne
Moin,
nach dem, was ich so sehe, legt der Klee erst so richtig los, wenn das Getreide "ab" ist, weil er einigermaßen schattenverträglich ist.
Besser als nackter Boden ist es in jedem Fall.

Re: Ist Getreideanbau auf kleinen Flächen möglich?

Verfasst: Sa 29. Okt 2011, 12:31
von Manfred
Schaut euch mal den Vortrag von Friedrich Wenz an, den ich dort
http://www.selbstvers.org/forum/viewtop ... 4&start=20
verlinkt habe.
Da ist einiges zum Einsatz von Klee unter Getreide und zum Mulch drin.

Re: Ist Getreideanbau auf kleinen Flächen möglich?

Verfasst: Sa 29. Okt 2011, 20:56
von Sabi(e)ne
:) Hallo, Manfred,
ich hatte erst heute Zeit, mir die beiden Videos anzusehen - :daumen:
Der Herr Wenz macht das mit Boden/Pflanzen, was wir mit den Bienen versuchen...maximal Arbeit sparen und optimale Ergebnisse ohne Chemie erzielen.
Bis auf die ungeteilten Bruträume und die Präparate erfüllen wir ja schon Demeter-Standard - nur komm ich leider mit Steiner-Philosophie so gar nicht klar. :rot:
Aber es war sehr schön, endlich mal was wirklich positives zu sehen, etwas, was funktioniert.
Und für meine Situation hab ich auch reichlich Hinweise daraus gezogen - mal sehen, was ich davon jetzt noch verwirklichen kann, Ende Oktober ist ja nicht die beste Zeit, noch was zu machen außer Krokusse zu setzen... :bieni:

Re: Ist Getreideanbau auf kleinen Flächen möglich?

Verfasst: So 30. Okt 2011, 09:04
von Sabi(e)ne
Das hier ist auch sehr interessant: http://vimeo.com/19234119

Re: Ist Getreideanbau auf kleinen Flächen möglich?

Verfasst: So 30. Okt 2011, 16:33
von kleinesLicht
Unheimlich interessant! Ich habe von Franz Brunner eine Fotoserie gesehen.

Sabi(e)ne, was meinst du, kann man unter Kartoffeln Klee saeen? Franz Brunner hat ja mit Kleemahd gemulcht.

Re: Ist Getreideanbau auf kleinen Flächen möglich?

Verfasst: So 30. Okt 2011, 16:35
von Dagmar
Hallo,

auch ich hatte erst heute die Zeit mir die Videos anzugucken. Kann ich nur jedem empfehlen, danke Manfred für den Tipp und den Link. Dann bin ich auf der weiteren Suche auch beim Franz Brunner gelandet - ähnlich wie die Sabine. Nur den Film hatte ich noch nicht gefunden. Danke auch dir. :daumen: . Und der Brunner hat recht viele Photos mit Untertiteln auf folgender Seite eingestellt.

https://picasaweb.google.com/franzbrunner63

Macht richtig Spaß die Fotoserien anzugucken. Und ich bin natürlich schon kräftig am überlegen, ob ich so etwas nicht irgendwie in kleiner Ausführugng (für meinen Kleinsttraktor Kubota) umsetzen kann. :rot: :rot:

Die Bilder sprechen für sich.


Dagmar

Re: Ist Getreideanbau auf kleinen Flächen möglich?

Verfasst: Mo 31. Okt 2011, 07:56
von Dagmar
Hallo,

ich habe jetzt mal geguckt, ob das Verfahren von dem Herrn Wenz (eco-dyn) auch in anderen, vor allem Landwirtschafts-Foren, besprochen wird. Da gibt es aber kaum Hinweise, wenig Diskussionen.

Für mich als Laie, hörte sich das Ganze erst mal gut an. Auch die Bilder (auch die vom Franz Brunner) und die Ernteergebnisse sprechen ja nun eigentlich für das System. Jetzt frage ich mich aber nun, wenn das doch alles einwandfrei läuft, warum nicht schon viel mehr Landwirte, auch gerade Bio-Bauern, umgestiegen sind.

Ich weiß, daß viele Menschen in der Regel eher so weitermachen, wie sie es irgendwann (z.B. in grauer Vorzeit :lol: ) gelernt haben. Und nicht sofort bereit sind, auch mal was Neues zu probieren. Aber wenn doch z.B. der Nachbarlandwirt erkennt, daß sich die Böden verbessern, da müsste der doch eigentlich sehr doof sein :rot: :rot: , wenn er nicht umstellt.

Oder was habe ich noch übersehen? :hmm:


Dagmar