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Re: mal in eigner sache oder zu manchen vorwürfen.
Verfasst: Do 5. Jan 2012, 18:57
von Olaf
Das tut mir leid für Dich, Rati. Es gab ja im Osten die Regel, dass die Gesamtnote nicht mehr als 2 besser sein durfte als die schlechteste.
Mien bester Freund, ich schrieb das schon mal, war Legasteniker. Ateste gabs damals darauf nicht. Saß neben mir und wir haben immer noch schnell die Aufsätze getauscht und ich hab gerettet, was zu retten ging.
Ich hab da vollstest Verständnis für, wenns jemand echt nicht kann.
Im Übrigen und für den Rest bin ich da mit Emils letztem Kommentar absolut eins.
HIer im Forum ist es für mich klar, wenn es mir zu anstrengend wird, les ichs nicht mehr.
Und Rati, so wie Du schreibst glaub ich Dir die permanente 5 nicht.
LG
Olaf
Re: mal in eigner sache oder zu manchen vorwürfen.
Verfasst: Do 5. Jan 2012, 20:06
von Picassa
Hallo Elch,
mit (korrekter) Rechtschreibung kann man sehr wohl sein Geld verdienen.
Ich sitze in ´ner Dokumentationsabteilung einer mittelständischen Firma und korrigiere u.a. die Bedienungsanleitungen, die den von „uns“ produzierten Maschinen beigelegt werden. Die Maschinen sind größtenteils Sonderanfertigungen und kosten einen A.sch voll Geld. Wenn der Kunde dann eine Anleitung bekommt, die unverständlich ist oder in der es von Schreibfehlern nur so wimmelt, könnte es durchaus sein, dass die Bestellung komplett rückgängig gemacht wird. Mit einem Schaden für die Firma im durchaus 5-stelligen Bereich.
Nur EIN falsches Wort oder ein sinnverdrehter Satz in einer Montageanleitung kann Personenschaden verursachen. EINE falsche Bestellnummer für ein Ersatzteil kann die gesamte Anlage nach dessen Einbau ruinieren.
Ich bin an diesen Job gekommen, weil mich (beinahe) jeder Fehler regelrecht anspringt. Für die Firma ist meine „Gabe“ ein Gewinn, aber für mich eher eine Strafe! Ich stolpere in schlechten Texten ständig über die Rechtschreibfehler. Schrecklich! Für mich ist DAS eine Behinderung.
Ich sehe es den meisten Texten hier an (zumindest von den Leuten, die hier regelmäßig schreiben), ob jemand es einfach nicht besser hinkriegt oder in Zeitnot ist oder schlicht und ergreifend zu faul ist, richtig zu schreiben.
Zu letzteren: wer sich nicht die Mühe machen will, um seine Frage oder seinen Bericht halbwegs leserlich zu formulieren und komplett ohne Punkt und Komma und Shift-Taste schreibt, bei dem mache ich mir nicht die Mühe, den Bericht zu lesen.
So einfach ist das für mich.
Re: mal in eigner sache oder zu manchen vorwürfen.
Verfasst: Do 5. Jan 2012, 21:36
von laracine
Mir fällt zu dieser Diskussion der Erklärungsversuch von Horst Evers, Kabarettist, ein. Er begründete seine Vorliebe, Texte vorzulesen, anstatt sie auswendig vorzutragen - wie sonst in diesem Metier üblich -, damit, dass er ja Lesen einmal in der Schule gelernt hätte und dies dem Staat schliesslich eine Menge Geld
kostete ...
Dem kann ich mich nur anschliessen. Hier betrifft das insbesondere die Rechtschreibung. Ob diese Gelder sinnvoll investiert wurden, möge jed(e)r selbst entscheiden.
Re: mal in eigner sache oder zu manchen vorwürfen.
Verfasst: Do 5. Jan 2012, 21:54
von laracine
Sabi(e)ne hat geschrieben:26 Beiträge zu so einem Eröffnungsposting?
Habt ihr alle keine Arbeit tagsüber?
Danke, Sabi(e)ne! Dies war auch oft mein Eindruck beim Nachlesen der letzten 4 Monate während der vergangenen 4 Wochen.
Re: mal in eigner sache oder zu manchen vorwürfen.
Verfasst: Do 5. Jan 2012, 22:32
von Olaf
Hey Picassa....
Wir haben ein gemeinsames Problem.
Meine Frau ist Werbegrafikerin. Ich muß immer Korrektur lesen.
Mich springen die Fehler auch an.
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*wir sollten schweigen*
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Hab eben noch schnell das große I bei MIch korrigiert, ich ertrag es nicht. Das kann man so nicht stehen lassen. Achtung vor dem Leser.
Gimme five und lassen wir das.....
Olaf
PS: Fehler mach ich auch, und manchmal bin ich sogar zu faul zum Korrieren. Dank Rechtschreibreform bewegen wir uns ja eh in nem rechtsfreiem Raum, jeder wie er will, sollte aber lesbar sein.
findet
Olaf
Re: mal in eigner sache oder zu manchen vorwürfen.
Verfasst: Fr 6. Jan 2012, 11:15
von Benutzer 68 gelöscht
Olaf hat geschrieben:Hab eben noch schnell das große I bei MIch korrigiert, ich ertrag es nicht. Das kann man so nicht stehen lassen. Achtung vor dem Leser.
"Wie aber Vernachlässigung des Anzuges Geringschätzung der Gesellschaft, in die man tritt, verräth, so bezeugt flüchtiger, nachlässiger, schlechter Stil, eine beleidigende Geringschätzung des Lesers, welche dann dieser, mit Recht, durch Nichtlesen straft."
Schopenhauer, Ueber Schriftstellerei und Stil, 1851
Re: mal in eigner sache oder zu manchen vorwürfen.
Verfasst: Fr 6. Jan 2012, 11:35
von emil17
Ein Hersteller, der den Anspruch hat, dass seine Erzeugnisse von hoher Qualität sind, legt auch Wert auf eine verständliche und fehlerfreie Dokumentation. Es geht nicht nur um juristische Konsequenzen (wir sind zum Glück nicht in Amerika: muss der Hersteller einer Waschmaschine hinzuschreiben, dass man lebende Tiere darin nicht waschen soll? Ist nie derjenige zuerst schuld, der einen offensichtlichen Mist macht?), sondern auch darum. welche Ansprüche man an seine eigenen Produkte hat.
Einem Meisterkoch ist es auch nicht egal, wie der Kellner die Speisen serviert, die er zubereitet.
Das ganze funktioniert auch umgekehrt: Wer z.B. ein Sachbuch als Autor nicht verständlich gliedern und die Dinge einfach und verständlich darlegen kann, der ist nicht genial, sondern hat die Sache vermutlich selbst nicht ganz im Griff.
Wenn ein Text von Rechtschreibe- und Flüchtigkeitsfehlern wimmelt, dann ist er entweder lausig übersetzt (--> lieber in Originalsprache besorgen und halt mit dem Wörterbuch arbeiten) oder das Werk bietet auch fachlich nicht viel. Dagegen helfen nur gute Lektoren (Note eins in Rechtschreibung und in Allgemeinbildung), denn als Autor ist man betriebsblind.
Re: mal in eigner sache oder zu manchen vorwürfen.
Verfasst: Fr 6. Jan 2012, 17:13
von DerElch

solange ihr nicht vergesst dass das hier ein forum ist,welches spass machen soll....ists ja ok
Re: mal in eigner sache oder zu manchen vorwürfen.
Verfasst: Sa 7. Jan 2012, 12:12
von Rati
Olaf hat geschrieben:Das tut mir leid für Dich, Rati. Es gab ja im Osten die Regel, dass die Gesamtnote nicht mehr als 2 besser sein durfte als die schlechteste.
genau, Gesamtzensur drei.
Olaf hat geschrieben:Und Rati, so wie Du schreibst glaub ich Dir die permanente 5 nicht.
Tja, das Geheimnis heist edit funktion.

In manchen Foren wird das ja angezeigt.
Wenn ich das - meist schnell geschriebene noch mehrmals durchlesen kann sehe ich dann doch noch das eine oder andere.
Und natürlich, war sicher auch mal ne bessere Note dabei, die Erinnerung glätttet halt so manche Falte.
Und ich bin ja auch kein Legasteniger sondern hab tatsächlich auch Vortschritte gemacht- nicht zuletzt auf Grund des vielen Schreibens in Foren.
Übung macht halt den Meister.
Ich wollt ja auch nur aussagen das mitr Inhalt wichtger ist als Rechtschreibung.
Grüße Rati
PS: dieser Beitrag wurde vier mal editiert

Nee fünf mal
Re: mal in eigner sache oder zu manchen vorwürfen.
Verfasst: Sa 7. Jan 2012, 13:30
von Löwenzahn
In "meinem" eigenen Forum heißt es: bitte Toleranz gegenüber einer erwähnten Rechtschreibschwäche!
Gleichzeitig aber auch: keine SMS-Sprache, u.ä. wie "hasdema, Abba, u.s.w." anwenden und ein bitte ein klein wenig Mühe geben beim Schreiben, Gestalten, Formatieren - dann findet man auch mehr Leser.
Daran "versucht" sich die, zum Glück überschaubare, Masse zu halten.
Dass nicht jeder "toll" seine Texte gestalten, formulieren und vor allem fehlerlos schreiben kann, ist klar und manche(r) will ja nur mal schnell etwas los werden. Doch erkenne ich beim Verfasser eindeutig Faulheit oder Desinteresse dazu und ein vollgeladener unstrukturierter Text erschlägt mich, warte ich nicht mal die ersten, heftigen Rechtschreibfehler ab, sondern klicke gleich weiter. Sprache, Worte und unsere Rechtschreibung sind auch ein Kulturgut...