Strategien für Hitze und Trockenheit

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Rohana
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Re: Strategien für Hitze und Trockenheit

#41

Ungelesener Beitrag von Rohana »

Spinnerin hat geschrieben: Di 14. Jul 2026, 08:54
Tscharlie hat geschrieben: Di 14. Jul 2026, 07:36 In Siedlungsgebieten macht es ja Sinn Wasser und Abwasseranschluss zu fordern.
Das ist keine Zwangsmaßnahme sondern eine vernünftige Regelung.
Wenn jemand nachweislich sein Abwasser bereits reinigt, also über eine funktionierende, gesetzeskonforme Kläranlage verfügt, dann ist es, deiner Meinung nach, vernünftig, diese funktionierende Anlage still zu legen, um an ein anderes System angeschlossen zu werden?
Man könnte jetzt auch mal ganz hypothetisch von der anderen Seite schauen... die Gemeinde baut eine Kläranlage für viel Geld. Da Gemeinden chronisch nix über haben (woher auch? jeder schaut doch dass er möglichst wenig abführt, gell), hoffen sie darauf, durch Einnahmen aus dem sinnvollen Betrieb dieser Kläranlage, diese finanzieren zu können. Und jetzt kommt jeder zweite Anwohner mit eigener Kleinkläranlage der sich nicht anschliessen lassen will, dafür Lieschen Müller die halt nix eigenes hat und auf ein gemeindliches System angewiesen ist. Soll die das alleine finanzieren? Soll "der Staat" das alleine finanzieren?
Gelegentlich fände ich es schön wenn auch mal der Gedanke aufkommt, dass "der Staat" per se kein Eigenleben führt, sondern unser aller Interessen vertritt. Interessen wie Infrastruktur - ob Strassen, Kläranlagen, Brücken oder eine rudimentäre öffentliche Ordnung, wer hier profitiert nicht davon? Und wer genau meint dass es das zum Nulltarif gibt?

Ja, es ist absolut ärgerlich wenn sich Systeme doppeln. Ich bin auch nicht der Meinung dass ein funktionierendes Kleinklärsystem unbedingt durch einen Anschluss ans gemeindliche Netz ersetzt werden muss. Ich kann aber verstehen, woher dieser Wille kommt. Eine Solidargemeinschaft funktioniert halt nicht wenn die Hälfte keinen Bock auf den Aufwand hat aber den Profit schon mitnehmen will...
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Re: Strategien für Hitze und Trockenheit

#42

Ungelesener Beitrag von Spinnerin »

Rohana hat geschrieben: Di 14. Jul 2026, 17:13 Und jetzt kommt jeder zweite Anwohner mit eigener Kleinkläranlage der sich nicht anschliessen lassen will, dafür Lieschen Müller die halt nix eigenes hat und auf ein gemeindliches System angewiesen ist. Soll die das alleine finanzieren? Soll "der Staat" das alleine finanzieren?
Das ist natürlich unmöglich und auch nicht möglich.
Abwasser ist EU-Recht, da kann auch nicht jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kochen.
Es geht um Anlagen, die mit Wissen und der Erlaubnis des Abwasserverbandes bereits einige Jahre problemlos in Betrieb sind.
Es finden z.B. bei uns regelmäßig Dichtheitsprüfungen statt. Nun kann es sein, dass vor 10 Jahren bei einer Grube Erneuerung wegen Mängeln angeordnet wurde oder es wurde auf Wunsch des Besitzers -wegen Umgestaltung des Grundstückes- die Erlaubnis zum Bau und Betrieb einer vollbiologischen Kleinkläranlage erteilt. Jetzt fällt dem Verband nach 10 Jahren ein, dass dieses Dorf doch an die 15 km entfernte Kläranlage angeschlossen werden könnte und zwingt dich -gegen Gebühr natürlich- deine voll funktionstüchtige Anlage still zu legen. Oder der Verband baut eine neue Anlage und zwingt dich zum Anschluß. Die Verbände wissen sehr genau, wer sein Abwasser wie entsorgt -sie stellen ja die Rechnungen aus und bemängeln auch sofort, wenn nach Fälligkeit der Prüfung der Abwasserqualität der Prüfbericht nicht zeitnah vorliegt- Die wissen also sehr genau, dass Lieschen Müller und Paul Meyer eine eigene Entsorgung haben und nicht für 3658 EW sondern nur für 3652 EW gebaut werden muß. Lieschen Müller lebt allein, Paul Müller zu fünft im Haus, deshalb 6 EW weniger. :)
Ich vermute, dass das nicht täglich 1000x vorkommt und es deshalb keinen Abwasserverband in den Ruin treiben würde, wenn bestehende, funktionierende Anlagen in Betrieb bleiben könnten.
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Re: Strategien für Hitze und Trockenheit

#43

Ungelesener Beitrag von Rohana »

Spinnerin hat geschrieben: Di 14. Jul 2026, 17:49 Ich vermute, dass das nicht täglich 1000x vorkommt und es deshalb keinen Abwasserverband in den Ruin treiben würde, wenn bestehende, funktionierende Anlagen in Betrieb bleiben könnten.
Eben deshalb ist es wichtig dass da Menschen planen und umsetzen und nicht "der Staat" (und keine KI!). Damit es menschlich und sinnvoll bleibt. Leider gibt es auf manchen Posten absolute Fehlbesetzungen... ich hab aber meistens Glück mit den Aus- und Federführenden hier. Drücke allen anderen die Daumen dass es auch so ist/wird/bleibt.
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Re: Strategien für Hitze und Trockenheit

#44

Ungelesener Beitrag von Spinnerin »

Rohana hat geschrieben: Di 14. Jul 2026, 17:54 Leider gibt es auf manchen Posten absolute Fehlbesetzungen...
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Re: Strategien für Hitze und Trockenheit

#45

Ungelesener Beitrag von Kerstines »

Die GEMEINDE baut hier keine Kläranlage, jedenfalls nicht hier!
Es gab Fördermittel! Und DA springen sehr viele, die sich davon ein Geschäft versprechen, auf den Zug drauf!
Den hiesigen etwas abgelegenen Wohnteil haben sie nämlich sehr wohl NICHT angeschlossen, obwohl die gerne rangekommen wären!
"Das lohnt sich nicht!" Tja, für wen wohl!
2. Argument: Das macht der Trink- und Abwasserverband, und der ist ja soooo uneigennützig, sucht nicht nach Gewinn.
Tja, und dahinter steht eine GmbH, und DIE MUSS Gewinn machen, sonst hat sie nämlich irgendwann Ärger!
Das auf den Grundstücken geklärte Wasser verblieb früher auf diesen, konnte versickern und wieder zur Grundwasserbildung beitragen.
JETZT wird das Abwasser zur GmbH über zig Kilometer hingeleitet, dort "geklärt" und in den nächsten Fluß geleitet und fließt ... in die Nordsee.
Nächster "Schönheitsfehler": Das Regenwasser darf nicht eingeleitet werden, wer das gemacht hat, hatte ganz schnell die GmbH auf dem Hals, die haben die "Dauerläufer" unter den Pumpen (hier wird das Abwasser mit Vakuumpumpen abgesaugt) sehr schnell identifiziert.
"Es sind die Fantasten, die die Welt in Atem halten. Nicht die Erbsenzähler." Erich von Däniken
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