Re: Savorys Aussagen werden nicht von der Wissenschaft gestu
Verfasst: Mi 7. Aug 2019, 10:55
Was passiert bei "keiner Beweidung"?
Das Forum für Selbstversorgung und Permakultur
https://selbstvers.org/forum/
Manfred hat geschrieben:...Melde ist eine Pionierpflanze, die bakteriendominierte Böden der frühen Sukzessionsstufen bevorzugt.
Eine Massenvermehrung von Grashüpfern deutet auf viel offenen Boden, den sie für ihre Vermehrung benötigen, sprich eine lückige Grasnarbe.
Beides sind Anzeichen dafür, dass beim Management einiges nicht stimmt, wenn auf der Fläche eigentlich Graswuchs gewünscht wird....
ach ja, meine Wiese ist wirklich eine seit mind. einem Jahrzehnt nicht bearbeitetet Wiese und kein ungepflegter Rasen.ina maka hat geschrieben: ….Übrigens bin ich heute ganz unwissenschaftlich über einen Rasen bei uns in der Siedlung zum Spielplatz gegangen. Es hat schon länger nicht "richtig" geregnet...
Wenn du unter Renaturierung verstehst, ehemals fruchtbares Grasland durch "Prozessschutz" nach menschlicher Willkür, wie heute in den Nationalparks Afrikas und im südlichen Nordamerika üblich, in Wüsten zu verwandeln, dann werden wir nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen.Rati hat geschrieben: Und deshalb finde ich ja auch gut was Manfred da macht und auch verbreitet, nur das du dann übers Ziel hinaus schießt -lieber Manfred- und das ganze als Renaturierungsprojekt im großen Stil auf alle möglichen Flächen anwenden willst (was nichts weiter hieße als alles in Viehweiden zu verwandeln), geht mir halt zu weit.
Die "gute Fläche" ist offensichtlich nach Regen aufgenommen worden, die "schlechte" nach langer Trockenheit. Sorgfältige Dokumentation würde hier das Datum und die Koordinaten der abgebildeten Orte nennen, ebenso die vorher gefallenen Regenmengen.Manfred hat geschrieben: ... am Ende der Regenzeit.
Du WEISST also, dass diese Flächen vorher grosse Mengen Humus hatten und besser bewachsen waren und da Arten lebten, die jetzt verschwunden sind? Das muss ja so gewesen sein, denn nicht vorhandener Humus kann auch nicht abgebaut werden und nicht vorhandene Arten können nicht aussterben.Manfred hat geschrieben:Ratis "Naturschutz":
Dürre, Wüstenbildung, Erosion, Überschwemmungen, Artensterben, Freisetzung großer Mengen von CO2 durch Humusabbau
Links eine alte, degenerative Kulturlandschaft (Heide), die sich in den letzten Jahrzehnten unter Naturschutzregime drastisch gewandelt hat, weil die ehemalige Bewirtschaftung mit regelmäßigem Abbrennen und intensiver, degenerativer Beweidung aufgegeben wurde.emil17 hat geschrieben: Um dir zu zeigen wo das Problem ist, hab ich selber mal so ein Vergleichsbild zusammengestellt: Links Naturschutzgebiet, rechts Agrarland. Beide Flächen sind im gleichen Bundesland, also benachbart.
Ja. Weiß ich. Die Geschichte dieser Flächen seit der europäischen Besiedlung ist bekannt.emil17 hat geschrieben:Du WEISST also, dass diese Flächen vorher grosse Mengen Humus hatten und besser bewachsen waren und da Arten lebten, die jetzt verschwunden sind? Das muss ja so gewesen sein, denn nicht vorhandener Humus kann auch nicht abgebaut werden und nicht vorhandene Arten können nicht aussterben.