Manchmal würde es auch helfen in manchen Dingen etwas logischer vor zu gehen.

Tja, das ist das Problem an "pseudoanalytisch" (machen wir ja alle mal...). Ich bin ziemlich sicher, dass Franky sein Verhalten als absolut logisch empfindet. Und als Fachfrau möchte ich darauf hinweisen, dass so ein Faden wie dieser hier nur dazu dient, diese "innere Logik" einzuzementieren. Mein Punkt zur Verbesserung der Effektivität seiner Strategien ginge eher in die Richtung, seinen Mitmenschen deren eigene Logik nicht so vehement abzusprechen.
Diese nervende Tusse bei der letzten Stelle. Stellt euch vor, ihr habt ein Kontrollding, zieht damit aber nen recht großen Laden durch. Dann kommt einer, der behauptet, supergut zu sein, der aber darauf besteht, dass man das glaubt, ohne jemals daran zu zweifeln. Und wenn sie auf ihre unbeholfene (sprich: dominante, misstrauische Art - aber ihr gehört der Laden auch) nachfragt, warum er das macht, was er macht, bekommt sie keine freundliche Information, sondern zusammengebissene Zähne und, wahrscheinlich, was dominant misstrauisches zurück.
"Warum sieht die nicht, was ich mache" - weil sie den ganzen Laden im Blick hat und erstmal darauf reagiert, dass sie die anderen Arbeiter nun um den Neuen drumrum sortieren soll. Weil es ihrer inneren Logik entspricht. Weil sie auf Gestik, Mimik und Informationsmangel reagiert.
Ganz und gar "logisch". Und der Anfang vom nächsten Ende.
Entweder scheixxen oder runter vom Klo.
Hard-core vernünftig wäre halt, bei sich zu schauen - das hat mit Logik nix zu tun, kann immer sein, dass alle Beteiligten grad spinnen.
Das auch der andere "Trost" braucht, sprich nicht in seinem Informationsloch sitzen bleiben möchte, wäre ein guter Anfang.
Denn ein Arbeitgeber fühlt sich logischerweise ungut, wenn man ihn nicht als solchen akzeptiert, seine Grenzen nicht anerkennt.
Franky möchte an idealistische "gemeinsame Ziele" andocken, ohne darüber reden zu müssen.
Tja, und ein AG sieht sich meist in der Pflicht, diese "gemeinsamen Ziele" zu überprüfen.
Wenn das dann nicht als seine Pflicht dem Laden gegenüber, sondern als persönliche Beleidigung gesehen wird, ist der Zug eigentlich schon abgefahren.
Vollkommen logisch.
Ich muss meinen AG weder lieben noch mich für ihn verbiegen. Aber ich muss mich bemühen, seine Sprache zu sprechen, seine "Logik" zu verstehen. Auch und gerade, wenn diese Logik nicht so ganz logisch ist. Es handelt sich um das "Grundgesetz" auf seinem Gelände. Wenn ich da mein Brot ernten will, komm ich da nicht drumrum, egal, wie schlau, fleissig oder mitfühlend ich bin.
Und wenn mir einer erzählen will, er brauche das nicht, ist das in meinen Augen genau so "bekloppt", wie alles mit sich machen zu lassen.
Die andere Seite einer Münze, in deren Währung ich mir im Grenzverkehr nix kaufen kann.
Es geht um Austausch, nicht ums Recht haben. Es geht um den Anfang einer "Beziehung", die halt nur "gestaltet" werden kann, wenn man eine gemeinsame Sprache gefunden hat.
Und per Definitionem ist das nicht der Job des Arbeitgebers, ausser man ist in einer Behindertenwerkstatt, aber da auch nur theoretisch.
Ich hab inzwischen gelernt, dass ich für das "durchschnittliche Leseverständniss" hinzufügen muss, dass das nix mit meiner Meinung zu tun hat.
Ich betrachte die Situation und stelle fest, dass Anspruch und Realität nur eine sehr geringe Schnittmenge haben.
Da vermute ich das Problem, ganz ausserhalb einer "Wertung".
Wie man das für sich so umsetzt, dass man es leben kann, steht auf einem anderen Blatt.
Hier grad erkläre ich nur, dass er dreimal gutes Saatgut haben kann, für eine gute Ernte aber auch der Boden wichtig ist.
Ganz grundsätzlich. Er pflügt tief und giesst dann nicht und beschwert sich hier, dass man ihm seine Saat kaputt macht und es zuwenig Humus auf der Welt gibt.
Die Feinheiten der Möhrenzucht habe ich noch gar nicht tangiert.
Schönen Feiertag noch.