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Re: Das Geld- und Währungssystem der Zukunft?

Verfasst: Mi 27. Apr 2016, 22:51
von Benutzer 3370 gelöscht
Manfred hat geschrieben:Solange das bestehende System am Laufen ist, ist es relativ leicht, sich teilweise auszuklinken oder es sogar zum eigenen Vorteil zu nutzen.
Was du verdrängst, ......
Ich denke, dass mir das was du hier sagen willst durchaus im Bewusstsein ist. Das ich etwas verdränge scheint deine eigene Vorstellung von meinem Denken zu sein.
Lysistrata hat geschrieben:Aber es ist halt letzlich zuwenig, wenn bei Endlosdiskussionen nix rauskommt,
Was soll raus kommen, die Lösung aller Probleme ?

Ich habe für mich herausgefunden, dass wenn man mit sich ins Reine kommt alle Probleme die im außen auftauchen leichter zu bewältigen sind.
Wie Hüther, oder Spitzer weiß jetzt nicht genau wer es war es beschreibt vom Einzeller, der stetig danach trachtet sein Inneres den äußeren Umständen anzupassen. Einklang oder Ausgeglichenheit oder usw.
Was aber nicht heißt das damit das aktive Eingreifen in die Weltmaschine obsolet ist, das Eingreifen muss ebenso den äußeren und inneren Möglichkeiten angepasst geschehen sonst droht der Exitus.

Ja so einfach sehen ich die ganze Problematik.

Re: Das Geld- und Währungssystem der Zukunft?

Verfasst: Do 28. Apr 2016, 13:14
von Lehrling
Thomas/V. hat geschrieben:
RichardBurgenlandler hat geschrieben:
Lysistrata hat geschrieben:Mir ging es eigentlich darum, irgendein System in der Hinterhand zu haben, wenn die Welt vielleicht von heute auf morgen nicht mehr funktioniert wie gewohnt.
Zigaretten waren immer schon ein werthaltigs Zahlungsmittel in Krisenzeiten. :aeh: vielleicht geht auch Tiefkühlpizza :engel:
Guter Gedanke!

Frage: Was gibt Geld seinen Wert? Welchen Wert haben bunte Zettel oder Zahlen in einem Computer, das alle hinter ihnen her sind, und nicht hinter Zigaretten?
Geld ist leichter zu stapeln und unauffälliger zu transportieren.

Re: Das Geld- und Währungssystem der Zukunft?

Verfasst: Do 28. Apr 2016, 13:53
von Manfred
RichardBurgenlandler hat geschrieben:Im Grunde ist es egal wie ein neues Geldsystem aussieht, die Frage ist eher wie Mensch damit umgeht.
Den Satz hatte ich anders verstanden, Richard. War nicht böse gemeint.

Ich denke nicht das es "DAS NEUE SYSTEM" gibt oder auch jemals geben kann, vielmehr gefällt mir der Ansatz von Christian Felber (Gemeinwohlökonomie) über Konvente die regionale und komunale Geldordnung von den Betreffenden regeln zu lassen.
So ein Lokalgeld kann halt vieles nicht leisten, hat aber klare Vorteile.
Meine Vorstellung wäre ja ein mind. 3-stufiges Währungsmodell, um die nötige Ausfallsicherheit zu gewährleisten.
Eine Lokalwährung, eine überregionale Währung z.B. auf nationalstaatlicher Ebene, und eine internationale Handelswährung, die unabhängig von Nationalstaaten funktioniert. Geräte eine der Stufen ins Wanken oder fällt ganz aus, kann die betroffene Bevölkerung auf die beiden anderen zurückgreifen.

Womit ich mich noch nicht ausreichend befasst habe, ist die Bedeutung des Geldes als Wertspeicher. Diese Funktion scheinen zumindest einige der neuen Modelle nicht leisten zu können.

Re: Das Geld- und Währungssystem der Zukunft?

Verfasst: Do 28. Apr 2016, 14:12
von Benutzer 3370 gelöscht
Manfred hat geschrieben:Meine Vorstellung wäre ja ein mind. 3-stufiges Währungsmodell,
In der Gemeinwohlökonmie sieht C.F. ein mehrstufiges Modell vor, bis hin zum internationalen Handel, das funktioniert aber auch nur mit einem mehrstfigen Geldsysthem.
Manfred hat geschrieben:Womit ich mich noch nicht ausreichend befasst habe, ist die Bedeutung des Geldes als Wertspeicher
Wert ansich kann man nicht speichern, jedes Ding bekommt erst unmittelbar mit dessen Benützung, Tausch usw. einen Wert, der von den Handelnden bestimmt wird.

Dagegen bleiben zB in einem Tauschkreis, der Zeitstunden als Währung benützt die Stunden immer gleich lang also werthaltig, getauscht Arbeitzzeit gegen Arbeitszeit ( Holzhacken gegen Bügeln) werthaltig, beim Tausch von Waren gegen Arbeitszeit wird es schon komplizierter.

Geld ist sollange ein "Schein Wertspeicher" sollange es akzeptiert wird.
100.000 DM oder Schilling sind heute wertlos.

Re: Das Geld- und Währungssystem der Zukunft?

Verfasst: Do 28. Apr 2016, 14:17
von Sargon
RichardBurgenlandler hat geschrieben: Dagegen bleiben zB in einem Tauschkreis, der Zeitstunden als Währung benützt die Stunden immer gleich lang also werthaltig, getauscht Arbeitzzeit gegen Arbeitszeit ( Holzhacken gegen Bügeln) werthaltig, beim Tausch von Waren gegen Arbeitszeit wird es schon komplizierter.
Wird es nicht auch schon kompliziert, wenn man die Stunde Arbeitszeit eines Zahnarztes 1:1 mit der eines Friseurs verrechnen wollte?

Gruß,
Sargon

Re: Das Geld- und Währungssystem der Zukunft?

Verfasst: Do 28. Apr 2016, 15:07
von Benutzer 3370 gelöscht
Sargon hat geschrieben:Wird es nicht auch schon kompliziert, wenn man die Stunde Arbeitszeit eines Zahnarztes 1:1 mit der eines Friseurs verrechnen wollte?
Warum ?
Dauert eine Stunde (Lebenszeit) eines Zahnarztes länger oder kürzer als die Stunde (Lebenszeit) eines Friseurs. ?
Und geanau an dem Punkt muss umgedacht werden.

Wer bewertet was mehr Wert sein soll ?
Putzfrau, Krankenpfleger, Altershilfe, oder Schönheitschirurg, Banker, Anwalt

Die Lebenszeitstunde aller genannten dauer immer eine Stunde.

Re: Das Geld- und Währungssystem der Zukunft?

Verfasst: Do 28. Apr 2016, 15:41
von Jul
Aber zum Beispiel körperlich richtig schwere Arbeiten kann man einfach nicht so lange machen wie leichtere.
Und wenn einer (als einziger) qualifiziert ist in einem Spezialgebiet, könnte er natürlich mehr 'Rückstunden' verlangen als Leute die etwas können was viele können...
Solche Probleme kommen also nicht nur beim Geld auf, sondern auch bei solchen Systemen ohne Geld :aeh:
Das ist jedenfalls meine Vermutung :hmm:

Re: Das Geld- und Währungssystem der Zukunft?

Verfasst: Do 28. Apr 2016, 16:00
von Buchkammer
Die Pläne für ein Geldsystem nach dem Crash liegen bestimmt schon in den Schubladen bereit. Nur die wenigsten dürften sie kennen. Wer so eine Blase aufbaut, sichert sich doch irgendwie ab. Nicht mal Staatsoberhäupter werden eingeweiht - so meine Vermutung. Warum auch; die machen ja nur, was die Finanz-Jongleure ihnen vorgeben.
Na ich hab dieses Jahr zur Absicherung mal ein wenig mehr angebaut als die letzten Jahre. :aeug:

Re: Das Geld- und Währungssystem der Zukunft?

Verfasst: Do 28. Apr 2016, 16:21
von Benutzer 3370 gelöscht
Jul hat geschrieben:Aber zum Beispiel körperlich richtig schwere Arbeiten kann man einfach nicht so lange machen wie leichtere.
Darum sind ja Krankenpfleger, Bauarbeiter, Eisenbieger heute die Spizenverdiener und die Banker, Anwälte, Notare, müssen sich mit Almosen begnügen :eek: und da gehört dringen etwas geändert, wie kommt auch ein Krankenpfleger dazu, dass er 800 € brutto im Monat verdient und ein Anwalt dagen nur 800 € in der Stunde, was denkst du, dass der arme Anwalt da an Steuerabgaben hat. :ohoh:

Re: Das Geld- und Währungssystem der Zukunft?

Verfasst: Do 28. Apr 2016, 16:47
von Thomas/V.
Womit ich mich noch nicht ausreichend befasst habe, ist die Bedeutung des Geldes als Wertspeicher. Diese Funktion scheinen zumindest einige der neuen Modelle nicht leisten zu können.
Wo gibt es denn einen natürlichen gespeicherten Wert, der nicht mit dem Beginn der Einlagerung sogleich wieder an Wert verliert?
Der Gedanke, das 100kg Kartoffeln auch in einem halben Jahr noch genau 100kg Kartoffeln sind, kommt nur dem in den Sinn, der sich von natürlichen Werden und Vergehen abgewendet hat.
Geld ist sollange ein "Schein Wertspeicher" sollange es akzeptiert wird.
So lange der Staat diesen als Wertspeicher, Zahlungsmittel, Tauschmittel ect. mit seinen Steuereinnahmen besichert.
Wenn der Staat festlegt: Ab heute gelten Zigaretten als Geld, dann kannste Dir Deine bunten Scheine in die Haare schmieren... :lol: