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Re: Welches Hühnerfutter?

Verfasst: Mi 2. Sep 2015, 12:16
von centauri
Kein Grünzeuchs! Bei 5000 m2 :haha:
Also wen zu faul sollte das heissen. :)

Re: Welches Hühnerfutter?

Verfasst: Mi 2. Sep 2015, 12:18
von Zacharias
Gemisch aus einigen Getreidearten reicht eben nicht. Und im Landhandel kriege ich eben nur das oder konventionelles Legemehl. Da mache ich doch lieber viel "Russ" um die Sache. Ich will nicht einfach Eier, sondern welche, die mir schmecken. Das erreiche ich nicht, wenn ich beim Geflügelfutterhändler um die Ecke kaufe.
Meine Prio 1 ist gentechnikfrei, Prio 2 möglichst regional, da verzichte ich ggf. auch auf bio. Mit Reudink bin ich relativ regional, die Niederlande sind ja nicht weit und wenn ich Küken- oder Mastfutter brauche mische ich mir das selbst zusammen mit den genannten Prioritäten. Selber anbauen kann eben platztechnisch nicht jeder.

Re: Welches Hühnerfutter?

Verfasst: Mi 2. Sep 2015, 12:21
von Gelöschter Benutzer 54
Rhodeländer-Zucht hat geschrieben:
kraut_ruebe hat geschrieben:soja muss man nicht unbedingt aus übersee kommen lassen. ein recht grosser anteil der österreichischen sojaernte (gentechnikfrei, genmanipulation ist bei uns verboten) fliesst in futtermittel und export. das kann man dann sicher auch irgendwo kaufen und so viel weiter weg als von einem ende von D zum andren ist es dann auch nicht.
Hallo kraut_ruebe,
Innerhalb der EU deckt die Selbstversorgung mit Eiweißfuttermitteln allerdings nur etwa 35 Prozent des Bedarfs. Ca. 35 Mio. t Sojaschrot werden in der EU jährlich verbraucht. Fehlende Futtermittel kommen vor allem als Soja aus Argentinien, USA und Brasilien. Nur aus letzterem Land kommen dabei nennenswerte Mengen an GVO-freies Soja.

Aber gern nehme ich Hinweise zu Anbietern in meiner Region entgegen! :)
in der EU wird n haufen schrottzeugs verbraucht, inkl. hühnerfleisch(produkten), deren ursprung sonstwo liegt. ich seh da jetzt keinen zuammenhang damit, dass man sich auch - selber - soja suchen kann, das nicht aus übersee kommt.

Re: Welches Hühnerfutter?

Verfasst: Mi 2. Sep 2015, 13:32
von Rhodeländer-Zucht
centauri hat geschrieben:Kein Grünzeuchs! Bei 5000 m2 :haha:
Also wen zu faul sollte das heissen. :)
Häh?? Den habe ich nicht verstanden!

Re: Welches Hühnerfutter?

Verfasst: Mi 2. Sep 2015, 13:38
von centauri
Ich verstehe es ja selber manchmal nicht! :haha:
Ich müsste manchmal nur etwas abmähen. Aber entweder ist es Draußen nass, oder dunkel, oder zu früh, oder zu trocken oft auch zu spät usw.
Oder eben nur zu bequem oder zu faul!

Re: Welches Hühnerfutter?

Verfasst: Do 3. Sep 2015, 10:04
von Reisende
Zacharias hat geschrieben:Gemisch aus einigen Getreidearten reicht eben nicht. Und im Landhandel kriege ich eben nur das oder konventionelles Legemehl.
:hmm:
in unserem landhandel gabs gar kein legemehl.
ich konnte wählen zwischen 3 "müslimischungen", die unterschieden sich tlw. von der feinheit der zerkleinerung und tlw. vom inhalt. ich hab mich für ein mittelfeines ohne soja entschieden. da ist zwar mais drin, was mir auch nicht so gut in den kram passt, aber es war die beste alternative. ohne mais und ohne soja gab es nicht. 25 kg für 12,-. wenn ich mich recht entsinne ist dort weizen, mais, sonnenblumenkerne, hirse (?), buchweizen und noch irgendwas drin. den buchweizen lassen sie immer liegen.
dazu gibts muschelkalk, und sie bekommen jeden abend von mir ein schälchen feuchtfutter mit einem mix aus haferflocken, sonnenblumenkernen und weizenkleie mal mit wasser, mal mit molke angerührt. manchmal auch mit kartoffel, wenn beim essen was übrig blieb. und oft eine handvoll quetschgerste zum einschmeicheln.
sie haben tagsüber freigang im garten, ca 800 qm mit wiese, beeten, komposthaufen. sie sind den ganzen tag fleißig am picken und scharren.
bisher haben sie sich ganz prima entwickelt. schön gewachsen, glänzendes gefieder. da es eine alte zweinutzungs-landrasse mit mäßiger legeleistung ist, bin ich der meinung, das futter müsste so ok sein. bald sollten sie anfangen zu legen, dann werd ich ja sehen wie die eier beschaffen sind.

Re: Welches Hühnerfutter?

Verfasst: Do 3. Sep 2015, 12:12
von Zacharias
Auch für weniger gut legende Zwei-Nutzungsrassen fehlen da Eiweiß und Aminosäuren. Die kriegt man mit Auslauf auch nicht rein. Deine Feuchtfuttermischung könntest du mit Kartoffeleiweiß ergänzen, dann passt es halbwegs. Die Menge kannst du dir über Hühnerbastis Futterrechner ermitteln, den gibt es im Hüfo zum Runterladen.

Re: Welches Hühnerfutter?

Verfasst: Mi 11. Nov 2015, 18:50
von Oli
Rhodeländer-Zucht hat geschrieben:
Oli hat geschrieben:Wir bekommen unsere Hühner ja erst die Tage, aber wir haben schon vor einigen Wochen Kontakt mit dem einzigen Bio-Bauern im Umkreis aufgenommen, der auch Hühner (im großen Stil) anbaut. :mrgreen:
Der ist prinzipiell bereit, uns von seinem Futter was abzufüllen, das müsste doch immer noch deutlich günstiger sein als Sackware* als Sammelbestellung oder? Ich habe leider den Preis nicht parat, der bei uns aufgerufen wird, aber das wird eh überall anders sein.
Hallo Oli,
was für Futter bietet dein Bio-Bauer denn an? Dein Preis wäre allerdings auch noch interessant!
So, wir haben jetzt erstmals das Futter vom Bio-Bauern geholt. Weizen aus eigenem Anbau kostet 50 Cent das Kilo und zugekauftes Legemehl 80 Cent.
Das ganze ist Bioland-Qualität.
Vorher hatten wir aus Verlegenheit einmal normale, konventionelle Ware aus dem Landhandel und siehe da: sowohl die Hühner, als auch die Wachteln stürzen sich auf das Bio-Futter, während das konventionelle Legekorn nur wirklich ungern genommen wurde. Der Geruch und das Aussehen von dem Bio-Zeugs ist für mich auch wesentlich sympathischer. Mischungsverhältnis wäre wahrscheinlich auch so 80/20 aber der Bio-Bauer ist da auch ehrlich und sagt, dass man das eben nicht richtig beeinflussen kann. Legemehl steht logischerweise zur freien Verfügung und Weizen wird zum Picken und Scharren breitwürfig verteilt. So halten wir es jetzt auch.
Ergebnisse, was Legeleistung und Gesundheit angeht, haben wir noch nicht, aber mangels Bio-Alternative wird es auch nichts anderes geben.

Ach ja, interessehalber haben wir die Weizenpreise für grössere Mengen beim Landhandel angefragt, konventionelle Ware kostet da 36€ pro 100 Kilo plus Steuern.
Der Unterschied macht den Kohl gewiss nicht fett und wer will schon ernsthaft Gen-Soja & Co. über die Nahrungskette verspeisen?

Re: Welches Hühnerfutter?

Verfasst: Mi 16. Dez 2015, 09:07
von Veronika
Thomas/V. hat geschrieben: Davon abgesehen ist LM meistens zu fein gemahlen und es wird viel verschleudert, liegen gelassen und auch mal beim Fressen eingeatmet.
Ich bin jetzt bei GVO-freien Lege-Pellets http://www.baywa.de/shop/produkte/futte ... -25-821302 , die 2:1 mit Weizenkörnern gemischt werden müssen.
Die Hühner fressen die Pellets gern, weil sie die gleiche Größe haben wie Körner, es wird auch verschüttetes Futter aufgepickt, sie niesen nicht mehr beim Fressen.
Meine Hühner verschleudern leider auch viel von dem angebotenen Legemehl.
Das mit den Pellets hört sich gut an! Würd ich gern testen, wenn es das in Bio-Qualität gibt.
Kennt ihr eine Bezugsquelle für Pellets in Bio-Qualität?

Und noch eine Frage zur Zufütterung: Welche Mengen an Walnüssen darf wohl ein Huhn täglich verspeisen, ohne Schaden zu nehmen?
Meine Hühner sind ganz wild drauf; wenn es nach denen ginge bräuchte es vermutlich gar nix anderes...

Re: Welches Hühnerfutter?

Verfasst: Mi 16. Dez 2015, 09:22
von Thomas/V.
Bio-Legepellets habe ich damals, als ich intensiv gesucht habe, nicht gefunden.
Jetzt hab ich mal kurz gesucht und die hier gefunden: http://wp.meika-biofutter.de/?page_id=479
Ist allerdings fast doppelt so teuer wie meine gentechnikfreien konventionellen Pellets. 50 c für ein Bio-Ei würde aber kein Kunde bei mir bezahlen wollen, also bleibe ich bei meinem Futter. Wenigstens sind meine Körner, die ich dazu gebe, vom Biobauern, und die auch noch geschenkt, also kann ich damit leben.