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Re: Tragfähigkeit Decken - kann man das ausrechnen/"sehen"?

Verfasst: Mi 13. Nov 2013, 14:42
von karl-erwins-frau
Hi,

das Kabel hat glücklicherweise keine Funktion. War mal ein Telephonkabel.
Aber ich denke ich kann die Ofenposition auch ausgehend vom Kamin messen. Mal sehen. Falls ich die Dielen ausschneide kann ich natürlich auch ein Loch bohren.
Die Dicke der Decke (des Betons) kann ich sogar anhand der Löcher der alten Heizungsleitungen noch messen. Mach ich morgen.

Ich kläre gerade ob ich von einem Bekannten eine Granitplatte bekommen kann. Bzw. bekommen kann ich bestimmt eine, ist eben eine Frage des Preises.
Die könnte ja theoretisch auch 1,20 (zur Überspannung der "Betonfüllung" zwischen Stahlträger und Wand) auf 0,60 sein. Nach vorne kann ich über den Winter dann immer noch eine Metallplatte als Funkenschutz andocken und im Sommer wegnehmen. Eine Stolperkante weniger. Außerdem ist die Granitplatte dann leichter :)

Ja, ich denke ich werden die beiden Sprieße auch verwenden wenn ich sie habe. Sicher ist sicher.

Re: Tragfähigkeit Decken - kann man das ausrechnen/"sehen"?

Verfasst: Mi 13. Nov 2013, 14:56
von Olaf
Die könnte ja theoretisch auch 1,20 (zur Überspannung der "Betonfüllung" zwischen Stahlträger und Wand) auf 0,60 sein.
Die Steinmetze transportieren das Zeug immer hochkant.
Warum eigentlich?
;)

Re: Tragfähigkeit Decken - kann man das ausrechnen/"sehen"?

Verfasst: Mi 13. Nov 2013, 15:30
von karl-erwins-frau
Nja, wegen der Erschütterungen und aus Platzersparnis. Meinst die hält das nicht aus? Jetzt mach mir mal keine Angst.

Es gibt doch diese Granitfunkenschutzplatten (sogar mit Mustern) auch schon in "fertig" zu bestellen. Das wird die dann schon aushalten :-/

Auf den Bildern (von anderen Leuten) steht mein Ofenmodell fast überall auf Parkett/Laminat (einmal sogar auf Teppich) und auf einer Glasplatte. Und Laminat/Parkett gibt ja auch biss nach denke ich.
Da werden meine guten alten Dielen mit einer Granitplatte das doch auch aushalten.

Re: Tragfähigkeit Decken - kann man das ausrechnen/"sehen"?

Verfasst: Mi 13. Nov 2013, 16:19
von emil17
Dünne Steinplatten sind nicht ausreichend biegesteif und bruchfest, um eine Lastverteilungsfunktion bei solchen Lasten übernehmen zu können. Das geht deshalb so gut wie der Untergrund biegesteif ist. Sinn der Sache ist nur Schönheit und feuerferste Unterlage vor dem Ofen. Ein schlichtes Blech täte es auch.

Re: Tragfähigkeit Decken - kann man das ausrechnen/"sehen"?

Verfasst: Do 14. Nov 2013, 18:14
von karl-erwins-frau
Der Mann ist Steinmetz mit 25 Jahren Berufserfahrung. Und kennt die Anforderungen und Gegebenheiten.

Ich gehe jetzt stark davon aus, dass er das Richtige aussucht und wenn nicht, weiß ich wo er wohnt ;-)

Re: Tragfähigkeit Decken - kann man das ausrechnen/"sehen"?

Verfasst: Do 14. Nov 2013, 21:16
von Olaf
dass er das Richtige aussucht und wenn nicht,
....Dir das (so) ausredet. (Mir liegt die Dielung irgendwie im Magen...)
Ich hab keine Ahnung von Granit, bin gespannt, was er sagt.
Würde mich freuen, wenn Du weiter berichtest davon....
LG und :daumen:
Olaf

Re: Tragfähigkeit Decken - kann man das ausrechnen/"sehen"?

Verfasst: Fr 15. Nov 2013, 12:50
von karl-erwins-frau
Klar, berichte ich. Mach ich doch immer :-)

Re: Tragfähigkeit Decken - kann man das ausrechnen/"sehen"?

Verfasst: Mo 18. Nov 2013, 12:14
von karl-erwins-frau
Hier die Zusammenfassung mit nochmal Bildern der Keller-Decke ... Morgen hole ich die Sprieße ab. Die bekomme ich von einem Rentner, der seine ganzen Hausbauutensilien verkauft. Mal sehen was ich dort noch finde :)

http://karl-erwin.blogspot.co.uk/2013/1 ... -ofen.html

Re: Tragfähigkeit Decken - kann man das ausrechnen/"sehen"?

Verfasst: Fr 22. Nov 2013, 07:36
von karl-erwins-frau
Soo,

die Granit-Ofenplatte steht im Flur und heute stell ich die Sprieße und morgen kommt der Ofen. Perfektes timing.
Der Steinmetz meinte auf die Frage, ob die Granitplatte mit den nicht ganz ebenen Dielen klarkommt: ausprobieren. Kann schief gehen, vor allem wenn der Ofen steht und dann, zB durch Drauftreten auf die Platte eine Spannung entsteht. Ich habe noch Platten von der Trittschalldämmung des Parkett. Die sind 5mm stark, gleichen Unebenheiten bis 3mm aus und haben 5to/m² Druckstabilität. Die würde ich zwischen Dielen und Granitplatte legen.

Oder... dich die Dielen ausschneiden und dann?? Wie bekäme ich (innerhalb 24 Stunden idealerweise) die Betondecke so eben, dass die Granitplatte plan aufliegt.
Ist Fließestrich das richtige hierfür? da gibt es doch kleine Säcke im Baumarkt meine ich.

Das ist jetzt natürlich bissl offtopic, sry!
Eingezeichnet=Granitplatte, Karton=Ofen-Grundriß
Eingezeichnet=Granitplatte, Karton=Ofen-Grundriß
DSC_0771 (Custom).JPG (75.9 KiB) 1428 mal betrachtet

Re: Tragfähigkeit Decken - kann man das ausrechnen/"sehen"?

Verfasst: Fr 22. Nov 2013, 08:25
von emil17
Dielen ausschneiden wäre wohl gut, ist aber mühsam - du wirst wohl das eine und andere Stichsägenblatt ruinieren.
Unter die Stichsäge ein Holz unterlegen, so dass das Blatt gerade nicht auf dem Unterbeton aufstösst.
Unter die Platten, die dann gleich hoch wie die Dielung liegen sollte, kommt ganz einfach Zementmörtel. Den sollst du recht trocken anmachen (so wie Sand für Sandburgen sein soll). Dann lässt er sich einige Millimeter verdichten - genau das was man will, um die Platte genau auf Hühe zu bekommen. Den Unterbeton reinigen, Mörtel drauf, Granitplatte drauf, mit Gummihammer oder Kantholz und Fäustel auf Niveau runterklopfen, Mörtelflecke sofort entfernen, einen Tag, besser länger, ruhen lassen, bevor der Ofen drauf kommt.

Fliessestrich ist dafür ganz ungeeignet und auch zu teuer.

Wichtig ist, dass man die richtige Mörtelmenge nimmt, weil man die Platte nur schwer wieder aus dem Loch kriegt, um Mörtel wegzunehmen oder zuzugeben.
Um die Platte zu legen, sollte man zu zweit sein. Man kann sie mit zwei Zurrgurten halten, ablegen und dann die Gurten rausziehen, nachdem die Nivellierung stimmt - sonst kriegt man sie nicht mehr raus.
Als Alleintäter mache ich sowas mit zwei Gerüstböcken, einem Kantholz drüber und einem Kettenflaschenzug, an dem die Platte mit zwei Zurrgurten hängt.
Zuerst hänge ich die Platte genau waagrecht und über dem Loch an. Dann kann ich mühelos und millimetergenau ablassen und auch wieder anheben, wenn zuviel oder zuwenig Mörtel darunter ist. So kann man allein auch sehr schwere Platten präzis und ohne Murksen verlegen.

Wenn der Mörtel zu nass ist, läuft er unter die Dielung, es gibt eine Schweinerei und man kann die Platte nicht gut nivellieren, eventuell säuft sie sogar ab.

Wenn du den Mörtel von Hand mischst, mach etwas zuwenig und zu nass an und gib dann trockenen Zuschlag zu bis es trocken genug ist. Lieber zu trocken als zu nass!
Komm bitte nicht in Versuchung, das mit Schnellzement zu machen, weil der Ofenbauer schon da ist: Schnellzement ist Stress pur, weil das Zeug unerbittlich hart wird bevor man Zeit hat es richtig zu mischen und einzubringen.
Wenns eilt, dann nimm eine Mischung aus Sand und Maschinengips mit Abbindeverzögerer, das trägt für den Zweck auch genug. Dazu macht man im Abstand von etwa 20 cm Mörtelbatzen, die zu hoch sind, legt die Platte drauf und klopft runter bis die Höhe passt. Die verbleibenden Hohlräume unter der Granitplatte sind kein Problem. Gewöhnlicher Baugips ist zwar billiger, bindet aber zu schnell ab.