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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 16. Jul 2022, 22:06
von Gelöschter Benutzer 54
Oelkanne hat geschrieben: Sa 16. Jul 2022, 14:49
Ich brauche mich hier nicht beleidigen zu lassen oder mir Habgier und Dummheit unterstellen zu lassen, weshalb dieser Post mein letzter in diesem Forum sein wird.
Das würde ich sehr schade finden, und ich bitte Dich und Rohana darum, weiterhin am Forum teilzunehmen.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 17. Jul 2022, 10:23
von Benutzer 6456 gelöscht
Mir ist das persönlich egal, ob du hier weiter mitschreibst, weil deine Beiträge immer den gleichen Inhalt haben a la " ich habe Ahnung, weil ich habe das gelernt"
Na, offensichtlich sehr einseitig orientiert! Oder leugnest du etwa immer noch, dass der Artenrückgang hier in D nicht auf die sehr chemisch orientierte Landwirtschaft zurückgeht? Hier nochmal als Beitrag von "Experten", vielleicht glaubst denen ja mehr
https://www.arte.tv/de/videos/095070-00 ... iftexport/
Ich habe nie gesagt, dass du zu Methoden von vor hundert Jahren zurückgehen sollst. Das interpretierst du mal einfach so!
Was glaubst du eigentlich, was in anderen Berufen so los ist...niemand kann so weitermachen wie bisher. Warum also sollte die Landwirtschaft davon ausgenommen sein? Aus welchem Grund, wenn sie sogar ursächlich für die meisten umweltschäden verantwortlich ist?
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 17. Jul 2022, 12:33
von Tscharlie
Ob die Landwirtschaft in ihrer breiten Ausprägung, am meisten "Schuld" an der Weltbelastung trägt?
Das wage ich zu bezweifeln. Die Landwirtschaft ist nur so sichtbar, aber was in der Industrie die letzten 70 Jahre veranstaltet worden ist, davon weiß man wenig. Seit die Ruhr keine Kloake mehr ist, meint man alles wäre in Butter.
Die Fungizide die durch Farben im Außenbereich verwendet werden (ein Fungizid das in der Landwirtschaft schon lange verboten), gefährden das Grundwasser, will nur keiner wissen.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 17. Jul 2022, 14:59
von emil17
Ich wünsche auch, dass niemand aus der Diskussion aussteigt, weil andere anderer Meinung sind.
Mit Gleichgesinnten zu diskutieren ist bequem.
Die Standpunkte von Rohana und Oelkanne vernehmen zu können sind mir wichtrig, nicht weil ich sie vorbehaltlos teile sondern weil es eine Sicht auf die Dinge ist, die ebenso ihre Berechtigung hat wie die meinige und die der anderen.
Ich will nicht, dass man die Welt zu Grunde gehen lässt wegen kurzfristiger Renditeoptimierung. Aber ohne dass was rumkommt, geht es eben auch nicht. Also lasst uns den Spagat zwischen beiden Anforderungen finden. Die Hackklotzmethode funktioniert dazu nicht.
Danke, e17
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 17. Jul 2022, 18:23
von sybille
Ob die Landwirtschaft in ihrer breiten Ausprägung, am meisten "Schuld" an der Weltbelastung trägt?
Das wage ich zu bezweifeln. Die Landwirtschaft ist nur so sichtbar, aber was in der Industrie die letzten 70 Jahre veranstaltet worden ist, davon weiß man wenig. Seit die Ruhr keine Kloake mehr ist, meint man alles wäre in Butter.
Das werden wir auch nie alles erfahren weil die Industrie mit ihren vielen Arbeitsplätzen zu mächtig ist.
Einges wissen wir sogar und unsere Politiker wissen es auch. Aber es passiert weit weg und die Industrie ist mächtig. Also betrifft es uns nicht?
https://www.youtube.com/watch?v=cmeFsYSHuXE
https://wfd.de/thema/lithiumabbau
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 17. Jul 2022, 19:20
von Tscharlie
Mitte der 1980er Jahre habe ich für kurze Zeit, Luftqualitätsmeßgeräte verkauft.
Zu dieser Zeit fing man an die Industrie zu bitten doch mal selbst zu messen und freiwillig Verbesserungen vorzunehmen.
Ich wurde also mit dem gar nicht so teuren Gerät beim Zementwerk Rohrdorf (Landkreis Rosenheim, Oberbayern) vorstellig.
Ich wurde tatsächlich zum damaligen Boss vorgelassen, er hat sich das angehört und meinte dann:
Sowas brauchen wir nicht, wenn wir da was ändern müßten, dann sperren wir hier zu und es gehen halt alle Arbeitsplätze verloren und wir gehen dahin wo wir so wi bisher weitermachen können.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mo 18. Jul 2022, 09:11
von penelope
"Bis zu 811 Millionen Menschen hungern auf diesem Planeten, während 1,9 Milliarden an Übergewicht und krank machender Fettleibigkeit leiden. 2,7 Milliarden Tonnen Getreide wurden 2019 weltweit geerntet, mehr denn je zuvor. Doch nur 43% des Getreides dient als Lebensmittel. Der Rest wird zu Tierfutter, Sprit und Industrierohstoffen verarbeitet. Unser Ernährungssystem ist eine der wichtigsten Ursachen für den Klimawandel, das Artensterben, für Umweltverschmutzung, Wasserknappheit, vermeidbare Krankheiten, Kinderarbeit, Armut und Ungerechtigkeit."
Quelle:
https://www.weltagrarbericht.de/
Es lohnt sich, sich intensiver mit dem Weltagrarbericht zu befassen.
Dieses Verhältnis von Hunger zu Übergewicht war mir nicht bewusst. Dass verhältnismäßig wenig Getreide von Menschen gegessen wird, war mir klar, aber dass es weniger als die Hälfte ist, hätte ich auch nicht gedacht.
In Kenntnis dieser Zahlen kann man das Argument, dass es eine immer intensivere Form der Landwirtschaft braucht, um die Weltbevölkerung ernähren zu können, wirklich nicht mehr ernsthaft bringen.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mo 18. Jul 2022, 12:56
von strega
ich steh auf Emmer und maximal modern Dinkel, bio logo oder gern unzertifiziert von Leuten, die Nutzkräuter im Acker nicht nur dulden sondern auch gern haben
und wo nix an Fahrspuren im Getreide zu finden ist
es gibt auch sogenannte Irre in der modernen Welt, die mit Pferden pflügen
das ist super für den Boden, da wird fast nix verdichtet
in Sachen Getreide modern, also halt das was beim normalen Bäcker verarbeitet wird, verzicht ich gern
da kommen dann auch noch zusätzlich zahlreiche Zusatzstoffe ins Brot, die ein halbwegs normaler Mensch nicht auf dem Teller wollen würde,
danke nööö
und die Teiglinge der grossen Ketten werden eh aus China eingeflogen,
Moahlzeit servus
.....
wer sich traut befasse sich mit Themen wie "Weizenwampe" und so, da gibts manche Bücher dazu
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mo 18. Jul 2022, 15:00
von Rohana
strega hat geschrieben: Mo 18. Jul 2022, 12:56
ich steh auf Emmer und maximal modern Dinkel, bio logo oder gern unzertifiziert von Leuten, die Nutzkräuter im Acker nicht nur dulden sondern auch gern haben
und wo nix an Fahrspuren im Getreide zu finden ist
Nächstes Wochenende ist bei meinem Lieblings-Freilandmuseum Dreschfest, da gibt's das dann live und handgepflückt quasi, wär das nix für dich?
Ansonsten... kann man alles machen, wenn man genug Platz hat. Sagt auch niemand dass man das nicht *machen* könnte. Wo ich grade an Dinkel denke, bei uns in der Nähe war dieses Jahr ein ganz faszinierend anzusehendes Gerstenfeld mit Durchwuchs-Dinkel UND Flughafer, also quasi ein fast all-in-one-Getreide, nur weiss ich nicht wie die das mit dem dreschen geschafft haben als die Gerste zusammengebrochen und der Dinkel noch grün war

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mo 18. Jul 2022, 18:51
von Tscharlie
Ist doch egal, einfach abschneiden und ab in die Biogasanlage, fertisch.