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Re: Bienensterben
Verfasst: Fr 12. Okt 2018, 10:22
von Benutzer 72 gelöscht
viktualia hat geschrieben:Hat ausser mir keiner mitbekommen, dass es Wildmohns link auf Seite 35 war,
der Rohana dazu brachte, auf EURE Fragen nach dem Soja einzugehen?
Und könnte es nicht sein, dass ihre Formulierungen,
Ich denke, dass es trotzdem einfach falsch ist, zu behaupten, Soja bräuche außer einmal Herbizid keinen Pestizideinsatz mehr (abgesehen davon, dass "einmal Herbizid" auch etwas ist....).
Oelkanne hat geschrieben:Soja lässt sich mit weniger Chemie anbauen als die heimischen alternativen Ackerbohne oder Erbse. [....]
denn die Schadpilze und -insekten des Soja kommen bei uns (fast) nicht vor.
Denn das wird nicht lange so bleiben - wenn dann muss man bei uns heimische mit bei uns heimischen vergleichen oder Soja in den Ländern anschaun, wo es schon "ewig" angebaut wird. Erst dann kann man vergleichen.
Was wichtig ist/wäre, ist doch wohl die Mischkultur, Fruchtfolgen und so?
will keine "vergifteteten Blüten" stehen lassen und auch daran erinnern, dass die Bienen nicht nur unvergiftete Blüten brauchen, sondern auch verschiedene und vor allem kontinuierlich.....
@Rohana: wie soll ich es besser machen, wenn mir der Zahnarzt den falschen Zahn gezogen hat?
dann werde ich auch zum Patientenanwalt gehen und mich schön bedanken, wenn der mir sagt "hätten Sie sich halt selber den Zahn gezogen"
mal ganz abgesehen davon, dass es "die Bienen" nicht besser machen können, weil sie von den Umweltbedingungen sehr abhängig ist.
Und diese schaffen
wir alle
Re: Bienensterben
Verfasst: Fr 12. Okt 2018, 15:10
von Benutzer 4754 gelöscht
Ich denke, dass es trotzdem einfach falsch ist, zu behaupten, Soja bräuche außer einmal Herbizid keinen Pestizideinsatz mehr (abgesehen davon, dass "einmal Herbizid" auch etwas ist....).
Was ist daran falsch???
Wenn du jetzt Soja anbaust braucht das Zeug nur eine Herbizidbehandlung und das wars!
Säen -> Herbizid -> Mähdrescher
ähnlich pflegeleicht ist nur der Mais.
Denn das wird nicht lange so bleiben - wenn dann muss man bei uns heimische mit bei uns heimischen vergleichen oder Soja in den Ländern anschaun, wo es schon "ewig" angebaut wird. Erst dann kann man vergleichen.
Das ist doch Quark!
Wir können noch nicht Mal das Wetter für 3 Tage sicher Vorhersagen und jetzt möchtest du mir den Schädlingsbefall in 15 Jahren prognostizieren?
Was wichtig ist/wäre, ist doch wohl die Mischkultur, Fruchtfolgen und so?
Mischkultur ist politisch nicht gewollt und gleichzeitig schwer umzusetzen (Eine Mischung aus Mais und Stangenbohnen gibt es vereinzelt für Milchkühe).
Eine Fruchtfolge ist der Kern einer jeden Ackerbaustrategie, sie ist sogar gesetzlich vorgeschrieben.
Re: Bienensterben
Verfasst: Fr 12. Okt 2018, 16:01
von Benutzer 72 gelöscht
Eigentlich hätt ich die letzten postings gerne verschoben - unter "Hoffnungsträger Kulturpflanzen aus fernen Ländern" oder "Soya" oder so - ?
oder stört es dich nicht so sehr, Wildmohn?
hat ja nichts mehr mit Bienensterben zu tun...
Ich möchte trotzdem gerne antworten
Oelkanne hat geschrieben:Wenn du jetzt Soja anbaust braucht das Zeug nur eine Herbizidbehandlung und das wars!
Säen -> Herbizid -> Mähdrescher
ähnlich pflegeleicht ist nur der Mais.
na ja - der Mais hat da schon noch einiges zu bieten...
Maiszünsler zum Beispiel.
Bei Soya weiß ich es nicht, habe deshalb gegoogelt und diese
pdf gefunden.
Also zumindest mal Blattläuse und Viren gibt es bereits, müssen nur noch importiert werden!
Mais ist halt auch schon ein paar Jährchen bei uns "heimisch", ich nehme an, deshalb hat er mehr Schädlinge.
Denn das wird nicht lange so bleiben - [ok, ok - da hätte ich auch "höchstwahrscheinlich" oder "meiner Erfahrung nach" sagen können] - wenn dann muss man bei uns heimische mit bei uns heimischen vergleichen oder Soja in den Ländern anschaun, wo es schon "ewig" angebaut wird. Erst dann kann man vergleichen.
[Ergänzung und Hervorhebung von mir nachträglich eingefügt]
Oelkanne hat geschrieben:Das ist doch Quark!
Wir können noch nicht Mal das Wetter für 3 Tage sicher Vorhersagen und jetzt möchtest du mir den Schädlingsbefall in 15 Jahren prognostizieren?
hach, nein - ich wollte keine Prognosen stellen.
Ich wollte nur sagen, dass man so nicht vergleichen kann.
Re: Bienensterben
Verfasst: Fr 12. Okt 2018, 16:47
von strega
ja, vielleicht könnt irgendwer den Faden trennen in Sachen Soja-Thematik.
in Sachen Pestizide und sonstiges....
mag sein, dass bei anfänglichem Soja-Anbau in DE und Co nicht der ganze Cocktail erforderlich ist...
aber mit der Zeit könnt sich das wahrscheinlich angleichen an argentinische Verhältnisse:
https://www.daserste.de/information/pol ... a-100.html
und das noch etwas mehr brisant ausm Leben, aber könnt sein dass das dann als VT abgetan wird....
https://sz-magazin.sueddeutsche.de/poli ... wind-80799
komisch, ich hatte acht Pflanzen Soja im Garten unter den Stangenbohnen dieses Jahr, so als Versuch halt, die brauchten nix an Chemie

Re: Bienensterben
Verfasst: Fr 12. Okt 2018, 16:56
von Benutzer 4754 gelöscht
komisch, ich hatte acht Pflanzen Soja im Garten unter den Stangenbohnen dieses Jahr, so als Versuch halt, die brauchten nix an Chemie

nicht alles was hinkt ist ein Vergleich...
Re: Bienensterben
Verfasst: Fr 12. Okt 2018, 18:55
von Wildmohn
Bin strikt gegen eine Trennung. Die Landwirtschaft hat schließlich einen enormen Anteil beim Thema Bienen/Insektensterben. Mehr sage ich momentan dazu nicht,denn das Texten via Smartphone ist mir irgendwo zu anstrengend

Re: Bienensterben
Verfasst: Fr 12. Okt 2018, 19:49
von strega
Oelkanne hat geschrieben:komisch, ich hatte acht Pflanzen Soja im Garten unter den Stangenbohnen dieses Jahr, so als Versuch halt, die brauchten nix an Chemie

nicht alles was hinkt ist ein Vergleich...
wie hinkts weniger?
Wenn ich 100 Hektar Soja anbaue brauch ich dann Chemie, weil halt Monokulturen generell eher heftig schädlingsanfälliger sind als ein paar Pflänzchen in Mischkultur im Garten?
Dann hinkts immer noch, denn Chemie ist halt ne Krücke für sonst aus eigener Kraft nicht lebensfähige Kulturen, nichts weiter...
gesünder und weniger hinkend bzw. leichtfüssig laufend mit Genuss wirds aber nicht unbedingt dadurch weils halt ohne Krücke nicht läuft....

Re: Bienensterben
Verfasst: Fr 12. Okt 2018, 21:49
von Rohana
Hatten deine glorreichen 8 Sojapflanzen denn Knöllchenbakterien?
Re: Bienensterben
Verfasst: Sa 13. Okt 2018, 08:50
von centauri
Weis jetzt nicht so ganz was daran besser ist eine Monokultur gegen eine andere zu tauschen. Das Problem der hohen Anfälligkeit der Kulturen bleibt ja bestehen. Vielleicht nicht sofort. Leider stellt es sich bei vielen Kulturen erst nach einigen Jahren heraus. Oder was ja auch gerne geschieht, ein Schädling bzw. Unkraut wandert ein bzw. wird eingeschleppt. Dann wird eben eine neue Monokultur gesucht und das Spiel geht weiter. Und das unter Umständen über hunderte von Jahren. Wie in der Waldwirtschaft geschehen. Und wenn man überlegt was für feine Chemikalien da so ausgebracht wurden über die Jahre. Jetzt geht man ja her den Wald um zu bauen weil man da wenigstens begriffen hat das Monokulturen über Jahre nichts bringen.
Re: Bienensterben
Verfasst: Sa 13. Okt 2018, 10:17
von Benutzer 4754 gelöscht
centauri hat geschrieben:Weis jetzt nicht so ganz was daran besser ist eine Monokultur gegen eine andere zu tauschen. Das Problem der hohen Anfälligkeit der Kulturen bleibt ja bestehen. Vielleicht nicht sofort. Leider stellt es sich bei vielen Kulturen erst nach einigen Jahren heraus. Oder was ja auch gerne geschieht, ein Schädling bzw. Unkraut wandert ein bzw. wird eingeschleppt. Dann wird eben eine neue Monokultur gesucht und das Spiel geht weiter. Und das unter Umständen über hunderte von Jahren. Wie in der Waldwirtschaft geschehen. Und wenn man überlegt was für feine Chemikalien da so ausgebracht wurden über die Jahre. Jetzt geht man ja her den Wald um zu bauen weil man da wenigstens begriffen hat das Monokulturen über Jahre nichts bringen.
Abgesehen von Obst- und Weihnachtsbaumkulturen, Golfgreens und einem Großteil des Wirtschaftswaldes gibt es in DE keine Monokulturen...