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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: So 15. Mai 2022, 21:07
von Ferry
Das die Torte so viel wert ist bezweifle ich gar nicht, aber 3,60€ für ein großes Stück ... das ist teuer! Jedenfalls ist der Preis für meine Region sehr viel.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: So 15. Mai 2022, 21:10
von christine-josefine
21 Personen die nicht alles geschafft haben, bei 25 Portionen kostet ein Stück 1,30€
unschlagbar dieser Preis für eine leckere Motivtorte

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: So 15. Mai 2022, 22:51
von Hildegard
Rohana hat geschrieben: So 15. Mai 2022, 18:02 50x30 ist ne Menge, und Sacher ist SEHR gehaltvoll. Scheint mir ein guter Deal zu sein ;)
Es war auch ein sehr guter Deal :) Bei privaten professionellen "Tortenbäckerinnen" bekommt man sie in der Größe nicht unter 60€.Normal zaubert ja die Firmlings Mutter solche Kunstwerke immer selber in ihrer Küche nur an dem Wochenende war es eben auch eine Zeitfrage. Es gab dafür beim Mittagessen im Gasthaus keinen Nachtisch...der wäre wesentlich teurer gewesen. :mrgreen: Die...wie alle anderen auch... sind mit den Preisen jetzt generell so hochgefahren, dass so ein Großfamilienessen nicht oft leistbar ist. Suppe 4,90€ und Durchschnittsgericht von der Karte von 15€ bis 22€! Das ist ein Drittel mehr als " vor der Krise"..ist aber kein Haubenlokal, sondern ein normales Dorfgasthaus mit bekannt guter Küche.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 31. Mai 2022, 20:53
von Rohana
Unser Spargel- und Erdbeerkollege flucht sonst über Kunden die quasi im Februar schon Spargel wollen, aber dieses Jahr ist es anders: Es wäre gute Ware da und relativ günstig, aber die Leute knausern. Der Handel fördert das und bietet verstärkt Billigware aus dem Ausland an...

https://www.spiegel.de/wirtschaft/heimi ... dfc5262dd0

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 1. Jun 2022, 08:00
von Benutzer 6456 gelöscht
Leider kommt ein Landwirt im Kreis Coesfeld zu trauriger Berühmtheit, weil er ein Erdbeerfeld umgepflügt hat. Dabei wollte er nur zum Ausdruck bringen, dass er seine Erdbeeren nicht zu dem Preis pflücken und vermarkten kann, wie es die werte Kundschaft gern hätte, nämlich billig! Jetzt muss die allgemeine Teuerung dafür herhalten, sonst war es "Geiz ist geil" oder " es liegt doch da, dann nehme ich es auch"

Die Deutschen werden sich nicht mehr ändern, wenns nicht billig ist, wird's nicht gekauft

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 1. Jun 2022, 08:20
von Dyrsian
Rohana hat geschrieben: Di 31. Mai 2022, 20:53 Unser Spargel- und Erdbeerkollege flucht sonst über Kunden die quasi im Februar schon Spargel wollen, aber dieses Jahr ist es anders: Es wäre gute Ware da und relativ günstig, aber die Leute knausern. Der Handel fördert das und bietet verstärkt Billigware aus dem Ausland an...
Ich hab den Artikel nicht gelesen, aber richtig ist: Die Lebensmittel werden deutlich teurer! Grade für Familien bleibt daher am Ende des Monats - auch wegen der Energiepreise - weniger im Geldbeutel. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir Spargel und Erdbeeren auch zu teuer sind - ich kaufe die auch nicht. An der Stelle kann man halt vergleichsweise einfach etwas Geld sparen. Spargel esse ich jetzt ohnehin nicht so super gerne, dass ich das Premiumgemüse brauche. Die Produktion von diesen Produkten ist teuer, wegen der Handarbeit, der Preis daher kaum zu ändern.
Bei Erdbeeren müssen die Kinder (und ich) halt warten bis die im Garten reif sind. Dieses Jahr ist ein super Erdbeerjahr, wir haben jeden Tag eine große Schüssel.
Der grüne Spargel ist leider bei mir nicht gediehen, also da verzichten wir jetzt komplett.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 1. Jun 2022, 14:55
von Rohana
Bei so vielen Produkten wird nicht mit der Wimper gezuckt wenn die teuer sind (vor allem Elektro-Spass-Geräte) oder bei Dienstleistungen die ich echt nicht für essentiell halte (Nagelstudio und ähnlicher "Schönheitskrams"), aber wenn die Lebensmittel mal n bissl teurer sind ist das gleich so dramatisch...

Ist ja nicht so dass ich's nicht selbst auch im Portemonnaie merke. Aber das ist es mir dann wert, da spare ich lieber an anderen Enden. Und vor allem hab ich keinen Bock auf Billig-Produkte die (dank LEH) unsere heimische Produktion ruinieren. Dann lieber gar nicht, und das sag ich gerne auch den Herren Geschäftsführer der örtlichen Supermärkte... die gucken dann ganz schön doof :bang:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 1. Jun 2022, 18:55
von sybille
Rohana hat geschrieben: Mi 1. Jun 2022, 14:55 Bei so vielen Produkten wird nicht mit der Wimper gezuckt wenn die teuer sind (vor allem Elektro-Spass-Geräte) oder bei Dienstleistungen die ich echt nicht für essentiell halte (Nagelstudio und ähnlicher "Schönheitskrams"), aber wenn die Lebensmittel mal n bissl teurer sind ist das gleich so dramatisch...

Ist ja nicht so dass ich's nicht selbst auch im Portemonnaie merke. Aber das ist es mir dann wert, da spare ich lieber an anderen Enden. Und vor allem hab ich keinen Bock auf Billig-Produkte die (dank LEH) unsere heimische Produktion ruinieren. Dann lieber gar nicht, und das sag ich gerne auch den Herren Geschäftsführer der örtlichen Supermärkte... die gucken dann ganz schön doof :bang:
Ich verstehs auch nicht!
Beim Arbeiten höre ich Radio und zwangsläufig auch die Werbung vor den Nachrichten die besonders schlimm vor Weihnachten und Ostern ist. Ich staune immer was dort alles als "haben muss" angepriesen wird und auch gekauft wird denn sonst würde dafür nicht geworben. Werbung ist teuer und muss sich rechnen.
Mir ist es auch lieber mich gut und gesund zu ernähren als ständig etwas Neues, das ich nicht wirklich nicht brauche, zu kaufen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 2. Jun 2022, 09:35
von Rohana
Oh man... Stallumbau, Tierwohl, alles tralala will man haben, aber wer soll's bezahlen? Doch wieder der Bauer? Den Verbraucher darf man ja in Zeiten steigender Preise nicht belasten :roll: ja Entschuldigung, die Preise für Stallbau steigen auch, und mit diesem ewigen hin und her wird das nix mit den Träumen von tierwohligen Luxushaltungen zum Nulltarif. Das macht einfach keiner.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/sozia ... 7c0185881f

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 2. Jun 2022, 13:25
von emil17
Rohana, da bin ich bei Dir.
Nur, man vermutet, dass dann einige doch wieder trotz mehr Geld die Mindeststandards unterlaufen, weil dann mehr in der Kasse bliebe. Dem Bauern, dessen Stall und Weiden ich kenne, geb ich gerne mehr Milchgeld, aber pauschal in etwas einzahlen, das wie ein Fass ohne Boden ist und wo sich dann die Grossen bedienen, das tut keiner gerne.
Ich weiss, dass ich damit der Mehrzahl der Tierhalter Unrecht tue, aber das ist etwa so wie bei der Entwicklungshilfe nach Afrika, wo das meiste dann irgendwo bei den lokalen Clanchefs versickert.
Die Geiz ist geil-Leute, die *egal* was (fr)essen, Hauptsache es ist ein Schnäppchen, die gibt es und die kann man nicht heilen.

Und überhaupt, warum wollen die immer mehr Kohle? Das Gras wächst von alleine und die Kühe fressen auch selber, melken tut die Maschine und das ist doch mit all den Subventionen eine Lizenz zum Geld drucken :holy: