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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 1. Jun 2022, 14:55
von Rohana
Bei so vielen Produkten wird nicht mit der Wimper gezuckt wenn die teuer sind (vor allem Elektro-Spass-Geräte) oder bei Dienstleistungen die ich echt nicht für essentiell halte (Nagelstudio und ähnlicher "Schönheitskrams"), aber wenn die Lebensmittel mal n bissl teurer sind ist das gleich so dramatisch...

Ist ja nicht so dass ich's nicht selbst auch im Portemonnaie merke. Aber das ist es mir dann wert, da spare ich lieber an anderen Enden. Und vor allem hab ich keinen Bock auf Billig-Produkte die (dank LEH) unsere heimische Produktion ruinieren. Dann lieber gar nicht, und das sag ich gerne auch den Herren Geschäftsführer der örtlichen Supermärkte... die gucken dann ganz schön doof :bang:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 1. Jun 2022, 18:55
von sybille
Rohana hat geschrieben: Mi 1. Jun 2022, 14:55 Bei so vielen Produkten wird nicht mit der Wimper gezuckt wenn die teuer sind (vor allem Elektro-Spass-Geräte) oder bei Dienstleistungen die ich echt nicht für essentiell halte (Nagelstudio und ähnlicher "Schönheitskrams"), aber wenn die Lebensmittel mal n bissl teurer sind ist das gleich so dramatisch...

Ist ja nicht so dass ich's nicht selbst auch im Portemonnaie merke. Aber das ist es mir dann wert, da spare ich lieber an anderen Enden. Und vor allem hab ich keinen Bock auf Billig-Produkte die (dank LEH) unsere heimische Produktion ruinieren. Dann lieber gar nicht, und das sag ich gerne auch den Herren Geschäftsführer der örtlichen Supermärkte... die gucken dann ganz schön doof :bang:
Ich verstehs auch nicht!
Beim Arbeiten höre ich Radio und zwangsläufig auch die Werbung vor den Nachrichten die besonders schlimm vor Weihnachten und Ostern ist. Ich staune immer was dort alles als "haben muss" angepriesen wird und auch gekauft wird denn sonst würde dafür nicht geworben. Werbung ist teuer und muss sich rechnen.
Mir ist es auch lieber mich gut und gesund zu ernähren als ständig etwas Neues, das ich nicht wirklich nicht brauche, zu kaufen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 2. Jun 2022, 09:35
von Rohana
Oh man... Stallumbau, Tierwohl, alles tralala will man haben, aber wer soll's bezahlen? Doch wieder der Bauer? Den Verbraucher darf man ja in Zeiten steigender Preise nicht belasten :roll: ja Entschuldigung, die Preise für Stallbau steigen auch, und mit diesem ewigen hin und her wird das nix mit den Träumen von tierwohligen Luxushaltungen zum Nulltarif. Das macht einfach keiner.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/sozia ... 7c0185881f

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 2. Jun 2022, 13:25
von emil17
Rohana, da bin ich bei Dir.
Nur, man vermutet, dass dann einige doch wieder trotz mehr Geld die Mindeststandards unterlaufen, weil dann mehr in der Kasse bliebe. Dem Bauern, dessen Stall und Weiden ich kenne, geb ich gerne mehr Milchgeld, aber pauschal in etwas einzahlen, das wie ein Fass ohne Boden ist und wo sich dann die Grossen bedienen, das tut keiner gerne.
Ich weiss, dass ich damit der Mehrzahl der Tierhalter Unrecht tue, aber das ist etwa so wie bei der Entwicklungshilfe nach Afrika, wo das meiste dann irgendwo bei den lokalen Clanchefs versickert.
Die Geiz ist geil-Leute, die *egal* was (fr)essen, Hauptsache es ist ein Schnäppchen, die gibt es und die kann man nicht heilen.

Und überhaupt, warum wollen die immer mehr Kohle? Das Gras wächst von alleine und die Kühe fressen auch selber, melken tut die Maschine und das ist doch mit all den Subventionen eine Lizenz zum Geld drucken :holy:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 2. Jun 2022, 17:00
von sybille
Rohana, ich bin da auch bei Dir.

Nur, man vermutet, dass dann einige doch wieder trotz mehr Geld die Mindeststandards unterlaufen, weil dann mehr in der Kasse bliebe.
Emil, glaubst Du tatsächlich der Endverbraucher denkt so weit?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 2. Jun 2022, 17:55
von Rohana
Da kann schlichtweg nicht viel "unterlaufen" werden dank ewiger Kontrollen. Standard X für Einstufung Y besagt Z Meter, entweder das ist erfüllt oder nicht, 0 oder 1.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 3. Jun 2022, 08:08
von Benutzer 4754 gelöscht
Wir machen eine Studie um Panik zu verbreiten. Für das passende Ergebnis verwenden wir Parameter fernab der Realität!
https://www.sueddeutsche.de/wissen/inse ... -1.5596795

Sie fütterten die Hummeln mit einer Lösung die 5 mg/l Glyphosat enthielt.

In Niedersachsen hat man recht umfangreich die Glyphosatkonzentration in Gewässern gemessen:
der Spitzenwert lag bei 0,00033 mg/l!

Wenn ich einen Parameter um den Faktor 15.151 erhöhe, um einen Effekt zu erzielen ist das eher ein Beweis dass der Parameter unbedeutsam ist...

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 3. Jun 2022, 08:48
von emil17
Grundsätzlich haben Pflanzenschutzmittel, Herbizide, Antibiotika und dergleichen in Nahrungsmitteln, in Trinkwasser undsoweiter nicht vorhanden zu sein. Daran können Studien nichts ändern, egal ob man sie für absurd hält oder nicht.

Wenn man den Wert von 5mg/Liter warum auch immer für absurd hält, dann sollte man vielleicht zuerst die Studie bemühen, warum diese Konzentration gewählt wurde. Da hat die Zeitung geschlampt, und derjenige, der die Zeitung zitiert, welche die Studie zitiert, auch.
5mg/l Glyphosat wurde vermutlich nicht zufällig gewählt. Schon aus dem verlinkten Zitat geht hervor, dass es sich um Fütterungsversuche handelt.

Was hat "man hat in Niedersachsen recht umfangreich die Glyphosatkonzentration in Gewässern gemessen" damit zu tun? Richtig: NICHTS

Zum x-ten Mal: Bei Studien kann man nicht nur Spitzenwerte oder was einem grad in den Kram passt zitieren, es braucht den Kontext, wozu Wahl der Messtellen und Messparameter gehören. Bei Umweltmessungen und Monitoringprogrammen muss zudem aus der Studie hervorgehen, nach welchen Kriterien die Messparameter und -Orte oder Probanden gewählt wurden.
Nur so lässt sich beurteilen, ob das Ergebnis oder eine Teilmenge davon für den Zusammenhang, weswegen zitiert wurde, überhaupt relevant ist.
Und nur so kann man sicher sein, dass nicht der Zitierende aus der Studie nur das herausgepickt hat, was ihm in den Kram passt, und den Rest weglässt, weil sich dann eine ganz andere Aussage ergeben würde.
Deshalb ist es Sorgfaltspflicht des Zitierenden, zu vermeiden, dass durch Weglassen von Informationen Aussagen entstehen, die sich aufgrund der zitierten Studie nicht machen lassen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 4. Jun 2022, 11:17
von Till
Februar war extrem sonnig, den ganzen April kein Regen, die Ernte bei Erdbeeren und Spargel ist bombastisch. Der Markt ist überflutet mit deutscher Ware, die auf inzwischen große Teile der Bevölkerung mit knapper Kasse trifft.

Deutsche Erdbeeren kosten hier 1,79 je 500gr im Sonderangebot und Obst ist generell günstig dies Frühjahr. Letzte Woche habe ich deutsche Äpfel Elstar Kl. 1 für 0,75 je kg gesehen und konventionelle Bananen für 0,90 das kg.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 4. Jun 2022, 13:04
von Rohana
Ich bezahle momentan 8 Euro pro Kilo für Erdbeeren vom Direktvermarkter aus der Region, die sind riesig und geschmacklich gut. Hab im Supermarkt ehrlich gesagt gar nicht nach Preisen geschaut :aeh:
Mal gucken wie's mit deutschem Obst und Gemüse weitergeht mit dem Mindestlohn ab Herbst. Ob "deutsche Ware" dann noch zählt wenn die aus XY einfach spottbillig ist im Vergleich...