Planen fuer den Notfall oder nicht?
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Wenn du deutlich weniger Wasser hast, gibts auch weniger Abwasser, ob das dann noch durch die Kanalisation fließt, ist glaube ich eher fraglich.
Und bevor sich die Sch**** in der Kanalisation aufstaut würde ich es auf ungenutzen Flächen, Stilllegungen etc verteilen oder auch notgedrungen in den Fluss lassen.
Was macht nur die BASF (oder irgentein anderes Chemiewerk) ohne Strom?
Von jetzt auf gleich können die ja nicht die Produktion herunterfahren...
Und bevor sich die Sch**** in der Kanalisation aufstaut würde ich es auf ungenutzen Flächen, Stilllegungen etc verteilen oder auch notgedrungen in den Fluss lassen.
Was macht nur die BASF (oder irgentein anderes Chemiewerk) ohne Strom?
Von jetzt auf gleich können die ja nicht die Produktion herunterfahren...
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Dieses Notfall Szenario habe ich mir schon manchmal vorgestellt, ich wohne ca. 15 km Luftlinie eines AKW's. Mein Auto, obwohl schon etwas älter fährt ja gut, auch wenn der Tank manchmal nahe der Reserve ist. Habe normal nur eine kleine Summe an Bargeld im Geldbeutel, auf der Sparkasse ist auch nur ein kleiner Betrag. Hier in der Wohnung hätte ich Lebensmittel für mindestens drei Wochen. Könnte ich die auf die Schnelle einpacken ? Hilfe, mein Reserve Kanister vom Auto ist leer, mein Handy hat einen uralten Akku, mein Laptop auch.
Ich wüßte aber glücklicherweise ein Haus in ungefähr 100 km Entfernung, da gibt es Brennholz und auch Wasser. Hoffentlich könnte ich mit der Taschenlampe das Versteck des Haustürschlüssels finden, ich denke schon.
Welche Tiere sollte ich ins Auto packen ?
Ich wüßte aber glücklicherweise ein Haus in ungefähr 100 km Entfernung, da gibt es Brennholz und auch Wasser. Hoffentlich könnte ich mit der Taschenlampe das Versteck des Haustürschlüssels finden, ich denke schon.
Welche Tiere sollte ich ins Auto packen ?
- Thomas/V.
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
@ Lometas: waren Deine Fragen ernst gemeint oder Jux? 
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!
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Thoreau
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Versicherungen könnten das beantworten. Die multiplizieren die Wahrscheinlichkeit mit den Auswirkungen und bekommen so das Risiko.Lysistrata hat geschrieben:Wie wahrscheinlich ist denn das?Thoreau hat geschrieben:Ganz einfach. Bereite dich heute abend noch darauf vor, dass der Strom monatelang ausfällt. Alles andere bringt nix.
Jedes System versagt irgendwann einmal. Je komplexer, desto höher die Wahrscheinlichkeit. Deine Festplatte, dein Kühlschrank, dein Auto, alles wird mal kaputtgehen. Und es wird auch mal ein Flugzeug vom Himmel fallen. Das Stromnetz ist dabei keine Ausnahme.
Multipliziert mit den Auswirkungen, die bei nicht Vorbereiteten nach 10 Tagen Tod heißen, dürfte ein erhebliches Risiko bestehen.
Und mit Vorbereitung ist das wesentlich geringer.
Andererseits sinkt das absolute Risiko für Vorbereitete, wenn sich viele nicht vorbereiten, weil die dann nach 10 Tagen keine Konkurrenten mehr sind.
Details findest du in einem Dokument des deutschen Bundestages zu den Folgen eines langfristigen Stromausfall.
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/056/1705672.pdf
Es ist mir klar, dass ich mit diesem Beitrag hier mein eigenes Risiko erhöhe, aber ich mache das, weil ihr alle so nett hier seid.
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Thoreau hat geschrieben: [...] Andererseits sinkt das absolute Risiko für Vorbereitete, wenn sich viele nicht vorbereiten, weil die dann nach 10 Tagen keine Konkurrenten mehr sind.. [...]
Wenn dem so ist, dass die ersten Unvorbereiteten nach 10 Tagen keine Konkurenten mehr für die Vorbereiteten sind, wird es sich wohl um eine Katastrope von grösserem Ausmass handeln, so dass auch deine, meine und die Tage ein paar Anderer zählbar sein werden - denn, für die Letzten gibt's dann auch keine Särge mehr ...
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centauri
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
@Luna
Es reicht ja schon wenn durch was auch immer der Strom wegfällt.
Dann funzt unsere ganze Gesellschaftsform nicht mehr!
Mit Notstromversorgung ist die Ordnung auch nur bedingt aufrecht zu erhalten.
Wie zB. Wasserver- und Entsorgung, Lebensmittelversorgung, Krankenversorgung usw.
Und dazu braucht es keinen Atomschlag, Vulkanausbruch oder Meteoriteneinschlag!
Und es gab ja auch schon mal einen Stromausfall von Skandinavien bis Nordafrika.
Und das nur weil an der Weser eine Leitung wegen einer Schiffsüberführung abgeschaltet wurde.
Es reicht ja schon wenn durch was auch immer der Strom wegfällt.
Dann funzt unsere ganze Gesellschaftsform nicht mehr!
Mit Notstromversorgung ist die Ordnung auch nur bedingt aufrecht zu erhalten.
Wie zB. Wasserver- und Entsorgung, Lebensmittelversorgung, Krankenversorgung usw.
Und dazu braucht es keinen Atomschlag, Vulkanausbruch oder Meteoriteneinschlag!
Und es gab ja auch schon mal einen Stromausfall von Skandinavien bis Nordafrika.
Und das nur weil an der Weser eine Leitung wegen einer Schiffsüberführung abgeschaltet wurde.
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Trifft mich als Wochenendpendler der große Blackout am Wochenende, dann würde ich es überstehen, denn an meinem Zweitwohnsitz gibt es einen Holzherd, ich habe einen Wasserfilter und ein paar Packungen NRG-5.fuxi hat geschrieben:Und, nach all dem Diskutieren ... wie viele von euch würden jetzt spontan eine Woche Stromausfall überstehen? Oder ist das zu >>unrealstisch<<?
Trifft er mich dagegen hier in der Stadt, bin ich geliefert.
Wobei im Übrigen auch Blackouts von mehr als einer Woche möglich sind. Wenn sich zum Beispiel das Carrington-Event von 1859 wiederholen würde - damals brannte nur das Telegrafennetz durch - dann wäre neben Ausfällen von Mobilfunk und GPS auch ein kontinentaler Stromausfall möglich, der erst mehrere Wochen oder gar Monate später behoben wäre:
http://scienceblogs.de/frischer-wind/20 ... 859/?all=1
Gruß,
Sargon
P.S.: Habe gerade noch eine Seite der NASA zu dem Thema gefunden. Offensichtlich gab es 2012 ein vergleichbares Ereignis, das die Erde aber knapp verfehlt hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Erde in den nächsten zehn Jahren von einem vergleichbaren Phänomen tatsächlich erwischt wird, beziffert einer der zitierten Wissenschaftler mit 12%.
http://science.nasa.gov/science-news/sc ... uperstorm/
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Benutzer 146 gelöscht
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Die Logik erschließt sich mir nicht. Erstens gibt es nicht nur Vorbereitete und Unvorbereitete, sondern mehrheitlich Zwischenformen. Und je geringer der Anteil der Vorbereiteten, um so höher deren Risiko, es sei denn, unter "vorbereitet sein" verstehst Du, wochenlang komplett von der Bildfläche zu verschwinden. Nur so könntest Du nämlich Dein vorbereitet Sein vor den weniger oder gar nicht Vorbereiteten verbergen, die sich, da vermutlich in großer Überzahl, ansonsten für Teile Deiner Vorbereitungen interessieren würden.Thoreau hat geschrieben: Multipliziert mit den Auswirkungen, die bei nicht Vorbereiteten nach 10 Tagen Tod heißen, dürfte ein erhebliches Risiko bestehen.
Und mit Vorbereitung ist das wesentlich geringer.
Andererseits sinkt das absolute Risiko für Vorbereitete, wenn sich viele nicht vorbereiten, weil die dann nach 10 Tagen keine Konkurrenten mehr sind.
Das ganze funktioniert nur, wenn Du entweder so gut vorbereitet bist, dass Du nicht nur Dich, sondern eine größere Gruppe aus Deinem Umfeld mitversorgen, oder diese Gruppe zuvor schon zu eigener Vorbereitung überzeugen kannst.
Individuelle Vorsorge in einem völlig unvorbereiteten Umfeld ist bei ernsthaften Ausfällen in der Grundversorgung eher noch riskanter, als keine Vorbereitung - denke ich..
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Thoreau
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Ja, Frodo,
da musste ich erstmal überlegen ;-)
Dein Einwand ist richtig, aber vielleicht auch nur teilweise. Und meine bisherigen Überlegungen stammen aus Zeiten, als Deutschland noch anders war.
Und es kommt auch auf die Umstände an. Wer in der Stadt im Kaninchenstall wohnt, braucht sich überhaupt keine Gedanken zu machen.
Ich wohne weit draußen, und tagelange Stromausfälle habe ich auch schon erlebt, unter anderem auch in Münster.
Wenn es soweit ist, fahren die Leute ja nicht los ins Ungewisse, sondern sie bleiben zuhause und versuchen sich zu arrangieren, bis "der Strom zurückkommt". Auch nach vier Tagen habe ich von niemandem gehört, dass er woanders hin flüchten wollte. Die Leute werden also hoffen und harren, also ausharren im Sinne des Wortes.
Wenn es dann nach 10 Tagen ganz ernst wird, sind sie schon mental am Ende und wohl auch körperlich geschwächt und werden noch weniger Neigung verspüren, ins Ungewisse zu flüchten, wohin denn? Wer setzt sich am Ende seiner Kräfte in Frankfurt ins Auto und fährt irgendwo nach Bayern, was er mangels Strom vielleicht gar nicht findet, oder bleibt in verstopften Straßen stecken, und das Beste, was er sich erhoffen kann, ist im bayerischen Wald in die Zinken einer Mistgabel zu blicken?
Man sollte sich solche Situationen realistisch vorstellen und sich dabei Zeit nehmen.
Von daher denke ich, dass die 90 % Städter und Unvorbereitete einfach sterben. Die restlichen 10 % sind eher die Zupacker und Vordenker, die können es dann mit den verbliebenen Ressourcen schaffen.
So dachte ich bis vor einem Jahr. Angeregt durch diese Diskussion hier habe ich nun aber mal weiter gedacht (vielen Dank für die Anregung)
Da nun aber Millionen Leute herkommen, die extreme Überlebensfähigkeiten mitbringen, ist das alles auch hinfällig. Die Neusiedler dürften daher wohl die Überlebenden sein. Und hier wird es Zeit, aufzuhören.
da musste ich erstmal überlegen ;-)
Dein Einwand ist richtig, aber vielleicht auch nur teilweise. Und meine bisherigen Überlegungen stammen aus Zeiten, als Deutschland noch anders war.
Und es kommt auch auf die Umstände an. Wer in der Stadt im Kaninchenstall wohnt, braucht sich überhaupt keine Gedanken zu machen.
Ich wohne weit draußen, und tagelange Stromausfälle habe ich auch schon erlebt, unter anderem auch in Münster.
Wenn es soweit ist, fahren die Leute ja nicht los ins Ungewisse, sondern sie bleiben zuhause und versuchen sich zu arrangieren, bis "der Strom zurückkommt". Auch nach vier Tagen habe ich von niemandem gehört, dass er woanders hin flüchten wollte. Die Leute werden also hoffen und harren, also ausharren im Sinne des Wortes.
Wenn es dann nach 10 Tagen ganz ernst wird, sind sie schon mental am Ende und wohl auch körperlich geschwächt und werden noch weniger Neigung verspüren, ins Ungewisse zu flüchten, wohin denn? Wer setzt sich am Ende seiner Kräfte in Frankfurt ins Auto und fährt irgendwo nach Bayern, was er mangels Strom vielleicht gar nicht findet, oder bleibt in verstopften Straßen stecken, und das Beste, was er sich erhoffen kann, ist im bayerischen Wald in die Zinken einer Mistgabel zu blicken?
Man sollte sich solche Situationen realistisch vorstellen und sich dabei Zeit nehmen.
Von daher denke ich, dass die 90 % Städter und Unvorbereitete einfach sterben. Die restlichen 10 % sind eher die Zupacker und Vordenker, die können es dann mit den verbliebenen Ressourcen schaffen.
So dachte ich bis vor einem Jahr. Angeregt durch diese Diskussion hier habe ich nun aber mal weiter gedacht (vielen Dank für die Anregung)
Da nun aber Millionen Leute herkommen, die extreme Überlebensfähigkeiten mitbringen, ist das alles auch hinfällig. Die Neusiedler dürften daher wohl die Überlebenden sein. Und hier wird es Zeit, aufzuhören.
frodo hat geschrieben:Die Logik erschließt sich mir nicht. Erstens gibt es nicht nur Vorbereitete und Unvorbereitete, sondern mehrheitlich Zwischenformen. Und je geringer der Anteil der Vorbereiteten, um so höher deren Risiko, es sei denn, unter "vorbereitet sein" verstehst Du, wochenlang komplett von der Bildfläche zu verschwinden. Nur so könntest Du nämlich Dein vorbereitet Sein vor den weniger oder gar nicht Vorbereiteten verbergen, die sich, da vermutlich in großer Überzahl, ansonsten für Teile Deiner Vorbereitungen interessieren würden.Thoreau hat geschrieben: Multipliziert mit den Auswirkungen, die bei nicht Vorbereiteten nach 10 Tagen Tod heißen, dürfte ein erhebliches Risiko bestehen.
Und mit Vorbereitung ist das wesentlich geringer.
Andererseits sinkt das absolute Risiko für Vorbereitete, wenn sich viele nicht vorbereiten, weil die dann nach 10 Tagen keine Konkurrenten mehr sind.
Das ganze funktioniert nur, wenn Du entweder so gut vorbereitet bist, dass Du nicht nur Dich, sondern eine größere Gruppe aus Deinem Umfeld mitversorgen, oder diese Gruppe zuvor schon zu eigener Vorbereitung überzeugen kannst.
Individuelle Vorsorge in einem völlig unvorbereiteten Umfeld ist bei ernsthaften Ausfällen in der Grundversorgung eher noch riskanter, als keine Vorbereitung - denke ich..
