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Re: alte Rezepte

Verfasst: Fr 3. Mai 2019, 14:32
von hobbygaertnerin
Soweit ich weiß, ist der Schwanz vom Rind einfach ein Ochsenschwanz :) . Es gibt sicher sehr viele Ochsen :) , aber weniger an der Fleischtheke beim Metzger.
War lange Jahre eigentlich sehr wenig wertgeschätzt, dabei ist das eins der besten Stücke vom Rind.
So ein Ochsenschwanzragout ist im Slow Cooker ein Gedicht, böhmische Knödel dazu, hmmmmmmm.
Inzwischen wird ja from Naise to tail oder wie sich das nennt, wieder modern.
Wir haben öfters selbst ein Rind schlachten lassen,, Filet, Lende, höchstens noch Braten hätten die Leute uns aus den Händen gerissen, höchstens noch Hackfleisch aber Suppenfleisch, Knochen waren nicht so begehrt, hab ein paar Mal den Leuten Kochkurse gegeben, um zu zeigen, dass langsam geschmortes Rindfleisch ein echtes Higlight ist. Selbst das Kochen einer Rindssuppe ist heute vielen Leute nicht mehr ein Begriff.
In anderen Ländern grillen die Leute Teile vom Rind, die wir so gar nicht kennen, bin aber mit Grillen nicht sehr bewandert.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Fr 3. Mai 2019, 15:22
von Doris L.
Ochsenschwanz Ragout ist was feines, muß lange schmoren. So sehr billig ist das aber auch nicht. Ob vom Ochse oder Kuh ist doch wurscht.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Fr 3. Mai 2019, 18:19
von sybille
Rohana hat geschrieben:Sag mal ehrlich, ist der Ochsenschwanz immer vom Ochsen? - und wo ist dann der Rest? ... ich war jedenfalls nicht so recht befriedigt als die Mitarbeiterin an der Fleischtheke sagte, doch doch, natürlich ist das alles Ochse, es wird viel mehr Ochse geschlachtet als man so denkt, blabla... :hmm: Nicht dass ich je Ochsenschwanz gekauft hätte, aber neugierig war ich schon.
Rohana, ich denke Rinder- und Ochsenfleisch wird alles als Rind verkauft. Bei den Masthühnern ist es doch nicht anders. Da wird je Mastprogramm nicht nach Hahn und Huhn sortiert sondern einfach gemästet. Grillhähnchen haben das gleiche Geschlecht wie Suppenhühner und umgekehrt genau so. Bloß das Zuchtprogramm ist anders. Getötet werden "nur" die Hähnchen die bei den Legehybriden "anfallen" da dieses Fleisch niemand möchte.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Fr 3. Mai 2019, 19:57
von Rohana
Ich weiss zumindest dass es verschiedene Preisnotierungen für Färsen-, Kuh- und Bullenfleisch gibt, auch Jungbullen und Altbullen unterschieden werden und Ochsen nochmals getrennt erfasst werden. Gibt natürlich Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen, und innerhalb dieser auch noch Güteklassen etc... das meiste was im Handel landet ist Jungbullenfleisch. Hühner sind da nochmal ne andere Nummer, da wird auch nicht das einzelne Tier qualitativ bewertet. Ich sehe ja oft genug Schlachtabrechnungen (Schwiegervater ist Viehhändler)... Ochsen sind lokal bei uns kaum vorhanden, wenn dann als Vertragserzeugung für bestimmte Metzgereien.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Fr 3. Mai 2019, 23:11
von Hildegard
Ochsenschwanz ist einfach das Schwanzstück vom Rind.
Fleisch von Färse(Kalbin) und Ochs ist zarter und hat mehr Marmorierung. Der Ochs wächst durch die Kastration langsamer als ein schnell gemästeter Jungbulle.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Sa 4. Mai 2019, 05:30
von hobbygaertnerin
@Doris,
stimmt inzwischen ist Ochsenschwanz eine teure Delikatesse geworden.
Auf alle Fälle sind die langsam geschmorten Gerichte ein sehr leckeres Essen. Find ich inzwischen fast bei allen Gerichten, dass langsam gegart besser schmeckt.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Do 9. Mai 2019, 15:28
von hobbygaertnerin
Derzeit ist es immer noch so ungemütlich kalt, da geht auch eine warme Suppe gut.
Hab beim Suchen diese sicher nicht nur alten Rezepte für Suppeinlagen entdeckt.

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= ... puqikn05nr

Re: alte Rezepte

Verfasst: Do 9. Mai 2019, 15:59
von Buchkammer
Letztens Rinder-Knochen 5-6 Stunden ausgekocht und die Knochenbrühe portionsweise in Twist-Off Gläser eingefroren. Eine Tasse hab ich mir gleich gegönnt. Soll ja ziemlich gesund sein das Gesöff und dient als Grundlage für Soßen, Suppen oder einfach als heiße 5 Minuten Brühe - dann aber zusätzlich mit allerlei Gewürzen, Kräutern und Salz gemischt.

Früher stellte man Knochenbrühe im großen Maßstab her; da köchelten die Knochen schon mal 12-24 Stunden oder länger. Heute gibt es Fond von allen möglichen Tieren zu kaufen. Kleine Gläser für knapp 3 Euro und man schmeckt schon, dass da mehr Wasser und Salz als alles andere drin ist. :kaffee:

Wenn ich einen Batzen Bio-Markknochen und andere mit Sehnen, Knorpeln und ein bischen Fleisch dran erwische, schmeiß ich mal den Einkochtopf an und lasse das ganze mit ausreichend Wasser bei 75-95 Grad ungefähr 36 Stunden vor sich hin simmern. Soll die beste Zusammensetzung der Knochenbrühe ergeben, weil erst dann alle Inhaltsstoffe aus den Knochen optimal ausgelöst wurden. Muss ich unbedingt den Strom-Counter zwischenschalten.

Es gibt eine Knochenbrühe-Kur zu kaufen. Besteht aus 14 Gläsern zu je 750 ml kosten knapp 200 Euro. :eek:

Denke, darunter kann ich mit meinem Materialeinsatz und Stromkosten bleiben. :hmm:

Re: alte Rezepte

Verfasst: Do 9. Mai 2019, 16:17
von hobbygaertnerin
Ich muss gestehen, der Stromverbrauch hat mich nicht gross interessiert, (wobei ich ansonsten sehr energiesparend bin) ich wollte wieder eine gute Knochenbrühe in Gläser einwecken , aber nur als "Gesöff" mag ich auch die beste Knochenbrühe oder Suppe nicht, ich brauche eine gute Suppeneinlage, hab schon einiges im Laufe der Zeit ausprobiert, was sich gut zubereiten und vor allem auch gut im Tiefkühlschrank bevorraten lässt.
Ein Glas eingeweckte Suppe und Suppeneinlage, damit ist ein schnelles Essen möglich,
gestern hab ich Schöberl gemacht, heute Bärlauchspätzle, geht gut als Suppeneinlage, die ganzen Nockerl, Knödel und Fritaten usw. sind praktisch.
Ich hab die Knochen abgeseiht, abtrocknen lassen, im heissen Fett nochmals angeröstet, ebenso nochmals Suppengemüse, mit getrockneten Pilzen, Tomatenmark und getrockneten Tomaten, Gewürze und noch so ein paar gesammelter Zutaten, daraus ist im Slow Cooker eine sehr geschmackvolle Jus geworden, werde die kleinen Gläser auch noch einwecken und wenn es so kalt bleibt, kommt nochmals ein Einwecktopf mit Knochen an die Reihe-
Bei solchen Preisen stellt sich dann nicht mehr die Frage, ob man sie die Mühe mit den Suppenkochen antun sollte.
Ich hab den langen Kochversuch sehr interessant gefunden, wie würzig diese Suppe wird ohne ein Gramm Salz, ich bin inzwischen doch schon einige Jährchen auf dieser buckligen Welt, aber wie wirklich gute Suppe zu machen ist, hab ich erst jetzt gelernt.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Do 9. Mai 2019, 18:12
von Gelöschter Benutzer 54
hobbygaertnerin hat geschrieben: aber nur als "Gesöff" mag ich auch die beste Knochenbrühe oder Suppe nicht,

ich trinke gerne einen becher heisse markknochensuppe als frühstück. ab und zu auch ne misosuppe.