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Re: Pihlaka Talu
Verfasst: So 26. Sep 2021, 19:14
von citty
Hi Birgit,
wir hatten in Dtl. ein altes Eternitdach (Asbestwellplatten) auf dem Moos wuchs. Das Dach war so alt dass man schon einzelne Fasern auf der Oberflaeche sehen konnte. Wir haben das Moos einfach abegezupft und entsorgt. Wenn man das Moos wachsen laesst wird alles immer schmutziger, das sollte wirklich runter. Maske nicht vergessen.
LG Citty

Re: Pihlaka Talu
Verfasst: Mo 27. Sep 2021, 19:55
von Zacharias
An reinen Nadelwäldern haben wir hier nur lichte Kiefernwälder, sonst ist das immer eher gemischt mit vielen Birken. Und dann gibt es nur 2 Arten von Wäldern, so lockere Baumgruppen, die wir in Deutschland noch nicht als Wald bezeichnen würden und Urwälder, die nur sehr schwer begehbar sind. Und wie gesagt, die Flechten haben hier immer die Oberhand. Ich habe heute mal unter die Fichtenhecke bei meiner verstorbenen Freundin geguckt und etwas Moos mitgenommen. Richtige Mengen kriegt man so nicht zusammen. Aber stimmt schon, das Moos hat eine andere Qualität als das Dachmoos. Wo wirklich viel Moos ist, ist in den Mooren, aber da darf man natürlich nichts entnehmen.
Citty, mein Dach ist noch recht frisch, da guckt nix an Fasern raus. Ich denke mal, hier hat das ein Weilchen länger gedauert, bis Asbest verboten wurde.
Re: Pihlaka Talu
Verfasst: Sa 2. Okt 2021, 20:07
von citty
Hi Birgit, also nix wie runter mit dem Moos und dem anderen Dreck. Hier sieht man immer wieder Leute die mit Hochdruckreinigern ihr Dach abspritzen.
LG Citty

Re: Pihlaka Talu
Verfasst: Sa 2. Okt 2021, 21:15
von emil17
Es gibt Leute, die putzen ihre Dächer. Das macht vielleicht Sinn bei Schindel- oder Stroheindeckung, aber warum bei anorganischem Material, das nicht verrottet? Moos und Laub verstopfen zwar die Dachrinnen, aber sie dämpfen auch die Hitze, wenn die Sonne aufs Dach brennt.
Re: Pihlaka Talu
Verfasst: So 3. Okt 2021, 09:16
von Dyrsian
Vor allem wächst das Moos auf den Dächern sowas von schnell nach, das Dach zu säubern halte ich für totalen Quatsch. Man soll die Regenrinne sauberhalten und gut ist.
Diese Eternitwelldächer sind nahezu unzerstörbar, war schon ein krasses Material.
Re: Pihlaka Talu
Verfasst: So 3. Okt 2021, 09:56
von Zacharias
Das ist wohl dem Sauberkeitswahn der Deutschen geschuldet. Mich stört es nicht, wenn da Moos drauf ist. Zumal jetzt nicht, wo das Haus eh nicht piekfein aussieht.
Hab gestern mal eine herbstliche Panoramaaufnahme gemacht:

- Panoramabild_Herbst.jpg (129.9 KiB) 2141 mal betrachtet
Re: Pihlaka Talu
Verfasst: So 3. Okt 2021, 11:05
von emil17
[ironie]
Das Dach muss unbedingt hochdruckgereinigt werden, dann noch mit einer Pflegepolitur drüber - mindestens einmal pro Jahr
Die Schlingpflanzen müssen auch weg, die zerstören die Fassade und die Wurzeln das Fundament
Ums Haus muss mindestens zwei Meter breit gepflastert werden
Überhaupt sind Bäume so nahe beim Haus nicht gut, die Blätter könnten an Orte hin fallen wo es stört
Der Rasen sollte mal wieder gemäht werden
Ein unübersteigbarer Gartenzaun fehlt auch noch und ein paar Aussenscheinwerfer die mit der Einbruchmeldeanlage verbunden sind
Steht der Gartengrill aus Fertigbetonelementen in Waschbetonoptik auf der anderen Seite?
[/ironie]
Tolle Hütte

Re: Pihlaka Talu
Verfasst: So 3. Okt 2021, 11:42
von Zacharias
Ich dachte Waschbeton wäre auch bei den ganz Biederen nicht mehr zeitgemäß? Ich mag die Hütte auch so wie sie ist. Das Asbestdach kann man mal runterholen, wenn Geld da ist, aber es erfüllt seinen Zweck und würde nach Hochdruckreinigeranwendung auch nicht besser aussehen.
Ja, meine Nachbarn sind auch der Meinung, die Bäume müssen weg. Das ist hier ganz komisch, die Esten haben immer riesige Rasenflächen ohne jegliche Bäume. Die Ulme ganz nah beim Haus hätte ich aber tatsächlich gerne weg.
Der wilde Wein ist eine seltsame Art, der ein Rankgerüst braucht. Er hat keine Saugnäpfe. Ich werde nächstes Jahr das Haus streichen und dann richtig was montieren, im Moment sind da nur wenige Drähte, deswegen nicht so schön gleichmäßig gewachsen.
Der Grill steht übrigens auf einer Kartoffelkiste
Aktuell verzweifele ich an den Grundmauern, also Balken des Hauses. Ja, je mehr man gräbt... Die Vorbesitzer haben da doch tatsächlich die Zwischenräume so bearbeitet, dass da dicke Späne in den Zwischenräumen aufwärts stehen. Ich dachte erst, das wäre nur an einer Stelle so, aber es scheint überall zu sein, wo Putz an den Wänden ist. Ich vermute, es war deren Art, dem Lehm und Gips (ist ja hier alles bunt durcheinander) Halt zu geben. Ich nenne es Vergewaltigung des Holzes und erschwert mein Vorhaben, die Balken einfach nur abzuschleifen.

- Balken.jpg (73.98 KiB) 2132 mal betrachtet
Re: Pihlaka Talu
Verfasst: Di 5. Okt 2021, 18:17
von citty
Hi Birgit, traumhaft idyllisch Dein Haus! Ich mag es auch lieber idyllisch aber es ist eben so dass mit dem Moos Feuchtigkeit auf dem Dach bleibt mit modrig richende Erde darunter. Eternit wird ja aufgeschraubt und mit der Zeit bilden sich kleinste Risse um die Schraubenloecher durch die Feuchtigkeit eindringen und die darunterliegenden Balken angreifen kann. Das geht langsam aber es passiert mit der Zeit. Mit den Metalldaechern hier ist es dasselbe. Ich bekam fuer das Haus in Kelowna erstmal keine Versicherung weil etwas Moos auf dem Dach war und musste das innerhalb eines Jahres erneuern lassen! Jeder sollte das halten duerfen wie er will.
PS: vermutlich haben die Esten Angst vor Stuermen und umfallenden Baeumen.
LG und weiterhin viel Erfolg, Citty

Re: Pihlaka Talu
Verfasst: Di 5. Okt 2021, 18:41
von Zacharias
Unter dem Dach ist noch ein Schindeldach, da dürften die Balken also trocken bleiben. Dran rumkratzen tu ich jedenfalls nicht, alenfalls mal was abzupfen um es in die Balkenritzen zu stopfen. Die andere Seite ist etwas mehr bewachsen.
Der Winter kann nun auch kommen. Habe heute die letzten Kartoffeln geerntet, die werden bis nächsten Sommer reichen. Zwiebeln, Rote Beete, Topinambur und Äpfel sind auch reichlich da. Die Bohnen sind mir leider erfroren, wir hatten im letzten Monat schon eine Frostnacht. Mehr habe ich dieses Jahr nicht geschafft anzubauen, im nächsten Jahr wird die Selbstversorgung wieder etwas breiter.
Ich grübele die ganze Zeit was ich mit den hochstehenden Balkenspänen machen soll (letztes Bild). Schleife ich es ab, muss ich ja ne Menge weg nehmen. Das wird nicht nur ne irre Arbeit, es geht dabei ja auch Masse verloren. Mir kam heute der Gedanke, die Zwischenräume zu verfüllen. Evt. könnte ich die Füllung (am ehesten Sumpfkalk, der lässt sich einfach toll verarbeiten) außen so farblich anstreichen, dass das wieder zur Balkenfarbe passt, die man ja auch noch lasieren könnte. Ich bin in solchen Dingen nur so ungeheuer unkreativ, d.h. ich hab nie ne Vorstellung, wie das dann letztlich aussieht. Die Balken sind auch leider nicht so verbaut, dass sie eine plane Fläche ergeben. Meint ihr, das könnte trotzdem gut aussehen?