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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 13. Feb 2022, 12:49
von Rohana
Was nützt es uns in D eine Insel der Glückseligen zu schaffen während der Rest um uns rum weitermacht wie bisher? Deren Produkte wollen/brauchen wir ja trotzdem - ob das nun Atomstrom, kastrierte Ferkel, Eintagsküken weiblich, oder Agrarprodukte sind die mit hier nicht zugelassenen Mitteln/Methoden erzeugt wurden.
Bevor man also im Inland die Produktion beschneidet, sollte man einen Importstop für Erzeugnisse verhängen, die nicht nach unseren geltenden Regeln erzeugt wurden - das hätte wesentlich mehr Einfluss auf deren Herstellung, als ein Produktionsstop für Pflanzenschutzmittel. Aber wie so oft, die Politik tut nicht was funktioniert, sondern was Stimmen bringt

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 13. Feb 2022, 13:04
von Tscharlie
Klar nutzt es etwas.
Bei der Firma die ich in Bayern vertrete, wollen die Chinesen, der Hesteller exportiert die Produkte dorthin, dass die deutschen original Etiketten an den Produkten sind und nur ein zusätzliches in Chinesisch. Denn die deutsche Produktion ist DAS Aushängeschild.
Wir sollten also nicht so duckmäurerisch rumlaufen und rumjammern, made in Germany, ist weltweit eine Marke. Lassen wir uns die Zukunft einfallen!
Umso wichtiger ist es, dass wir den Umschwung hinbekommen, denn die Welt blickt auf uns.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 13. Feb 2022, 14:39
von Eule
Tscharlie hat geschrieben: So 13. Feb 2022, 13:04
Bei der Firma die ich in Bayern vertrete, wollen die Chinesen, der Hesteller exportiert die Produkte dorthin, dass die deutschen original Etiketten an den Produkten sind und nur ein zusätzliches in Chinesisch. Denn die deutsche Produktion ist DAS Aushängeschild..... made in Germany, ist weltweit eine Marke.....die Welt blickt auf uns.
Verrätst Du uns, um welche Produkte es sich handelt?
Mir fallen nur gerade Einige ein, die es NICHT (mehr) sein können, z.B. Autos, Hochgeschwindigkeitszüge, PV-Module, Windkraftanlagen, irgendwas Elektronisches, Spielzeug, ....,
Vielleicht Kuckuksuhren oder ein bestimmter Kräuterschnaps?
*Ironie off*
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 13. Feb 2022, 14:42
von Tscharlie
Firmennamen haben in einem Forum nichts verloren, daher werde ich das hier nicht schreiben, aber ich antworte Dir per PN.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 13. Feb 2022, 15:02
von Eule
Tscharlie hat geschrieben: So 13. Feb 2022, 14:42
Firmennamen haben in einem Forum nichts verloren, daher werde ich das hier nicht schreiben, aber ich antworte Dir per PN.
Danke für die Info, - das wäre aber hier auch ohne Firmennamen möglich und ok gewesen.
Hoffentlich passt ihr gut auf eure "Rezepte" auf...

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 13. Feb 2022, 15:11
von Tscharlie
Auch das habe ich gelernt im Zusammenhang mit dieser Firma.
Wer vorne sein will, kann sich nicht auf Patente verlassen die man hat, viel wichtiger ist es die Produkte weiterzuentwickeln, das Ziel im Blick zu behalten.
Auch das ein Modell für Deutschland.
Ist ja nett, dass wir hier (und in USA) Autos bauen können die 2,5 Tonnen mit 250 km/h über die Autobahn treiben, aber ist es das was die Menschen wirklich brauchen? Ist das Geld, das ausgegeben wird um euch zu erzählen was man alles braucht, nicht besser angelegt in moderen zukunftträchtige Erfindungen?
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 13. Feb 2022, 17:26
von sybille
Ist ja nett, dass wir hier (und in USA) Autos bauen können die 2,5 Tonnen mit 250 km/h über die Autobahn treiben, aber ist es das was die Menschen wirklich brauchen? Ist das Geld, das ausgegeben wird um euch zu erzählen was man alles braucht, nicht besser angelegt in moderen zukunftträchtige Erfindungen?

Es wäre zu schön wenn es so wäre.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 13. Feb 2022, 18:42
von Tscharlie
Jeder Mensch entscheidet für sich, wem er/sie sein/ihr Geld gibt.
Wenn wir unser Geld einem Biohof geben, dann ist das unsere Entscheidung.
Ich fahre im Außendienst (40.000 km/Jahr) einen gebrauchten Panda.
Was ich damit spare kann ich niemals für gute Lebensmittel ausgeben.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 13. Feb 2022, 21:33
von Benutzer 4754 gelöscht
penelope hat geschrieben: So 13. Feb 2022, 09:19
@Ölkanne:
Hast du beispielsweise mal drüber nachgedacht, wie dein Leben aussehen würde, wenn du in den 60er Jahren als "Contergan-Kind" ohne Arme und Beine auf die Welt gekommen wärst? Aus der Perspektive erscheint es doch selbstverständlich, dass die Produktion dieses schädlichen Mittels verboten und der wirtschaftliche Schaden an dem Unternehmen hingenommen wurde - auch wenn man nicht beeinflussen kann, ob andere Länder ebenso entscheiden.
Wenn man keinen moralischen Antrieb hat, sich möglichst nicht schädlich für den Rest der Welt zu verhalten, dann sollte man sich wenigstens drüber klar sein, dass man keine Garantie hat, auf der "Gewinner"-Seite zu sein, wenn man einen enthemmten Kapitalismus fordert.
Ich fordere keinen enthemmten Kapitalismus,
denn ich fordere gar nichts.
Was in welchem Land gespritzt werden darf, entscheiden die jeweiligen Behörden und nicht die Chemiebetriebe.
Deshalb ist es auch sinnfrei die Produktion in DE zu verbieten bloß weil der Wirkstoff nicht in DE zugelassen ist.
Es gibt Wirkstoffe die man in Spanien, aber nicht in DE einsetzen darf. Also dürfte man nicht Mal mehr für ein anderes EU Land produzieren...
... das ist doch schwachsinnig.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 13. Feb 2022, 22:03
von emil17
Das war aber nicht die Aussage.
Bei Herstellung von Landminen für den Export sind wir uns hoffentlich einig; dein Vergleich mit rechtsgelenkten PKWs war hingegen ziemlich offensichtlich nicht das was gemeint war.
Bei Pflanzenschutzmitteln gibt es solche, die hier mangels Kulturen nicht zugelassen sind, etwa für Bananen. Dann gibt es die, welche überall problematisch sind. Die gehören verboten und die kann man nicht verbieten, wenn man sie selber herstellt.
Also bitte nicht das KInd mit dem Bade aussschütten.
Dass Produkte die nach hierzulande unzulässigen Methoden erzeugt wurden auch nicht importiert werden dürfen, ist selbstverständlich ok.
Aber:
Einmal wären dann Firmen hier nicht konkurrenzfähig, weil ihre Halbzeuge, egal ob Zement oder Computerbestandteile, damit massiv teurer würden. Also werden die betroffenen Firmen dann ebenfalls den wirtschaftlichen Untergang des Abendlandes prophezeien.
Vor allem kann man den anderen nicht gut vorschreiben, was sie wie machen sollen, wenn man sich selber nicht an die gleichen Regeln hält. Deshalb muss man mit dem guten Beispiel vorangehen. Falls jemand hier Kinder hat, sollte er wissen, was gemeint ist.
Das Argument, wenn wir es nicht machen, machen es im Ausland andere, lässt sich sinngemäss und gleichbedeutend übersetzen mit: Für Geld machen wir alles.