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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 22. Jan 2022, 04:00
von Rohana
So what. Leute die was draufhaben werden immer gesucht, sind doch tausende Stellen vakant... einen neuen Job zu finden wird für die nicht das Problem sein.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 22. Jan 2022, 12:26
von Manfred
Die Studie der Uni Wageningen zur Farm to Fark Strategie ist jetzt öffentlich einsehbar:
"Für Deutschland werden dabei trotz erwarteter Anpassungen der Anbausysteme Produktionsrückgänge von 15 % bei Weizen, Raps und Zuckerrüben sowie 26 % bei Hopfen geschätzt. Ausgeglichen würden diese durch höhere Netto-Importmengen."
„Diese Produktionsverlagerung ist gleichbedeutend mit einer Verlagerung der Umwelteffekte wie Biodiversitätsverluste oder Treibhausgas-Emissionen, aber nicht mit deren Reduktion. Eine echte Verbesserung kann nur über kluge und angepasste Einsparstrategien sowie durch Innovationen und den Einsatz neuer Technologien erreicht werden. Dafür braucht es klare politische und regulatorische Rahmenbedingungen, damit nachhaltige innovative Lösungen schnell in der Praxis ankommen und genutzt werden können, kommentierte Frank Gemmer, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), die Ergebnisse."
Quellen:
https://www.topagrar.com/management-und ... 08819.html
https://www.wur.nl/en/news-wur/Show/Gre ... yields.htm
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 22. Jan 2022, 12:35
von Manfred
Rohana hat geschrieben: Sa 22. Jan 2022, 04:00
So what. Leute die was draufhaben werden immer gesucht, sind doch tausende Stellen vakant... einen neuen Job zu finden wird für die nicht das Problem sein.
Ich mache mir auch wenig Sorgen darum, dass diese fleißigen, fähigen Leute neue Arbeit finden werden.
Das sollte nur zeigen, wie sich die "Förderung der bäuerlichen Landwirtschaft" in der Praxis auswirkt.
Es werden tausende Betriebe vernichtet und ein nie dagewesenes Ausmaß an Bürokratie und Versorgungsposten für Parteigänger geschaffen.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 22. Jan 2022, 12:38
von Sven2
Dann sind die Arbeitsplätze ja garnicht weg, sondern nur verlagert *ironie*
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 22. Jan 2022, 12:40
von Manfred
Dafür ist man in anderen Bereichen sehr sparsam.
Das gleich das dann wieder aus:
https://www.facebook.com/10000318468203 ... 2365243809
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 22. Jan 2022, 16:24
von Manfred
Die Top 10 der deutschen Wursthersteller, nach Umsatz:
https://www.fleischwirtschaft.de/wirtsc ... ller-43297
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 28. Jan 2022, 12:16
von Manfred
"Schweinehalter in Baden-Württemberg sehen keine Perspektive mehr.
Laut einer Umfrage des Bauernverbandes BW denkt die Hälfte der Schweinehalter ans Aufhören. Sie zeigen sich enttäuscht und ernüchtert von den leeren Versprechungen des LEH."
(LEH = Lebensmitteleinzelhandel)
https://www.topagrar.com/schwein/news/s ... 11304.html
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 28. Jan 2022, 16:00
von Manfred
Aufstellung zur heutigen Bauerndemo in Schwerin. Es sollen wieder über 1000 Traktoren dabei sein.
https://www.facebook.com/10000690022946 ... 8330878158
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 28. Jan 2022, 18:13
von Manfred
Hier erklärt ein Landwirt, wie er mit der aktuellen Situation am Düngermarkt umgeht, und was das für die landwirtschaftlichen Betriebe und die Preisentwicklung bedeutet:
https://www.youtube.com/watch?v=WrBnM4D30Lw
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 3. Feb 2022, 08:59
von Manfred
Um nochmal die Machtlosigkeit der Bauern bezüglich der Preise aufzuzeigen,
die Entwicklung der Zahlen der Schweineschlachtungen in Deutschland:
Schlachtung Mastschweine:
Januar 2020: 3.552.074
Januar 2021: 3.110.777
Januar 2022: 2.423.754
(Minus 31,8% innerhalb von 2 Jahren)
Schlachtungen Muttersauen:
Januar 2020: 60.976
Januar 2021: 74.070
Januar 2022: 61.208
(Januar 2020 waren noch durchschnittliche Werte. Danach erfolgte ein massiver Bestandsabbau der Sauen, der immer noch läuft und sich in den weiter hohen Schlachtzahlen ausdrückt.)
Die Bauern haben also die Produktion innerhalb von 2 Jahren um über 30% reduziert.
Wir sind inzwischen deutlich unter dem Selbstversorgungsgrad.
Trotzdem sind die Preise weiter völlig ruinös. Es werden nichtmal die Direktkosten gedeckt.
In der Gesamt-EU ist hat die Schweineproduktion dagegen zugenommen.
Ohne Außenschutz können unsere Bauern machen was sie wollen. Sie haben keine Chance. Wir werden mit billiger Importware geflutet während bei uns durch immer weiter steigende Auflagen und die Inflation die Kosten explodieren.
Wenn dieser politische Irrlauf nicht zeitnah aufhört, verlieren wird unsere Grundversorgung mit Nahrungsmitteln und machen uns komplett abhängig von Importen.