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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 19. Jan 2022, 15:03
von Benutzer 4754 gelöscht
penelope hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 14:01 Es steht ja ein "wenn" vor dem Satz.
"Die" Landwirtschaft ist viel zu allgemein. Natürlich gibt es sehr viele sehr gut arbeitende Landwirte, aber es gibt auch ganze Landstriche, die unter Nitratbelatung und Bodenerosion
Wo sind diese Landstriche in diesem Land?
penelope hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 14:01verursacht durch intensive Landwirtschaft
Das ist falsch. Bioanabau verursacht durch die mechanische Unkrautbekämpfung und die vermehrte Bodenbearbeitung ein höheres Erosionspotential. Überhöhte Nitratauswaschung sind am ehesten dort möglich wo hohe Nährstoffmengen durch organische Dünger aufgebracht werden. Der Bioanabau hat 100 % organische Düngemittel...
penelope hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 14:01 Wer deutlich zum Erhalt einer vielfältigen Landschaft beiträgt, schafft auch ein öffentliches Gut und sollte gefördert werden.
Jeder Landwirtschaftliche Betrieb trägt zum erhalt der Kulturlandschaft bei.

Auch die großen Flächen im Osten und Nordosten der Republik sind Kulturlandschaften...

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 19. Jan 2022, 17:21
von sybille
Rohana hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 13:27 Das muss man sich echt auf der Zunge zergehen lassen. Wer, wenn nicht die Landwirtschaft, erhält denn die Kultur(!)landschaft eben durch Bewirtschaftung?
Du kannst nicht von der Landwirtschaft im Allgemeinen schreiben. Manche Landwirtschaft (Monokultur, Massentierhaltung) zerstört doch die Kultur(!)landschaft. Das wirst Du zugeben müssen. Was ist mit den Schäfern die wirklich ihren Beitrag zum Erhalt der Kultur(!)landschaft beitragen? Die gehen doch in D wirklich zugrunde.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 19. Jan 2022, 17:26
von sybille
Oelkanne hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 15:03 ... Auch die großen Flächen im Osten und Nordosten der Republik sind Kulturlandschaften...
ja, Monokultur gibt es auch in vielen asiatischen und südamerikanischen Ländern und wird von uns als sehr böse bezeichnet weil dafür der Regenwald abgeholzt wurde.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 19. Jan 2022, 17:31
von sybille
Rohana hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 08:59 Haja. Das passt wenigstens zur Aussage von Cem die ich gestern im Radio gehört habe, vonwegen man will die Landwirtschaft umbauen, und Umwelt, Natur, yadayada, Soziales, Öko, hastenichtgesehn. Das einzige wovon gar nicht die Rede war: Lebensmittelproduktion. Also freue ich mich drauf dass wir in einigen Jahren alle nur noch Blümchenwiese machen und Geld für's Nixtun bekommen!
:ohm:
Rohana, Du musst Dich nicht für die Lebensmittelproduktion zuständig fühlen. Wenn Dir das alles keine Freude mehr macht weil zu wenig Geld dann mach was anderes. So einfach ist das. Sollen sich andere kümmern.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 19. Jan 2022, 18:14
von emil17
Ihr könnt gerne aus jeder Abweichung unserer Ansicht von dem, was landwirtschaftlich gute Produktion ist, ein Unfähigkeitszeugnis für uns machen.
Aber:
Was unter Kulturlandschaft zu verstehen ist, das definieren nicht nur die Bauern, da haben die 98% Nicht-Bauern genauso mitzureden. Schliesslich finanzieren die den ganzen Spass mit ihren Steuergeldern mit. Zudem ist es die Umwelt aller Leute, die da produktionsoptimiert wird.
Im Falle der Schweinemast: es ist Kulturlandschaft, da es Landschaft ist und da sie kultiviert wird. Aber es ist nicht die, welche viele Leute möchten. Zudem werden Kollateralschäden im eigenen Land wie Grundwasserbelastung, Gestank, Trivialisierung der Landschaft und Verlust an Biodiversität der Gesellschaft überlassen.

Was die Unabhängigkeit der Urproduktion vom Ausland angeht: Wie lange können denn die Bauern produzieren, wenn die Grenzen wirklich zu sind? Kein Import von Diesel, kein Import von Futtermitteln, kein Import von Strom, sehr bald kein Unterhalt und Reparatur von Landmaschinen mehr, die Leute werden grantig weils weder Sushi noch Orangen gibt. Wenn jedes Land sich abschottet, funktioniert in Europa sehr bald gar nichts mehr. Das betrifft alle Wirtschaftszweige und das ist ein wesentlicher Grund für unseren Wohlstand und für die Verhinderung von Krieg. Deshalb ist es politisch blind so zu tun als könne man auch anders, und dafür Geld ausgeben ist Verschwendung.

Der offene Markt hat übrigens eine gute Methode, zu entscheiden, was für die Menschen sinnvoll ist und was nicht: Der Produzent entscheidet, was er auf den Markt bringen will, und der Konsument entscheidet, was er kauft. Was gewinnbringend verkauft werden kann, wird produziert und ist erhältlich. Das ist solange ein gewaltiger Vorteil gegenüber jeder Art obrigkeitlicher Definition von sinnvoller Produktion, wie Umwelt und Sozialpolitik nicht beeinträchtigt werden. Deshalb muss der Staat schon aus Gründen der Fairness dafür sorgen, dass diese Dinge respektiert werden - durch Vorschriften und Gesetze, die natürlich aus Sicht des Produzenten produktionsverteuernd sind. Anders ist es aber nicht möglich, einen dicht besiedelten Industriestaat mit hohem Wohlstand bewohnbar zu halten.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 19. Jan 2022, 18:42
von Sven2
Leider sagt der Konsument ja, dass er billiges Massentierfleisch und ähnloche Produkte möchte, wie es scheint.

Eine Frage zu Cem Özdemir:

Eine der ersten Dinge, die ich gelesen habe, war die Forderung nach höheren Lebensmottelpreisen und mehr Geld bzw. fairere Bezahlung für die Landwirtschaft. Dazu hab ich hier noch gar nichts gelesen, kann das sein? Gibt's da überhaupt schon konkrete Pläne?
Weil, die Kritik der Sozialverbände jetzt mal kurz außen vor gelassen, vom Prinzip ist das ja das, was eigentlich öfter gefordert wird, oder?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 19. Jan 2022, 18:54
von emil17
Oelkanne hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 09:35 Wenn hier weniger produziert wird, Fahrt eben ein Schüttgutfrachter mit Weizen mehr die Donau hoch, die Polen schicken drei Lkw mehr Milch. Dänemark liefert das Schweinefleisch, Polen die Eier und die Niederlande Gemüse und Geflügelfleisch. Rind kommt aus Frankreich oder Übersee usw.
Das bedeutet aber auch, dass man nicht mehr wie früher wegen lokaler Dürre oder Überschwemmung nix mehr zu essen hat. Also nicht bloss schlecht.
Oelkanne hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 09:35 Die deutsche Produktionsmenge hat kein Einfluss auf den Preis.
Wenn wir weniger als das wirtschaftliche Optimum produzieren haben wir also nur weniger verdient und weiter passiert nichts.
Du ignorierst, dass jede Produktion Umweltbelastung und Ressourcenverbrauch bedeutet. Wenn weniger erzeugt wird, sinkt die Umweltbelastung.
Zudem ist genau diese Argumentation der Grund für das Elend der Kleinen, die Effizienzfalle.
Ebenfalls ignoriert wird, dass, wenn neue Regeln für alle gelten, dann ein neues Optimum eintritt. Es wäre Sache der Politik, das so zu machen, dass nicht nur wenige Grosse übrigbleiben.
Zwangskonsum durch Aussenschutz alleine kann nicht die Lösung sein - soll ganz Deutschland nur das essen dürfen, was die deutsche Landwirtschaft kann?
Oelkanne hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 09:35 Mit deinen abstrusen Ideen und Forderungen drückst du den Monetärenertrag so weit dass sich die Sache nicht mehr rechnet. Das ist nicht schwer, denn sie lohnt sich jetzt schon kaum:
nach Vollkosten bleiben pro Hektar Brotweizen etwa 20-50 € Gewinn.
Bei 2.000 € Umsatz macht das eine Umsatzrendite von
1-2,5 %. Ein absolut grottenschlechtes Ergebnis, verglichen mit anderen Wirtschaftszweigen.
Eine Vollkostenrechnung bringt bei hoher Konkurrenz, bei grossem Markt und einem Produkt, das sich nicht von dem der Konkurrenz unterscheidet, immer einen Gewinn nahe Null. Fragt sich nur, warum so viele etwas machen, was sich nicht rechnet.

Da sind wir wieder beim Schraubenfabrikanten, denn der wird auch jammern, dass es sich wegen der Konkurrenz und wegen Auflagen des Staates (zu hohe Lohnnebenkosten, Energiesteuer, was weiss ich ...) fast nicht mehr rechnet.
Die wirtschaftlich logische Schlussfolgerung wäre einfach die, keinen Brotweizen und keine Schrauben zu machen, wenn man dabei das Betteln versäumt. Deswegen hat auch Tante Emma ihren Laden zugemacht, interessiert hats offenbar keinen.

Aus volkswirtschaftlicher Sicht kann man durch gezielte Vorschriften und Förderungen hin zu einer etwas anders funktionierende Landwirtschaft hin arbeiten. Das sind politische Entscheidungen. Für einzelne Unternehmer bedeutet sowas immer, dass sie sich anpassen oder verschwinden müssen.
Das ist auch nicht grundsätzlich anders, als wenn der Zwang von aussen kommt. Nachdem sich der PC durchgesetzt hatte, wollte keiner mehr Schreibmaschinen. Ebenso will keiner mehr Analogfilme entwickeln lassen. Was machst du nun, wenn du ne Schreibmaschinenfabrik oder ein Fotogeschäft hast?
Die Politik will die Umwelt in der Landwirtschaft ja nicht deshalb mehr gewichten, um die Bauern zu schikanieren.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 19. Jan 2022, 22:51
von Benutzer 4754 gelöscht
Wir drehen uns im Kreis :michel:
sybille hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 17:26
Oelkanne hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 15:03 ... Auch die großen Flächen im Osten und Nordosten der Republik sind Kulturlandschaften...
ja, Monokultur gibt es auch in vielen asiatischen und südamerikanischen Ländern und wird von uns als sehr böse bezeichnet weil dafür der Regenwald abgeholzt wurde.
Monokultur gibt es in DE im Schwarzwald (Nadelbaummonokultur), am Bodensee (Obstbaummonokultur) und an Rhein/Mosel/Neckar (Weinmonokultur), aber auf keinem Acker in DE, auch nicht in Nordostdeutschland.
sybille hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 17:21
Rohana hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 13:27 Das muss man sich echt auf der Zunge zergehen lassen. Wer, wenn nicht die Landwirtschaft, erhält denn die Kultur(!)landschaft eben durch Bewirtschaftung?
Du kannst nicht von der Landwirtschaft im Allgemeinen schreiben. Manche Landwirtschaft (Monokultur, Massentierhaltung) zerstört doch die Kultur(!)landschaft. Das wirst Du zugeben müssen. Was ist mit den Schäfern die wirklich ihren Beitrag zum Erhalt der Kultur(!)landschaft beitragen? Die gehen doch in D wirklich zugrunde.
Etwa 50 % der Fläche dieses Landes wird seit hunderten Jahren landwirtschaftlich genutzt, diese Äcker und Wiesen sind unsere Kulturlandschaft!
Die Landschaftspflege mit Schafen wird kräftig gefördert, wer bei diesen Programmen mit macht kann davon leben.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 19. Jan 2022, 23:07
von Benutzer 4754 gelöscht
emil17 hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 18:14 Ihr könnt gerne aus jeder Abweichung unserer Ansicht von dem, was landwirtschaftlich gute Produktion ist, ein Unfähigkeitszeugnis für uns machen.
Aber:
Was unter Kulturlandschaft zu verstehen ist, das definieren nicht nur die Bauern, da haben die 98% Nicht-Bauern genauso mitzureden. da hat gar niemand mitzureden. Die Kulturlandschaft ergibt sich aus den letzten hundert Jahren Kultur dieses Landes, das weder wir noch du uns ausgesucht. Die Kulturlandschaft ist in der Heide anders als im Alpenvorland. Im Kraichgau ist sie anderst als in der Börde usw. aber das Landschaftsbild hat in dort seit hunderten Jahren typisch geprägt.Zudem ist es die Umwelt aller Leute, die da produktionsoptimiert wird.Ich wusste gar nicht das wir wieder Volkseigentum haben?
Im Falle der Schweinemast: es ist Kulturlandschaft, da es Landschaft ist und da sie kultiviert wird. falsche Definition des Wortes Kulturlandschaft: "Kulturlandschaft wird meist die dauerhaft vom Menschen geprägte Landschaft bezeichnet". Aber es ist nicht die, welche viele Leute möchten. Du kannst nicht erkennen wohin der Weizen geht der auf dem Acker wächst!!! Ist es Saatgut? Wird er zu Brot? Kommt er in den Trog? Wenn ja in welchen? Kuh? Huhn? Schwein? Oder gar Singvogel? Wird Ethanol oder Stärke daraus? Das sieht man dem Weizen nicht an. Wie kommst du also zu dem Trugschluss der Bau eines Schweinestalls würde die Kulturlandschaft verändern?

Was die Unabhängigkeit der Urproduktion vom Ausland angeht: Wie lange können denn die Bauern produzieren, wenn die Grenzen wirklich zu sind? Kein Import von Diesel, kein Import von Futtermitteln, kein Import von StromIch dachte wir sind Stromexporteur?, sehr bald kein Unterhalt und Reparatur von Landmaschinen mehr, die Leute werden grantig weils weder Sushi noch Orangen gibt. Wenn jedes Land sich abschottet, funktioniert in Europa sehr bald gar nichts mehr.In der Schweiz funktioniert nichts mehr, da man eure Steine der Berge nicht essen und nicht verbrennen kann. Deutschland hat Energiereserven für 300 Jahre: Braunkohle. Stickstoff lässt sich aus der Luft gewinnen, Kalidünger exportieren wir zur Zeit. Nur Phosphat könnte knapp werden aber das lässt sich etliche Jahre aussitzen Das betrifft alle Wirtschaftszweige und das ist ein wesentlicher Grund für unseren Wohlstand und für die Verhinderung von Krieg. Deshalb ist es politisch blind so zu tun als könne man auch anders, und dafür Geld ausgeben ist Verschwendung.

Der offene Markt hat übrigens eine gute Methode, zu entscheiden, was für die Menschen sinnvoll ist und was nicht: Der Produzent entscheidet, was er auf den Markt bringen will, und der Konsument entscheidet, was er kauft.Das hast du gut erkannt. Und über 90 % der Menschen wollen weder Bio noch sonst irgend ein Gedöns. Das gibt's heute schon, es kauft aber eben keiner. Was gewinnbringend verkauft werden kann, wird produziert und ist erhältlich. Das ist solange ein gewaltiger Vorteil gegenüber jeder Art obrigkeitlicher Definition von sinnvoller Produktion, wie Umwelt und Sozialpolitik nicht beeinträchtigt werden. Deshalb muss der Staat schon aus Gründen der Fairness dafür sorgen, dass diese Dinge respektiert werden - durch Vorschriften und Gesetze, die natürlich aus Sicht des Produzenten produktionsverteuernd sind. Anders ist es aber nicht möglich, einen dicht besiedelten Industriestaat mit hohem Wohlstand bewohnbar zu halten.Du möchtest also vor der eigenen Haustüre schön sauber haben, aber irgendwo auf der Welt Dreck machen das ist dir egal. Aus den Augen aus dem sinn, aber das kennen wir ja von dir.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 19. Jan 2022, 23:16
von Benutzer 4754 gelöscht
emil17 hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 18:54
Oelkanne hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 09:35 Wenn hier weniger produziert wird, Fahrt eben ein Schüttgutfrachter mit Weizen mehr die Donau hoch, die Polen schicken drei Lkw mehr Milch. Dänemark liefert das Schweinefleisch, Polen die Eier und die Niederlande Gemüse und Geflügelfleisch. Rind kommt aus Frankreich oder Übersee usw.
Das bedeutet aber auch, dass man nicht mehr wie früher wegen lokaler Dürre oder Überschwemmung nix mehr zu essen hat. Also nicht bloß schlecht.hat ja auch keiner behauptet. Aber das verhindert deine Logik dass hier die Preisesteigen würden wenn hier weniger Produziert werden würde. Die Minderproduktion geht voll zu Lasten des Produzenten.
Oelkanne hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 09:35 Die deutsche Produktionsmenge hat kein Einfluss auf den Preis.
Wenn wir weniger als das wirtschaftliche Optimum produzieren haben wir also nur weniger verdient und weiter passiert nichts.
Du ignorierst, dass jede Produktion Umweltbelastung und Ressourcenverbrauch bedeutet. Wenn weniger erzeugt wird, sinkt die Umweltbelastung.Falsch. Die Umweltbelastung ist nicht an die Menge gekoppelt.
Zudem ist genau diese Argumentation der Grund für das Elend der Kleinen, die Effizienzfalle.
Ebenfalls ignoriert wird, dass, wenn neue Regeln für alle geltenALLE??? Auch In der Ukraine, Polen, Australien, Brasilen und den USA?, dann ein neues Optimum eintritt. Es wäre Sache der Politik, das so zu machen, dass nicht nur wenige Grosse übrigbleiben.Wieso?
Zwangskonsum durch Aussenschutz alleine kann nicht die Lösung sein - soll ganz Deutschland nur das essen dürfen, was die deutsche Landwirtschaft kannWas macht deine Schweiz denn? Genau das! Beschäftige dich mal mit der Getreideeinfuhr in die Schweiz... Ihr habt Zollsätze die unserem Getreidepreis entsprechen!?
Oelkanne hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 09:35 Mit deinen abstrusen Ideen und Forderungen drückst du den Monetärenertrag so weit dass sich die Sache nicht mehr rechnet. Das ist nicht schwer, denn sie lohnt sich jetzt schon kaum:
nach Vollkosten bleiben pro Hektar Brotweizen etwa 20-50 € Gewinn.
Bei 2.000 € Umsatz macht das eine Umsatzrendite von
1-2,5 %. Ein absolut grottenschlechtes Ergebnis, verglichen mit anderen Wirtschaftszweigen.
Eine Vollkostenrechnung bringt bei hoher Konkurrenz, bei grossem Markt und einem Produkt, das sich nicht von dem der Konkurrenz unterscheidet, immer einen Gewinn nahe Null.Hä? Hast du in BWL mal wieder geschlafen oder Kreide geholt? Eine vollkostenrechung interesiert weder Marktgröße noch Konkurrenz oder sonst was. Fragt sich nur, warum so viele etwas machen, was sich nicht rechnet.Weil aufhören noch teurer ist.

Da sind wir wieder beim Schraubenfabrikanten, denn der wird auch jammern, dass es sich wegen der Konkurrenz und wegen Auflagen des Staates (zu hohe Lohnnebenkosten, Energiesteuer, was weiss ich ...) fast nicht mehr rechnet.
Die wirtschaftlich logische Schlussfolgerung wäre einfach die, keinen Brotweizen und keine Schrauben zu machenAch gucken an. Was meinst du warum die kleinen Betreibe alle zu machen? Oben wolltest du sie noch haben hier jetzt schon nicht mehr? Entscheide dich mal! ,

Aus volkswirtschaftlicher Sicht kann man durch gezielte Vorschriften und Förderungen hin zu einer etwas anders funktionierende Landwirtschaft hin arbeiten. nö das ist schlicht zu teuer. Also wälzt man die Kosten auf die Betriebe ab.Das sind politische Entscheidungen. Für einzelne Unternehmer bedeutet sowas immer, dass sie sich anpassen oder verschwinden müssen.DESHALB GEGEBN DIE KLEINEN JA AUF!!!

Die Politik will die Umwelt in der Landwirtschaft ja nicht deshalb mehr gewichten, um die Bauern zu schikanieren.wenns lustig wäre würde ich jetzt lachen.