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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 15. Jan 2022, 15:58
von sybille
Oelkanne hat geschrieben: Sa 15. Jan 2022, 10:11
Ferry hat geschrieben: Sa 15. Jan 2022, 09:29
@ Rohana: ich krieg das ncht durchdacht, deswegen frage ich: Wieso kostet euch das Milchgeld? Seid ihr pauschalisierender Betrieb? Oder der Milchabnehmer?
Wie löst ihr das mit eurem Gemüse und den Steuern?
MwSt muss man nicht zwingend auf die Ware rechnen. Ich berechne meinen Kunden keine MwSt.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 15. Jan 2022, 16:49
von Eberhard
MwSt muss man nicht zwingend auf die Ware rechnen.
Wer aber nicht unter die
Kleinunternehmerregelung fällt, muss die entsprechende Mehrwertsteuer an das Finanzamt abführen. Ohne den "Aufschlag" zahlt man die von seinem Nettoertrag.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 15. Jan 2022, 17:13
von Ferry
Das weis man ja aber bei der Berechnung des Preises den man veranschlagt. Wir sind vom Umsatz her kein Kleinstunternehmen mehr, leider.
Wir zahlen Umsatz- und Einkommenssteuer.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 15. Jan 2022, 20:59
von Manfred
Ferry hat geschrieben: Sa 15. Jan 2022, 09:29
@ Rohana: ich krieg das ncht durchdacht, deswegen frage ich: Wieso kostet euch das Milchgeld? Seid ihr pauschalisierender Betrieb? Oder der Milchabnehmer?
Ja, Pauschalierer.
Bei z.B. 40 Cent Netto-Milchpreis wären das
mit 11,7% -> 44,68 Cent brutto
mit 9,5% -> 43,80 Cent brutto
also 0,88 Cent geringere Einnahmen pro Liter
Ein Kleinetreib mit 500.000 Liter verkaufter Milch verliert so 4.400 Euro pro Jahr.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 15. Jan 2022, 21:36
von Ferry
Aber ob man pauschaliert oder nicht entscheidet man doch selber, oder?
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 16. Jan 2022, 00:23
von Benutzer 4754 gelöscht
Ferry hat geschrieben: Sa 15. Jan 2022, 21:36
Aber ob man pauschaliert oder nicht entscheidet man doch selber, oder?
Ja, legt sich da aber auf etliche Jahre fest.
Die andere Variante, das Optieren, ist aber viel Buchführungs- und Verwaltungsaufwand.
Optieren lohnt sich dann, wenn große Vorsteuern anfallen. Ab 600.000€ Umsatz muss man optieren.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 16. Jan 2022, 08:43
von emil17
Manfred hat geschrieben: Sa 15. Jan 2022, 14:20
@Emil: Wenn du nicht verstehen willst, dass die Zerstörung von Regenwäldern, also der artenreichsten Landbiotope, die Zerstörung unserer heimischen Böden, der wirkungsgeringe Einsatz von Naturschutzmitteln, der Zwang, Grünland pflügen zu müssen, damit kein Dauergrünland entsteht, die Zerstörung der Weidewirtschaft durch die unkontrollierte Ausbreitung der Wölfe, die Zerstörung der Landwirtschaftlichen Kreislaufwirtschaft, die Verhinderung von Zwischenfruchtanbau etc. etc. der Natur schaden, dann ist dir nicht zu helfen.
Ich erwarte eigentlich konkrete Antworten auf konkrete Vorwürfe deinerseits, nicht pauchale Vorwürfe wegen anerkannten oder behaupteten Missständen. Der Vorwurf war: "Die Regierungen und diverse NGOs behindern massiv die Entwicklung hin zu besseren Methoden.
Die Nationalparks in den spröden Klimaten gelten unter Fachleuten inzwischen als Extrembeispiele für zerstörende Misswirtschaft. "
Tatsachen sind, dass Regenwälder eher deshalb abgeholzt werden, weil die Landwirtschaft in den Industrieländern Futtermittel zur "Deckung der Eiweisslücke" importiert, die auf gerodeten Flächen angebaut werden, und so mithilft, dden Bedarf nach gerodeten Flächen zu erzeugen. Kauf der Flächen durch NGOs ist eine Massnahme, um wenigstens Restflächen zu erhalten.
Das andere ist Bullshit oder Ansichtssache oder Gegenstand politischer Diskussionen; Vollzugsbhörden für solche Anliegen sind die landwirtschaftlichen Behörden, nicht die NGOs. Dass in Sachen Wölfe einiges schief läuft, ist offensichtlich, dass deshalb die NGOS für die Zerstörung der Weidewirtschaft verantwortlich sein sollen (wie ist es mit den grossen Weideflächen in Gebieten, wo es gar keine Wölfe gibt?), ist Unsinn.
Manfred hat geschrieben: Sa 15. Jan 2022, 14:20
Dass du nicht mehr von deinem ideologischen Ross zu kriegen bist, ist mir völlig klar.
Ich stelle nur fest, dass du konkrete Rückfragen auf pauschale Rundschläge, die von Dir kommen, nicht beantwortest, sondern dem Diskussionsgegner ideologische Verblendung unterstellst, sobald konkrete Fragen kommen. Zielführende Diskussion geht anders.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 16. Jan 2022, 11:26
von Rohana
emil17 hat geschrieben: So 16. Jan 2022, 08:43
Tatsachen sind, dass Regenwälder eher deshalb abgeholzt werden, weil die Landwirtschaft in den Industrieländern Futtermittel zur "Deckung der Eiweisslücke" importiert, die auf gerodeten Flächen angebaut werden, und so mithilft, dden Bedarf nach gerodeten Flächen zu erzeugen. Kauf der Flächen durch NGOs ist eine Massnahme, um wenigstens Restflächen zu erhalten.
Vielleicht sollten sich die NGOs lieber darum bemühen den Landwirten dabei zu helfen im Inland die Eiweisslücke zu schliessen statt Regenwald zu kaufen

abgesehen davon: Es ist doch wurscht was wo nachgefragt wird, solange dort die Ressource Ackerland durch Raubbau am Wald abzugreifen ist, wird es Leute geben die das tun, Eiweisslücke hin oder her. Also etwas kurz gedacht das den deutschen Landwirten in die Schuhe schieben zu wollen.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 16. Jan 2022, 11:34
von Manfred
Rohana hat geschrieben: So 16. Jan 2022, 11:26
Vielleicht sollten sich die NGOs lieber darum bemühen den Landwirten dabei zu helfen im Inland die Eiweisslücke zu schliessen statt Regenwald zu kaufen
Das würde ja ihr zerstörerisches Geschäftsmodell zunichte machen.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 16. Jan 2022, 11:42
von Manfred
Ferry hat geschrieben: Sa 15. Jan 2022, 21:36
Aber ob man pauschaliert oder nicht entscheidet man doch selber, oder?
Ja. Weiter zu pauschalieren macht natürlich nur Sinn, wenn man unter Berücksichtigung des Verwaltungsaufwands und der Umsatzsteuer-Zu- und Abgänge einen Vorteil gegenüber dem Optieren hat.
Das ändert aber nichts daran, dass die 4.400 Euro Einnahme und damit auch 4.400 Euro Gewinn weg sind.
Ich als "Landschaftspfleger" bin von Anfang an Optierer, weil meine Ausgaben fast alle umsatzsteuerpflichtig sind, die Ausgleichszahlungen aber ohne Umsatzsteuer. Entsprechend kann ich in den meisten Jahren mehr Umsatzsteuer absetzen als ich einnehme.
Ihr wertet vermutlich auch pauschalieren?
Oder fallt ihr unter die Kleinunternehmerregelung?