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Re: alte Rezepte

Verfasst: Mo 1. Apr 2019, 20:07
von 65375
Es war früher (nach WW II) auch üblich, hinterm Haus repräsentativen Blödsinn zu pflanzen. Dann kam 'ne Hecke und dahinter versteckt der Gemüsegarten. Ich bin so nicht aufgewachsen, meine Eltern und Großeltern haben sich nie für eigenes Gemüse geschämt. Auch Brennesseln zu essen, fand bei uns niemand abwegig.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Di 2. Apr 2019, 08:14
von hobbygaertnerin
Wird denn heute mehr Gemüse in den Gärten angepflanzt?
Die Flächen bei den Neubaugebieten werden kleiner und da viele nicht viel Zeit für den Garten haben, sehe ich sehr viele gepflasterte, mit Steinen gemulche Flächen und die Rasenfläche, die der Robbi mäht. Wenn Glück dabei ist, steht ein Hochbeet dort.
Ich bin den wilden Pflanzen nicht abgeneigt, aber mit Maß und Ziel. Was mich interessieren würde, Brennessel, roh mag ich sie nicht, wie verhält sich ihr sagenhafter Vitamingehalt, wenn man sie kocht?
Was bei Brennessel auch noch ganz wichtig ist, ihr Eisengehalt- der ist wirklich sehr, sehr gut und der Körper kann es gut verwerten.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Di 2. Apr 2019, 09:31
von 65375
Brennessel, Giersch, Borretsch, Petersilie, Vogelmiere, Grün im Schnee, wilder Schnittlauch, Sauerampfer, Löwenzahn. Alles in schmale Streifen geschnitten und dann dick auf die fertige Pizza gelegt. Mitgebacken waren auch Brennesseln und Vogelmiere. Man schmeckt die einzelnen Kräuter nicht raus, aber ich esse dieses Sortiment zur Zeit ein- oder zweimal täglich und habe das Gefühl, die Frühjahrsmüdigkeit kriegt mich dieses Jahr nicht!

Im Tee hab ich manchmal noch Rosmarin und Thymian, auch ein bißchen Waldmeister. Achso, klar, Pfefferminze. Und Fenchel.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Di 2. Apr 2019, 09:42
von moorhexe
das mit dem vitamingehalt kann ich nicht beurteilen. für mich ist bei den wild- und heilkräutern immer der gesundheitliche aspekt.

https://www.youtube.com/watch?v=EwGaM2j ... Iw&index=1

https://www.youtube.com/watch?v=HBStO1U ... Iw&index=2

https://www.youtube.com/watch?v=oKA7HS0 ... Iw&index=3

maria treben lebt schon lange nicht mehr, lohnt sich aber mal anzuhören.besonders im 1. teil, wie wichtig brennesseln sind.

ich bin mit so vielen kräuterexperten alt geworden. leider geht dieses wissen verloren.

ich hoffe nicht.
ich versuche es meinen enkelkindern weiterzugeben, mein wissen um die heilwirkung von nahrungs- und heilkräutern.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Di 2. Apr 2019, 18:37
von Sonnenstrahl
Brennesseln mach ich manchmal roh als Brennesselbutter/ mit in Kräuterbutter.
Auch in den Quark, grüne Soße.
Da mach ich sie aber vorher mit dem Nudelholz platt. :holy:

Re: alte Rezepte

Verfasst: Mi 3. Apr 2019, 10:14
von Rohana
Sonnenstrahl hat geschrieben:So hat jeder seine Sicht auf die Dinge.
Als geprüfter Kräuterführer kann ich nur sagen, dass es sich lohnt, Wildkräuter zu sammeln und zu futtern.
Denn das "Unkraut" hat Unmengen mehr Inhaltsstoffe, als alles Kulturgemüse. [...]
Wenn das mit den Wildkräutern ausreichen täte, hätt niemand sich die Mühe gemacht irgendwas zu kultivieren ;) wie 65375 schon sagt, es ist ja nicht verboten zu den Kartoffeln auch Brennesseln zu essen oder andersrum. :kaffee:
Leider bin ich mit Brennesseln überversorgt, so viel kann ich gar nicht essen dass sich die Bestände etwas lichten würden... :nudel:

Re: alte Rezepte

Verfasst: Mi 3. Apr 2019, 10:30
von moorhexe
brennesseln sind ein stickstoffanzeiger.
ist ja auch nicht schlecht brennesseln einfach mal stehen zu lassen, dann können sich schmetterlinge verpuppen.

alle meine kräuter und andere pflanzen kann ich auch nicht aufessen oder zu salben und tinkturen verarbeiten. ist ja auch wichtig die natur einfach mal irgendwo zu lassen. :bieni:

Re: alte Rezepte

Verfasst: Mi 3. Apr 2019, 10:57
von Benutzer 72 gelöscht
Rohana hat geschrieben:
Sonnenstrahl hat geschrieben:....Denn das "Unkraut" hat Unmengen mehr Inhaltsstoffe, als alles Kulturgemüse. [...]
Wenn das mit den Wildkräutern ausreichen täte, hätt niemand sich die Mühe gemacht irgendwas zu kultivieren
Ich mag am liebsten einen großen Kopf Kopfsalat mit vieeelen Wildkräutern drin - die Wilden für Geschmack und Inhaltsstoffe, den kultivierten Kopf für die Fülle ;)

Re: alte Rezepte

Verfasst: Mi 3. Apr 2019, 10:59
von Doris L.
Wenn das mit den Wildkräutern ausreichen täte, hätt niemand sich die Mühe gemacht irgendwas zu kultivieren ;)
Sammeln braucht seine Zeit. Gestern war ich für eine Dose voll 3 Stunden unterwegs. ( Nun, ja, ich bin wählerisch, hätte mehr sein können wenn ich ALLES mitgenommen hätte) Diese Menge reicht nicht mal für mich alleine. Kein Wunder das irgendwann Gärten angelegt wurden.
Eine frühere Kollegin die aus Siebenbürgen stammte, erzählte das die Leute dort rote Johannisbeeren nur im Wald sammelten. Im Garten hatten sie keine Sträucher. Bei uns gibt es auch Johannisbeeren im Wald und ich sammel diese, wird aber nie soviel wie wenn man die Sträucher im Garten hätte.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Mi 3. Apr 2019, 17:51
von sybille
Leider bin ich mit Brennesseln überversorgt, so viel kann ich gar nicht essen dass sich die Bestände etwas lichten würden...
Schneide sie ab und trockne sie für die Küken oder die Hühner im Winter.
ist ja auch nicht schlecht brennesseln einfach mal stehen zu lassen, dann können sich schmetterlinge verpuppen.
alle meine kräuter und andere pflanzen kann ich auch nicht aufessen oder zu salben und tinkturen verarbeiten. ist ja auch wichtig die natur einfach mal irgendwo zu lassen. :bieni:
So mache ich das auch. Vieles bleibt einfach damit sich Schmetterlinge und Vögel daran erfreuen können.