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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: So 2. Jan 2022, 17:54
von sybille
die Grünen in steter Regelmäßigkeit Regelungen unterstützen und beschließen, die genau das Gegenteil dessen bewirken, was die Grünen laut Wahlprogramm angeblich erreichen wollen.
So ist es!
Wie kann man auf die Idee kommen unsere Umwelt durch noch mehr Windräder noch mehr zu schädigen bloß weil man sich in den Kopf gesetzt hat das D klimaneutral werden soll :nudel:
Und ja, die Grünen haben irre viel Macht. Wegen denen haben wir ja so hohe Sprit- und Strompreise. Da sind nur die alleine dran schuld....
Nein, sind sie nicht. Sprit und Strom waren schon vor der Wahl in die Höhe gegangen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: So 2. Jan 2022, 19:43
von Sonne
sybille hat geschrieben: So 2. Jan 2022, 17:54
Und ja, die Grünen haben irre viel Macht. Wegen denen haben wir ja so hohe Sprit- und Strompreise. Da sind nur die alleine dran schuld....
Nein, sind sie nicht. Sprit und Strom waren schon vor der Wahl in die Höhe gegangen.
Ich glaube, das war lediglich ironisch gemeint. ;)

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 6. Jan 2022, 17:47
von Rohana
Nicht direkt *aus* der Landwirtschaft, aber spannend: Antibiotika-resistente Bakterien gab es schon vor Antibiotika als Medizin https://www.spiegel.de/wissenschaft/nat ... 5c1be761ff

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 6. Jan 2022, 21:36
von emil17
Der Titel des verlinkten Artikels ist etwas irreführend, denn Antibiotika gbt es schon so lange wie es Mikroorganismen gibt; sie sind ja von anderen Mikroorganismen erfunden worden. Für den Biologen stellt sich die Frage, warum nicht alle Mikroben Resistenzen gegen die häufigen in der Natur vorkommenden Antibiotika haben.
Interessant für die Praxis ist vor allem der letzte Satz im verlinkten Artikel:
»Diese Studie entschärft überhaupt nicht die Bedeutung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Antibiotikaresistenzen«, sagt der Mikrobiologe. Im Gegenteil: Der Mensch setze massenhaft Antibiotika ein: in der Human- und Tiermedizin, bei der Fischzucht und in manchen Regionen auch beim Pflanzenanbau. Solche Bedingungen böten Vorteile für resistente Bakterien. »Die können dann in Krankenhäusern auf geschwächte Menschen treffen.«

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 6. Jan 2022, 22:45
von Eberhard
Solche Bedingungen böten Vorteile für resistente Bakterien. »Die können dann in Krankenhäusern auf geschwächte Menschen treffen.
Ja, auch wer seinen Haushalt klinisch sauber hält mit Sagrotan & Co., der schaue mal, was sich auf der punktuell sauberen Fläche zuerst ansiedelt und entsprechende Dominanzen aufbauen kann.

Krankenhauskeime sind ja dort ein überwiegendes Thema, wo mit Desinfektionsmitteln und Antibiotika alles mikrobiologische Leben plattgemacht wird, also auch die überwiegend neutralen und positiv wirkenden MO, die ansonsten in einem vielfältigen Milieu Krankheiten und Fäulnis unterdrücken.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 6. Jan 2022, 22:45
von Rohana
Haja, es ist halt so dass es genug Leute gibt die glauben dass Antibiotika vom Menschen erfunden wurden und dass die Landwirtschaft an Antibiotikaresistenzen schuld ist... beides ist eben nicht so (einfach so). :kaffee:
Ob die allerdings dadurch auf andere Gedanken kommen, sei dahingestellt.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 7. Jan 2022, 06:09
von emil17
Für mich steht ausser Zweifel:
- dass der Einsatz von Antibiotika in der Tierproduktion (nicht Tiermedizin!) ein wesentlicher Teil des Problems resistenter humanpathogener Keime ist;
- dass der Einsatz von Desinfektionsmiteln in Krankenhäusern unabdingbare Voraussetzung zum Erfolg von Behandlungen aller Art ist.

Im Haushalt sind Desinfektionsmittel in der Regel unnötig und schlichte Seife tuts auch. Wer glaubt, dass dem auch bei Wundbehandlungen oder gar in Krankenhäusern so sei, lese die Geschichte von Ignaz Semmelweis ... oder frage eine der vielen hauptberuflich tätigen Fachkräfte in Pflege- oder Arztberufen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 7. Jan 2022, 09:22
von Benutzer 4754 gelöscht
https://www.agrarheute.com/markt/marktf ... ise-589069

Bio-Getreideernte verglichen mit der normalen Ernte 2021: 2,85% der Getreideernte von 6% der Getreidefläche

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 7. Jan 2022, 11:35
von Benutzer 4754 gelöscht
https://www.agrarheute.com/politik/ober ... uss-589006

2.000 Mastplätze generieren etwa 530.000 € Umsatz.
Alles darüber soll als "Industrie" gebranntmarkt werden.

Das statistische Bundesamt ordnet Unternehmen mit weniger als 2 Millionen Euro Umsatz als "Kleinstunternehmen" ein, weit entfernt von "Industrie" und Großunternehmen. Denn die fangen bei 50.000.000 € Umsatz und mindestens 249 Beschäftigte an.
Das schaffte nicht Mal die KTG Agrar AG.
Der durchschnittliche ostdeutsche LPG-Nachfolge-Betrieb mit 2.500 oder auch Mal 3.500 Hektar schafft es gerade so in die Kategorie "Kleinunternehmer".

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 7. Jan 2022, 15:00
von Manfred
Oelkanne hat geschrieben: Fr 7. Jan 2022, 09:22 https://www.agrarheute.com/markt/marktf ... ise-589069

Bio-Getreideernte verglichen mit der normalen Ernte 2021: 2,85% der Getreideernte von 6% der Getreidefläche
Dazu kommen die notwendigen erweiterten Fruchtfolgen und Kleegrasjahre, in denen in viehlosen Biobetrieben die Flächen oft nur gemulcht werden, d.h. anteilig ist für den gleichen Ertrag noch mehr Fläche nötig als es die reine Ertragsrechnung je ja Anbaufläche vermuten lässt.