Re: Kann es sein, dass unser Wohlstandsmodell am Ende ist?
Verfasst: Mi 16. Nov 2022, 10:32
Das ist in der Tat der favorisierte Lebensentwurf von Parteien, die mit Slogans wie "Leistung muss sich lohnen" o.ä. werben. 
Das Forum für Selbstversorgung und Permakultur
https://selbstvers.org/forum/
... weil sie meistens keine völkisch- nationalen Gedanken folgen, vor allem weil sie auf ihren Demos nicht neben Reichsflaggen stehen ohne das zu hinterfragen und eher dem linken Spektrum entstammen, vermutlich. Wo he die Geisterhand kommen soll ist mir SchleierhaftKirschkernchen hat geschrieben: Mi 16. Nov 2022, 10:55 Wie von Geisterhand, sind Klebekinder, Bilderbeschmierer und Wokeaktivisten mal keine Rechtspopulist-Innen.
emil17 hat geschrieben: Mi 16. Nov 2022, 10:37 Klr muss sich Leistung lohnen!
Im Kleingedruckten steht dann, dass die die leisten und die für die es sich lohnt nicht unbedigt identisch sein müssen, so haben alle was davon![]()
Es ging ja nur um das ungefähre Wohlstandsniveau, nicht darum, ob man sich dann konkret in einen Käfer oder einen Zoe quetscht.emil17 hat geschrieben: Di 15. Nov 2022, 20:27 Die Frage nach dem Zurück funktioniert schon deshalb nicht, weil es damals viele Möglichkeiten nicht gab, man denke an LED-Leuchtmittel, Wärmepumpen, PV-Kollektoren, um nur mal den Energiesektor abzudecken.
Dann möchte keiner mehr Lindan und Hexachlorbenzol auf dem Obst haben, oder Belibenzin im Tank. (...)
Naja, auch bei dem Broadford würde ich von getroffenen Entscheidungen sprechen. Im bekannten Freundeskreis oder im akademisch Beruf zu bleiben. Weit zu Pendeln. Beim Partner zu bleiben, der andere Vorstellungen hat. Alles Entscheidungen.Dyrsian hat geschrieben: Mi 16. Nov 2022, 09:20Leider kann man sich oft nicht mehr wirklich entscheiden, spätestens wenn man Kinder hat werden die Optionen weniger.Ellie hat geschrieben: Di 15. Nov 2022, 07:53 Aber selbst das ist doch auch eine Wahl. Keiner muss in der teuren Stadt leben, in der es zweieinhalb Gehälter braucht um die Familie zu versorgen. Vielleicht ist es anderswo günstiger und es reichen 2 Gehälter, oder sogar weniger. Durch die Entwicklung der letzten Jahre kann man mit homeoffice teils sogar den Job in der Stadt behalten. Welchen Lebensstandard wir haben wollen entscheiden wir auch selbst. Muss ich jedes Jahr ein neues Eifon haben? Müssen die Kinder ins Ballet, Klarinette, Judo und Chinesisch? Muss ich bio Obst und Gemüse außerhalb der Saison, fertig gewaschen, geschnitten und abgepackt kaufen? Muss ich jedes Jahr zweimal zum Urlaub um die Welt jetten? Alles Entscheidungen.
Wir leben in der Stadt und ich persönlich will hier eigentlich nur noch weg und eigentlich auch weg aus Deutschland.
Wir arbeiten beide (in Teilzeit 50% & 80%) und ich überlege jetzt ernsthaft den zweiten Nebenjob anzufangen, weil es mit dem Geld nicht wirklich reicht. Je nach Stadt wird nicht nur bei der Miete kräftig abkassiert, wir müssen hier auch mehrere tausend Euro im Jahr an Kindergartengebühren aufbringen.Wer kein nennenswertes Vermögen hat, dafür aber Kinder und eventuell den falschen Beruf hat kaum eine Chance dem Hamsterrad zu entkommen.
Ich könnte, ja ich müsste eigentlich, ins Ausland gehen wo die Gehälter so hoch sind dass man auch mit einem Gehalt ein gutes Leben als Familie führen kann. Nur will meine Familie hier nicht wegziehen, eben weil hier Freunde und Verwandte sind, man alles kennt usw. Alleine will und kann ich den Schritt nicht machen.
Zudem ist es, je nach Beruf, oft nicht so einfach möglich "aufs Land" zu ziehen. Grade hochspezialisierte Leute im akademischen Bereich brauchen einfach die Nähe zu Ballungsräumen, weil nur dort die Jobs sind. Ich habe mit Leute gesprochen die auf dem Land leben, da wird oft 100 km zu Arbeit gependelt. Ich bin überzeugt, dass das bald ein Ende haben wird. Hier sieht man schon allenthalben, dass alles getan wird um den Leuten das Autofahren auszutreiben. Es werden gezielt Staus erzeugt, überall wird beim Parken abkassiert, der Sprit wird teurer usw. Diese extreme Pendelei wird es bald nicht mehr geben.