Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mi 24. Nov 2021, 21:44
Diese Betriebe sind halt trotz ihres Wachstums viel zu klein für die heutigen Anforderungen.
Es gibt einige, die viel schneller gewachsen sind, und heute auf Augenhöhe mit den Handelsketten direkt verhandeln können.
Aber die müssen dann halt x LKW-Ladungen täglich liefern können, termingerecht und direkt in die Verteilzentren.
Fast alle anderen sind Preisnehmer und damit beliebig erpressbar.
Und dann gibt es halt die im Artikel erwähnten Nischenbrüter, die in Segmenten tätig sind, die für die großen Ketten nicht interessant sind.
Was daran willst du jetzt den Landwirten vorwerfen?
Das einzige, was sie sich vorwerfen können, ist dass sie als Unternehmer zu spät vom toten Ross steigen. Aber so ist das halt, wenn man ein unternehmerisches Risiko eingegangen ist, und es in die falsche Richtung los geht.
Von der Politik ist das so gewollt. Wollte sie es nicht, würde sie einen anderen Rechtsrahmen schaffen.
Das werden aber auch die neuen grünen Minister nicht tun.
Kurz nachdem ich obigen Beitrag zur Inflation geschrieben hatte, ist wie schon mehrfach dieses Jahr kurz nach Büroschluss ein Mail meines größten Lieferanten gekommen mit einer Preiserhöhung für das gesamte Sortiment, gültig ab sofort.
Dazu auch gleich noch eine Erhöhung der Frachttarife.
Bezogen auf die Katalogpreise 2020 haben wir jetzt im Stahlbereich eine Preiserhöhung von insgesamt 45%, in weniger als einem Jahr.
Da bin ich mal gespannt, ob nächstes Jahr dank der Grünen auch die Ausgleichszahlungen um 45% steigen werden.
Beim Dünger sind es dieses Jahr mehrere 100%. Aber den brauche ich ja zum Glück nicht zu kaufen.