Ach ja. Die gute alte Zeit.ina maka hat geschrieben:Eher wohl "früher, als die Kinder noch bis mindestens 6 oder 7 Jahre zu Hause waren" ...
bzw. "nicht zu Hause", aber FREI herumstreunten und mithalfen, wo es möglich war, Spass machte oder die Eltern es verlangten.
bin selber teilweise so aufgewachsen. Zum Beipiel bin ich vorne mit am Traktor gesessen (jetzt nicht unsrer, der der Nachbarn) und dann im Feld gesessen, Kukuruz (Mais) abgerebelt oder Ölkürbisse ausgenommen.
Meine Mutter hat derweil in der Wohng - öh? was hat sie gemacht? weiß ich gar nicht so genau, Geschirr gewaschen, gekocht oder gelesen wahrscheinlich. Sie wäre niemals auf die Idee gekommen, jeden unserer Schritte zu kontrollieren.
Wir wurden nicht permanent erzogen, aber wir durften (fast) überall einfach dabei sein.
Ich werde oft seltsam angeschaut, wenn ich das bei meinen Kindern so praktizieren will. Neulich war die Polizei bei uns (jetzt nicht wegen mir!), weil eine Vierjährige nur in Begleitung ihrer etwas größeren Geschwister lange Zeit am Spielplatz war.
Der Spielplatz ist von den Wohnung aus ohne Straßenkontakt erreichbar.
- Was ist das bitte für Weltentfremdung der Kinder?
Da finde ich homeschooling oder Freilerner oder was auch immer viel viel weniger "Kinder vom Leben fernhaltend".
Es wird jedes Jahr ein bisschen schlimmer, das mit den "Kindern raus aus der Gesellschaft".
ist schon beser, wenn wir sie möglichst lange (in die Schule) wegsperren.
Die stören ja nur
Früher wurde ich angesprochen, wenn mein Baby im Bus wirklich laut schrie (Windel voll - was soll ich tun?), heute hat sich eine Dame unmgedreht, den Kopf geschüttelt und sehr sehr böse geschaut, weil mein Zweijähriger bei jedem Lastwagen, der vorbei fuhr laut (sehr laut. ich gebs zu) "pooooaah!" schrie.
Ich denke, es wird immer exotischer und "abnormaler" als Frau mit vielen Kindern am Leben teilzunehmen.
Und dann die Experten...
die wissen IMMER alles besser. Manchmal ist das tatsächlich so, manchmal genau umgekehrt. Aber Schuld sind immer die Mütter (die Eltern).
Ja, Menschen machen Fehler. auch Experten und auch Mütter.
Aber ich hatte aber vor kurzem ein sehr schönes Erlebnis:
ein Bauarbeiter erklärte meinem Sohn ganz gründlich, voll Witz und Geduld, seine Arbeit (Straße wieder zuschütten, damit dann Asphalt drauf kann).
Und der mit uns befreundete "unschooler" konnte mir dort live ganz genau den Unterschied zwischen Teer und Asphalt erklären.
die Schule des Lebens!![]()
Das freie Herumstreunen ohne Helikoptermama gibt es jetzt auch. Hier am Land zumindest. Auch wenn es keine 6 Kinder pro Familie gibt. Und das geht auch supergut mit Schulbesuch oder Kindergarten zusammen.
Die 6 Kinder musste frau sich anno dazumals schon leisten können. Meine Grosseltern hatten deswegen nur eines bzw. drei. Nachkriegszeit halt.
In der Generation davor hatte frau mitunter gar keine (oder ein ungewolltes, das die Mutter nie zu sehen bekam, für das aber der gesamte Jahreslohn abzuliefern war). Oft auch mehrere, die schlecht durchzubringen waren. Die sich die Kinder wirklich leisten konnten, hatten dann auch schon Dienstboten und keinen Bedarf für Kindergarten.
Auch heute können sich die meisten Leute eine Familie mit sechs oder mehr Kindern inklusive passender Bleibe mit entsprechend Bewegungsfreiheit für die Kinder nicht leisten. Und die Mehrheit derer, die trotzdem viele Kinder haben, bezieht massiv Sozialleistungen. Und das ist halt auch nicht jedermanns Sache.

