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Re: alte Rezepte
Verfasst: Fr 29. Mär 2019, 08:22
von hobbygaertnerin
@Hildegard,
sicher haben die Gewürze auch heilende Wirkung, egal ob Vanillie, Ingwer, Kurkuma, Safran.
Aber ob sich das die normalen einfachen Leute leisten konnten? Und waren die "Einfachen" weniger gesund als die reichen "Pfeffersäcke"?
Kann mir auch gut vorstellen, dass die Gewürze auch dazu verwendet werden mussten, den vielleicht nicht mehr ganz so tollen Fleischgeschmack zu übertünchen.
Mir ist beim Kochen jetzt noch nicht aufgefallen, dass der Brennesselsamen mit dem Pfefferkraut aus der Mühle anders schmeckt als wenn ich den echten Pfeffer verwende.
Heute ist es ja nicht mehr so, dass Gewürze unerschwinglich teuer sind, gut Vanillie hat schon seinen Preis und auch der Safran, den verwende ich eigentlich nicht in der Küche, mag er auch noch so heilsam sein.
Ich mag Muskat, Zimt sehr gerne, verwende auch die Tonkabohnen, aber ich bin trotzdem auf der Suche, was im eigenen Garten, bei uns an Gewürzen heranwächst.
Inzwischen merke ich aber auch, dass mein Verbrauch an Gewürzen sparsamer wird, Knoblauch, Zwiebeln, die eigenen Gartenkräuter, da braucht es nicht mehr viel von den gekauften Gewürzen.
Re: alte Rezepte
Verfasst: Fr 29. Mär 2019, 20:37
von si001
Seit 3-4 Jahren schaue ich, dass ich so wenig wie möglich Gewürze kaufen muss.
Es ist bei mir mit den Gewürzen so, wie mit den Verbrauchsartikeln (Alufolie, Plastikdosen usw.). Wenn es nicht mehr sofort zur Hand ist, überlegt man sich Alternativen.
hobbygaertnerin hat geschrieben:Mir ist beim Kochen jetzt noch nicht aufgefallen, dass der Brennesselsamen mit dem Pfefferkraut aus der Mühle anders schmeckt als wenn ich den echten Pfeffer verwende.
Ich habe angebrochene 1/3 Pfefferkörner und 2/3 Brennesselsamen in meiner Pfeffermühle. Ich mag die Mischung.
Ich würze viel mit Kräutern, die ich entweder selbst angebaut habe oder gesammelt habe. Zur Erntesaison kommen die Kräuter natürlich frisch in die Küche, zur gleichen Zeit trockne ich geeignete Kräuter für den Winter oder ich friere sie ein.
Meine Würzgewohnheiten haben sich mit der Zeit umgestellt.
Seit meiner Knoblauch-Superernte im letzten Jahr habe ich diesen fast schon als Universalgewürz entdeckt.
In diesem Jahr, wo ich doch nun meinen Garten um ein Stückchen erweitern konnte, werde ich sehr viel mehr Zwiebeln stecken. Die eigenen sind von viel besserer Qualität, als die von den gekauften.
Re: alte Rezepte
Verfasst: Fr 29. Mär 2019, 20:55
von Doris L.
Pfeffer mag ich gar nicht besonders gerne. Ich habe auch viel selbst gesammeltes, vor allem Dost ,Brennnessel, auch Gänsefingerkraut und ein wenig Pastinakenblätter wobei ich hier auch aufpassen muß. Hatte einen Ausschlag davon.
Thymian benutze ich auch reichlich muß ich aber kaufen, das wächst im Topf nicht gut. Kümmel auch . Salbei wird sehr schön bei mir, mag ich aber nicht essen. Bohnenkraut und Majoran habe ich auch in Töpfen.
Eingelegte Zwiebeln schmecken sehr gut, müßt ihr mal probieren.
Re: alte Rezepte
Verfasst: Sa 30. Mär 2019, 07:54
von hobbygaertnerin
Eigentlich wollte ich die Tropeazwiebeln im Garten anbauen, aber ich hab es übersehen, mir Saatgut zuzulegen, jetzt ist es zu spät.
Hab gesehen, der im Herbst gesteckte Knoblauch kommt schon sehr gut daher, ich muss nicht unbedingt den chin. Knoblauch haben. Nach einigen Jahren des Wartens ist auch der Meerettich ein vorhandenes Gartengewürz, jetzt kommt der wilde Schnittlauch und der Bärlauch, dann die Knoblauchrauke...........
Ein paar frische Kräuter am Schluss zum Essen dazugegeben- würzen eigentlich am Besten.
Jetzt ist draussen ja schon einiges zu finden, aber im Januar und Februar steckte ich die Zwiebeln, die austreiben, in die Erde und hab dann die ganze Zeit das frische Zwiebelgrün. Muss mir dann nicht die angebotenen Kräutertöpfe kaufen - Petersilie überwintert im Wintergarten, da brauch ich dann nicht die Mengen an Kräutern einfrieren. Dill geht zum Glück überall im Garten auf- dazu noch der Liebstöckel, von den beiden verwende ich die Samen auch gerne zum Würzen.
Heute mit den Gewürzmühlen oder mit einem Mörser kann man sich ja wirklich wie im Schlaraffenland fühlen.
Re: alte Rezepte
Verfasst: Sa 30. Mär 2019, 08:48
von moorhexe
ich mache jedes jahr massenhaft kräutersalz. damit würze ich alles
frische kräuter kommen immer dazu, je nach verfügbarkeit.
uns schmeckt normales salz überhaupt nicht mehr, denn alles, kartoffeln oder nudeln, wenn überhaupt werden mit dem kräutersalz gewürzt.
ich nehme übrigens frische kräuter und dazu meersalz oder auch steinsalz.
das mit den pfirsichblättern muß ich auch mal probieren. habe gerade rote weinbergpfirsiche im garten.
Re: alte Rezepte
Verfasst: So 31. Mär 2019, 05:51
von hobbygaertnerin
Ich finds schön, wenn man so vieles nicht mehr kaufen muss.
Egal ob man seine Würze in alten oder neuen Rezepten verwendet.
Schon alleine das Drüberstreifen beim Majoran- da könnte ich die ganze Zeit dran schnuppern, mag ein paar Blättchen mit Kümmel gerne für Kartoffelgerichte verwenden.
Allerdings, Zimt, Muskat, Vanille, wenn ich auch nicht viel davon brauche, aber diese Gewürze müssen her, beim Safran ist mir der Preis zu hoch.
Zitronenschalen von meinen Zitronen sind auch eine gute Würze, egal ob in süssen oder in herzhaften Gerichten, mit Zucker oder Salz konserviert die Schale ganz gut.
Re: alte Rezepte
Verfasst: Mo 1. Apr 2019, 07:23
von hobbygaertnerin
Was mir so aufgefallen ist,
vor 25 Jahren war Bärlauch eine ziemlich unbekannte Pflanze, sicher sie wuchs wild und zahlreich in den Auen und Flussniederungen, aber ich kann mich nicht erinnern, dass sie in Lebensmittelgeschäften angeboten wurden oder als Pflanze in Gärtnereien.
Inzwischen ist der Bärlauch gefragt und beliebt- und ich hab ihn zum Glück sehr zahlreich im Garten,
in alten Rezeptbüchern scheint er keine Rolle gespielt zu haben- vielleicht auch mit dem "Ruch" Bärlauch ist eine Pflanze der armen Leute und das hat in keinem Kochbuch was zu suchen.
Ich hab mir letztes Jahr Knoblauchsalz gemacht, das geht zur Neige und ich kann mir wieder welches machen.
Selbst das Kochen mit Wildkräutern wird sehr modern-
Re: alte Rezepte
Verfasst: Mo 1. Apr 2019, 07:47
von moorhexe
was auch ganz einfach herzustellen ist, himbeeressig. einfach ein paar himbeeren in essig einlegen. ist jetzt zwar nicht die zeit.geht aber auch mit gefrorenen früchten. habe auch rosmarin und kapuzinerkresseblüten eingelegt.
ich esse nur nicht gerne essig, daher vergesse ich es oft zu benutzen.
himbeeressig in eine schöne flasche füllen ist ein schönes geschenk. im geschäft sehr teuer.
du hast recht hobbygärtnerin, ich kannte bärlauch früher auch nicht. es gibt einen regelrechten hype.
ich habe es auch im garten.kenne aber eine superstelle zum ernten in der nähe.
ich mache oft spinat aus giersch und beinwell.
ich höre schon den aufschrei, daß beinwell nicht verzehrt werden soll, das ist lange widerlegt.
Re: alte Rezepte
Verfasst: Mo 1. Apr 2019, 08:00
von Benutzer 72 gelöscht
moorhexe hat geschrieben:ich höre schon den aufschrei, daß beinwell nicht verzehrt werden soll, das ist lange widerlegt.
Ja, das war irgendwie eine total übertriebene Dosierung im Tierversuch oder so ähnlich.
Hast du eine Quelle dafür?
Ich glaube dir, dass es so ist, aber weil ich mich eben nicht mehr genau erinnere, wo ich damals was genau gelesen hab.....
Meine Großeltern haben gar keine Wildkräuter gegessen. Opa bekam fast einen Herzanfall, weil ich Gänseblümchen auf´s Brot gab....
Meine Kinder haben dafür im Pausenhof gelernt, wie lecker Bärlauch schmeckt. Sie haben von den anderen Kindern abgeschaut, dass man diese Pflanze, die dort im Wäldchen massenhaft wächst, essen kann.
scheint eine Generationensache zu sein
Die "alten Rezepte" meiner Großmutter sind mit viel Einbrenn (Mehlschwitze), Fett und wenig "Vitaminen". Der größte Unterschied zu dem, wie wir heute essen:
Damals gab es jeden Tag Fleisch, meistens sogar zweimal täglich.
Das "könnten" wir gar nicht mehr essen.

Re: alte Rezepte
Verfasst: Mo 1. Apr 2019, 08:01
von si001
hobbygaertnerin hat geschrieben:Selbst das Kochen mit Wildkräutern wird sehr modern-
Man braucht halt immer wieder etwas "Neues", was man durch die Medien jagen kann...
Bärlauch war ich gestern gucken. Ist noch recht klein. In einer Woche denke ich, werde ich mir den Jahresvorrat holen.
Ich püriere den Bärlauch mit Öl und friere ihne in flachen Platten ein. Bei Bedarf breche ich mir dann eine Ecke davon ab. Soll es Pesto geben, mische ich dann gemahlene Mandeln und Parmesan drunter. An sonsten verwende ich den eingefrorenen Bärlauch als Gewürzkraut das ganze Jahr über.
Ich finde getrocknet verliert er mehr an Geschmack.