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Re: Tomaten 2018
Verfasst: So 8. Jul 2018, 09:13
von Benutzer 3585 gelöscht
von Buchkammer am Sa 7. Jul 2018, 11:12
Die Blütenendfäule befällt nach wie vor den größten Teil der Früchte. Wie ich las, bei hoch und schnell wachsenden Tomaten eher zu beobachten, als bei den kleineren Sorten. Ab und an ist mal eine Frucht an der Rispe, die nicht der Nährstoffmangel-Folgeerscheinung und/oder Stress erliegt. Sind diese Samen der Früchte dann besonders resistent gegen die Blütenendfäule?
Lohnt es sich, auf diese Früchte zu selektieren und sind diese dann besonders wiederstandsfähig? Ist die Blütenendfäule samenbürtig? Fragen über Fragen.
Moin Buchkammer,
Die Blütenendfäule ist ja im Prinzip eine Stoffwechselkrankheit - also eine Krankheit. Von daher würde ich von den Pflanzen keine Samen verwenden.
Eventuell hat der Vorgänger damit auch schon Probleme gehabt.
Carnica und auch die Himmelstürmer stehen hier eigentlich recht gut. Meine Pflanzen haben da eher Probleme mit den Blättern, welche sich nunmehr nach außen einrollen

. Die Luftfeuchtigkeit ist wohl zu gering.
Ich bin auch schon am Überlegen, ob ich o.g. Pflanzen nächstes Jahr überhaupt noch anbaue. Dafür dann halt lieber eine San Marzano oder Christensen edelrot mehr hinstellen. An diesen treten bislang solche Probleme nicht auf.
Re: Tomaten 2018
Verfasst: Mo 9. Jul 2018, 21:19
von Rohana
Bei meinen selbstgezogenen Ochsenherzen unbekannter Sorte tritt folgendes Phänomen auf: Erster Fruchtansatz ist ein riesiges Gerät, an der Hälfte der Pflanzen mit Blütenendfäule. Weitere Früchte sind relativ gross, aber von der Form her nicht so mutiert, bisher keine Blütenendfäule. An den Pflanzen anderer Sorten bisher auch nichts auffälliges. Seltsamer Zufall oder neigen diese riesigen Früchte eher dazu? Ich hab ja keine Ahnung von Tomaten

Re: Tomaten 2018
Verfasst: Mo 9. Jul 2018, 21:45
von Maisi
Bei Blütenendfäule heißt es ja oft, Kalziummangel oder auch Wassermangel würden die fördern/auslösen.
Ich behandle meine Tomaten ja alle gleich, aber Blütenendfäule taucht wenn dann auch nur bei den Ochsenherz auf, bei allen anderen Sorten bislang nie. Scheinen dafür recht anfällig zu sein.
Re: Tomaten 2018
Verfasst: Mo 9. Jul 2018, 22:20
von Benutzer 6122 gelöscht
Ich habe proportional gesehen immer nur sehr wenige Fleischtomaten. Aber die erste Blüte und die erste Frucht daraus ist meistens riesig und sieht nicht unbedingt arttypisch aus.
Häufig gibt sich das bei den weiteren Früchten.
Hatte noch eine Information gefunden, daß man Blütenendfäule auch verhindern kann, wenn man regelmäßig Gesteinsmehl auf die Erde streut. Ich glaube aber wirklich, daß manche Sorten einfach anfälliger sind als andere.
Bei mir war bisher im Topf die Blue Bayou und die Junge Eiche betroffen.
Re: Tomaten 2018
Verfasst: Mo 9. Jul 2018, 22:35
von Benutzer 3585 gelöscht
Rohana hat geschrieben:Bei meinen selbstgezogenen Ochsenherzen unbekannter Sorte tritt folgendes Phänomen auf: Erster Fruchtansatz ist ein riesiges Gerät, an der Hälfte der Pflanzen mit Blütenendfäule. Weitere Früchte sind relativ gross, aber von der Form her nicht so mutiert, bisher keine Blütenendfäule. An den Pflanzen anderer Sorten bisher auch nichts auffälliges. Seltsamer Zufall oder neigen diese riesigen Früchte eher dazu? Ich hab ja keine Ahnung von Tomaten

Hallo Rohana,
das riesige'Gerät', ist eine sogenannte Bunkerfrucht.
Bunkerfrüchte entstehen vor allem während des Kulturbeginns bei der Bildung der ersten 3-5 Trosse (andere Bezeichnungen: Trauben, Wickel, Boukets) wenn die Pflanze noch sehr viel Asimilateüberschuss (= Wuchskraft) hat. Dabei wird die erste Frucht vom Trieb her besonders groß und wiegt dann 50-100 % mehr als die anderen Früchte am gleichen Tross. Besonders stark werden Bunkerfrüchte gebildet, wenn die Sorte zu ungleichgroßen Früchten an einem Tross neigt und wenn der Tross nicht begrenzt wird. Gegenmaßnahmen sind die Auswahl einer dafür unempfindlichen Sorte und das Begrenzen der Trosse bei normalen/runden Tomaten 5-6 Früchte und bei Fleischtomaten auf 3-4 Früchte. Damit werden alle Früchte gleichmäßiger groß und die erste Frucht ist nur wenig größer als die anderen. Um der Pflanze etwas Wuchskraft (stark vegetativ) zu nehmen, kann auch auf sechs Blätter eines enfernt werden, bis die Pflanze generativer wird.
Re: Tomaten 2018
Verfasst: Di 10. Jul 2018, 06:34
von Rohana
Danke für die Erklärung

Das Phänomen habe ich nur bei ebenjenen Ochsenherzen bewundern dürfen.
Re: Tomaten 2018
Verfasst: Di 10. Jul 2018, 14:48
von Buchkammer
Brunnenwasser hat geschrieben:Ich bin auch schon am Überlegen, ob ich o.g. Pflanzen nächstes Jahr überhaupt noch anbaue. Dafür dann halt lieber eine San Marzano oder Christensen edelrot mehr hinstellen. An diesen treten bislang solche Probleme nicht auf.
Moinsen Brunnenwasser,
Diese Überlegung teile ich. Das ständige herum experimentieren mit neuen Sorten nimmt doch eine gewisse Zeit in Anspruch. Lieber die Sorten angebaut, die zur Region und dem Klima passen.
Dann noch maximal 5-10 neue Sorten, die man noch nie hatte.

Re: Tomaten 2018
Verfasst: Di 10. Jul 2018, 16:09
von Benutzer 3585 gelöscht
Buchkammer hat geschrieben:
Dann noch maximal 5-10 neue Sorten, die man noch nie hatte.

Moin,
dann sind wir uns ja einig

.
Hier einmal die Carnica:
Die Pflanze ist ca. 3 m bis 3,50 m hoch.
Der Dschungel in Töpfen, hinter der Terrasse:
Chrestensens edelrot noch in grün:
San Marzano:
Vierländer Platte:

Re: Tomaten 2018
Verfasst: Di 10. Jul 2018, 18:41
von Specki
Ein Snack zwischendurch aus dem Folientunnel

Re: Tomaten 2018
Verfasst: Mi 11. Jul 2018, 08:11
von Maeusezaehnchen
Meine grünen Freilandtomaten spinnen sich heuer aus. Ich glaub derzeit sind auf jedem Stock min. 5kg Tomaten oben und Blühten bis zum Abwinken. So viel grünes Ketchup können wir ja gar nicht essen.
Würde mich nur interessieren was das wirklich für eine Sorte ist. Ich hab sie als "Matina" bekommen, aber die ist ja wie ich inzwischen herausgefunden habe rot.

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