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Re: Bienensterben

Verfasst: Fr 5. Okt 2018, 22:24
von Benutzer 72 gelöscht
viktualia hat geschrieben:Bei den vielen Faktoren, die zum Niedergang der Natur führen, find ich die halt auch wichtig, diese "Querverbindungen".
Oder ob man ne Kiefer noch als solche erkennen kann, wenn einer sagt, man sei im Eichenwald.
Musst du echt jeden einzelnen Baum anschaun, um zu wissen, ob du in einem Kiefern- oder in einem Eichewald bist?? ;)

oder macht eine einzelne Kiefer einen Eichenwald zum Kiefernwald??

In unserm Fichtenwald stehen auch Ahorne, Nüsse, Eichen und Kirschen hm

"Sterben" "die Bienen" an einer einzelnen Ursache?

Re: Bienensterben

Verfasst: Sa 6. Okt 2018, 07:26
von Rohana
strega hat geschrieben: Glaub nicht dass die Netzfrauen sich das zusammengefaselt haben, so blöd sind die eher nicht....
Wenn die Netzfrauen sogar Hoaxes für bare Münze nehmen, würde ich denen nicht allzuviel Recherchekompetenz zutrauen. Mir rollen sich öfter mal die Fussnägel bei deren Artikeln :kaffee:

Re: Bienensterben

Verfasst: Sa 6. Okt 2018, 08:11
von viktualia
"Sterben" "die Bienen" an einer einzelnen Ursache?
Ich antworte mal von hinten nach vorne, Ina:
Nee, natürlich nicht.
Und es gibt auch mehr als 2 Ursachen.
In unserm Fichtenwald stehen auch Ahorne, Nüsse, Eichen und Kirschen hm
Neben mangelnder Nahrung durch Witterungsbedíngungen (uralter Faktor)
und mangelnder Nahrung durch veränderten Anbau (neuer Faktor);
gibt es noch "sachgemässen" Umgang mit Spritzgiften (wo ein Imker sie umstellen könnte)
und unsachgemässen Umgang mit so Zeug, wo der Imker dann keine Chance hat.
Und die Bienen auch nicht.
oder macht eine einzelne Kiefer einen Eichenwald zum Kiefernwald??
Tote Bienen machen aus einem unsachgemässen Einsatz keinen sachgemässen, nur weil das im Lektorat keinem auffiel.
Musst du echt jeden einzelnen Baum anschaun, um zu wissen, ob du in einem Kiefern- oder in einem Eichewald bist?? ;)
Nee, Ina, ich nicht. Ich riech das, sozusagen.
Wenn ich im Wald bin, kann ich den mit allen Sinen aufnehmen, muss nicht alles benennen.
Aber deshalb bekomme ich durchaus noch mit, was andere um mich herum behaupten.
Und aus ner Kiefer wird nun mal keine Eiche, nur weil das wer behauptet
und als Argument nimmt, das Gewächs stünde neben Kiefern, also sei es eine, auch wenn es anders aussieht.
Und wenn es um Spülmittelverunreinigungen geht und ein Reinigungsmittelverunreiniger
just in dem Moment eingeführt wird, merke ich auf.

Kann ja sein, dass es ne Menge Leute gibt, denen so ne "Argumentation" nix macht.
Problemzentriertes Denken findet es möglicherweise, hmm, ergiebig, so zu "sammeln".
Lösungszentriert finde ich es aber besser, sowohl zwischen legal und illegal,
wie auch zwischen den verschiedenen Stoffgruppen zu unterscheiden.
In dem Fall einen Herbizid und einem Insektizid.
(Es ging ja nicht um Kiefer oder Fichte. War ja tatsächlich Nadel- oder Laubbaum. Das ging mir jetzt echt zu weit.)

Re: Bienensterben

Verfasst: Sa 6. Okt 2018, 10:35
von Rati
Hi,
Wildmohn hat geschrieben:Hier ist er nun, der vage Verdacht, dass Glyphosat eine Rolle beim Bienen- und Insektensterbensterben spielt, bzw. spielen könnte:....
Rohana hat geschrieben:Hört sich ja alles in allem ganz plausibel an, aber ein paar Haken sind da schon noch, z.B. wie kommt das Glyphosat in die Biene? :aeh:
könnte (find ich gut Wildmohn das du den Konjunktiv verwendet hast) mit der echt langen Stabilität des Stoffes zu tuen haben. Alles was nicht über die Pflanze aufgenommen wurde kann noch lange in aktiver Form verweilen und dann zB beim Tau sammeln u.ä. aufgenommen werden.
Mit der schnellen biologischen Abbaurate des Glyphos wurde ja anfangs oft geworben, gilt aber - wie geschrieben-nur für das Zeugs was von der Pflanze aufgenommen wurde.
Aus persönlicher Erfahrung kann ich nur bestätigen, Roundup schon fertig angemischt und im Spätsommer einfach im Schuppen hingestellt, tötet im Frühsommer des darauffolgenden Jahres immer noch zuverlässig Robinienschößlinge ab.
viktualia hat geschrieben: ...auf der vorigen Seite war grade die Rede davon, ob man alle Spülmittelverunreinigungen im Honig
mit Glyph´in Verbindung bringen darf oder soll.
ich denke nein, auch wenn nur Abbauprodukte nachgewiesen wurden:
Oelkanne hat geschrieben:....Nachgewiesen wurde nur AMPA, ein Abbauprodukt organischer Phosphate.
Das kann aus dem Reinigungsmittel der Honiggläser genauso gut kommen wie aus der Herstellung von Papier oder aus dem Speiswasser einer Kesselanlage...
Ich denke da müssen sich andere Korrelationen herstellen lassen.
Gerade weil wir heutzutage so haargenaue Nachweismöglichkeiten haben.
Eine Verungeinigung durch Glypho zb sollte über das Jahr nicht gleichförmig konzentriert im Honig vorhanden sein, schließlich wird Gly. ja nich ganzjährig gleichmäßig überall eingesetzt.
Die anderen Stoffe hingegen schon.
Außerdem sollte auch ein Unterschied in der Konz.verteilung im Glas bestehen. Anhaftungen am Glas, bei einem meist zähflüssigem bis festem Medium sollten einen Konzentrationsgradienten haben. Ist der Stoff aber schon im Honig, dürfte es keinen Gradienden geben. Und dann gibt es zwar nur ein Glypho aber viele verschiedene Reinigungsmittel, dementsprechend müssen da auch verschiedene andere Abbauprodukte der Reinigungsmittel bei Gläsern aus verschiedenen Abfüllorten der AMPA aus Gly. gegenüberstehen. Und zu guter Letzt gibt es ja auch die Möglichkeit Proben direkt aus der Wabe zu nehmen, falls tatsächlich jemand ernsthafte Anstrengungen unternehmen wöllte das Problem tiefgründig anzugehen.
Kurz und gut, über längere Untersuchungen sollte das zweifelsfrei klärbar sein.

Grüße Rati

Re: Bienensterben

Verfasst: Sa 6. Okt 2018, 12:06
von Wildmohn
Sehr angenehmer Beitrag, nach teilweise wirrem Zeugs. Da ist Rati(o) drin. :daumen:

Re: Bienensterben

Verfasst: Sa 6. Okt 2018, 19:02
von Wildmohn
Rohana hat geschrieben:
strega hat geschrieben: Glaub nicht dass die Netzfrauen sich das zusammengefaselt haben, so blöd sind die eher nicht....
Wenn die Netzfrauen sogar Hoaxes für bare Münze nehmen, würde ich denen nicht allzuviel Recherchekompetenz zutrauen. Mir rollen sich öfter mal die Fussnägel bei deren Artikeln :kaffee:
Und was machen Deine Fußnägel beim von Buchkammer (eine Seite zurück) verlinkten Artikel der Netzfrauen?

Re: Bienensterben

Verfasst: Sa 6. Okt 2018, 22:52
von Benutzer 6122 gelöscht
Netzfrauen zählt nicht unbedingt zu den seriösen Quellen.

https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/ ... waere.html

Immerhin waren bei dem Artikel einige weitere Informationen verlinkt.

Re: Bienensterben

Verfasst: So 7. Okt 2018, 08:05
von Buchkammer
Na ja, dein Hinweis auf die Welt impliziert ja, dass es sich dabei um eine seriöse Quelle handelt? :haha:

Die Bild-Zeitung für Aristokraten aus dem Verlagshaus Axel Springer. :schaf_1:

Aber ok, jedem(r) nach seiner Gesinnung. :aeug:

Re: Bienensterben

Verfasst: So 7. Okt 2018, 09:42
von Benutzer 6122 gelöscht
Ach Buchkammer... Ich bewundere immer wieder Deine stets sachlichen Beiträge, die von Frieden, Liebe, Freundlichkeit, Rücksichtnahme und Kritikfähigkeit zeugen...

Re: Bienensterben

Verfasst: So 7. Okt 2018, 10:00
von Rohana
Wildmohn hat geschrieben:
Rohana hat geschrieben:
strega hat geschrieben: Glaub nicht dass die Netzfrauen sich das zusammengefaselt haben, so blöd sind die eher nicht....
Wenn die Netzfrauen sogar Hoaxes für bare Münze nehmen, würde ich denen nicht allzuviel Recherchekompetenz zutrauen. Mir rollen sich öfter mal die Fussnägel bei deren Artikeln :kaffee:
Und was machen Deine Fußnägel beim von Buchkammer (eine Seite zurück) verlinkten Artikel der Netzfrauen?
Besonders schön kringeln. Sachlich und fundiert ist was anderes. Wenn ich jetzt ne Stunde Zeit hätte würde ich dir den Artikel gern auseinanderpflücken, aber die verbringe ich lieber mit Walnüsse sammeln.