Komposttoilette
Re: Komposttoilette
Interessant. Aber immer wieder der extra Aufwand zum Trennen von flüssig oder fest oder das Papier extra in Beutel stecken oder so. Ich habe von einem Ami gehört, der alles mit Black Soldier-Fliegenlarven verarbeitet, null Problem. Aber immer sind Aspekte dabei, die nicht jedermanns Sache sind, entweder das Hantieren mit gebrauchtem Klopapier oder allein die Vorstellung der Fliegenlarven, wo der eine oder die andere schon die Krise kriegen würde. Bin also noch unentschieden. Der Wohnmobilplatz mit öffentlcihem WC in 300 m Entfernung ist im Moment noch das optimale.
- yen-zen
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Re: Komposttoilette
Ich habe mal das "Scheiß-Buch" aus den 90ern bessesen, in dem wurden viele Kloformen beschrieben und was in anderen Ländern passiert. Unter anderem war auch ein Bericht vom UNHCR (o.ä), der emfahl den Kot 3 Jahre zu kompostieren (Trockenkompostierung ?) bevor er für Blumen und Sträucher als Dünger verwendet werden kann und für Gemüse 5 Jahre lang um "sauber" zu sein.
Mein Kompostklo ist ein "Eimer-Klo", mit einer Maurerbütt, 60l, in dem Urin (wegen konstruktivem Mangel) und Papier mit hinein kommt. Für "nur Pippi machen" ist mein Klo nur in Ausnahmefällen. Ausstreuen tue ich mit einem Mix aus Säge- und Hobelspänen, auch leicht angerottet, mit Holzasche. Geruchsbelästigung habe ich nur an heißen Sommertagen wenn das Wetter umschlagen will.
Zum Kompostieren habe ich Kisten aus Brettern hinter dem Klo aufgestellt. Die aktuell benutzte Kiste hat einen Deckel. Volle Kisten decke ich mit Grassoden ab. Eine Kiste (ca 1Kubickmeter) reicht bei uns für 2-3Jahre.
Mein Kompostklo ist ein "Eimer-Klo", mit einer Maurerbütt, 60l, in dem Urin (wegen konstruktivem Mangel) und Papier mit hinein kommt. Für "nur Pippi machen" ist mein Klo nur in Ausnahmefällen. Ausstreuen tue ich mit einem Mix aus Säge- und Hobelspänen, auch leicht angerottet, mit Holzasche. Geruchsbelästigung habe ich nur an heißen Sommertagen wenn das Wetter umschlagen will.
Zum Kompostieren habe ich Kisten aus Brettern hinter dem Klo aufgestellt. Die aktuell benutzte Kiste hat einen Deckel. Volle Kisten decke ich mit Grassoden ab. Eine Kiste (ca 1Kubickmeter) reicht bei uns für 2-3Jahre.
Wo kämen wir Hin wenn keiner schaute wo man hin käme wenn man ginge um zu sehen wohin man käme.
Re: Komposttoilette
Zu früh gefreut. Ich habe kein Gefälle. Ob ich das Klo auf einen Turm bauen werde, da bin ich mir nicht so sicher.
Re: Komposttoilette
Gibt es auch von anderen.
Das Festival auf dem ich mich seit Jahren rum treibe hat -ebenfalls schon seit Jaher einen Trupp Namens Ökolocus am Start.
Grüße Rati
Das Festival auf dem ich mich seit Jahren rum treibe hat -ebenfalls schon seit Jaher einen Trupp Namens Ökolocus am Start.
Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
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Re: Komposttoilette
Ich hab jetzt keine Lust die 34 Seiten hier durchzuackern. Wenn die Frage schon beantwortet wurde, dann sagt mir einfach wo.
Ich habe eine Trenntoilette und bin damit eigentlich auch ganz glücklich. Das Einzig Störende ist der Urineimer. Der ist fest verschlossen mit Deckel und somit auch geruchsneutral - außer wenn ich ihn leere. Anfangs war das noch ganz erträglich, ich leere auch nur einmal die Woche. Aber mit der Zeit riecht einfach der ganze Eimer und das Leeren wird zur Qual für's Näschen.
Wie verhindert ihr das? Einstreu rein?
Feststoff streue ich mit Kohle aus dem Ofen ab, das klappt wunderbar.
Ich habe eine Trenntoilette und bin damit eigentlich auch ganz glücklich. Das Einzig Störende ist der Urineimer. Der ist fest verschlossen mit Deckel und somit auch geruchsneutral - außer wenn ich ihn leere. Anfangs war das noch ganz erträglich, ich leere auch nur einmal die Woche. Aber mit der Zeit riecht einfach der ganze Eimer und das Leeren wird zur Qual für's Näschen.
Wie verhindert ihr das? Einstreu rein?
Feststoff streue ich mit Kohle aus dem Ofen ab, das klappt wunderbar.
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Wurzltrockner
- Beiträge: 196
- Registriert: So 27. Dez 2020, 19:05
Re: Komposttoilette
Hallo Birgit,
ich hab den Thread auch nicht gelesen ... aber ich würde denken, je nach dem ob Du den Inhalt dann weiterverwenden willst oder nicht könntest Du den Eimer mit Kalk (aus dem Bau- oder Landwirtschafts-Markt) ausstreuen. Das hilft zumindest in Ställen sehr gut - und da geht's auch vorallem nicht um den Mist, der müffelt, sondern den Urin, der dann zu stinken anfängt durch die Zersetzung.
ich hab den Thread auch nicht gelesen ... aber ich würde denken, je nach dem ob Du den Inhalt dann weiterverwenden willst oder nicht könntest Du den Eimer mit Kalk (aus dem Bau- oder Landwirtschafts-Markt) ausstreuen. Das hilft zumindest in Ställen sehr gut - und da geht's auch vorallem nicht um den Mist, der müffelt, sondern den Urin, der dann zu stinken anfängt durch die Zersetzung.
Re: Komposttoilette
Du meinst, nur die Wände? Das hab ich schon versucht, Kalk habe ich hier als Baustoff in Unmengen. Aber der Erfolg war mäßig. Ebenso mit Kohlenstaub. Bisher habe ich den Urin nicht genutzt, weil ich keine guten Erfahrungen mit Urin als Dünger gemacht habe. Ich schütte ihn bisher in die Fundamentgrube des Hühnerstalls, brauche aber ab Fertigestellung eh eine neue Bleibe. Ich hätte natürlich nichts dagegen, ihn zu nutzen, aber bisher sind die damit gedüngten Pflanzen (1:10) eher kümmerlich gewachsen und man hat den Urin auch im Beet gerochen.
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Dyrsian
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Re: Komposttoilette
Edelstahleimer, 1-2 täglich leeren.
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wörpedahler
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- Familienstand: verheiratet
Re: Komposttoilette
Wir haben zwar keine Urinabscheidung in der Komposttoilette (alles kommt in eine grosse Tonne),
aber bei uns haben sich zwei Dinge als Geruchsmindernd herausgestellt.
a) saugende Feststoffe
b) Ventilation
Wir geben in die Mischung aus festen und flüssigen Exkrementen immer grosszügig trockenes Material. Sägespäne, trockenes Laub, Stroh usw. Torf soll sehr gut funktionieren, ist aber eine Umweltsünde. Inzwischen nehmen wir zu grossen Teilen trockenes Laub, weil es kostenlos und in Unmengen bei uns verfügbar ist.
Wenn du den Eimer nach jedem Ausleeren locker mit trockenem Material füllst, würde relativ lange jede zugeführte Flüssigkeit aufgesaugt und die Geruchsbildung dürfte deutlich abnehmen.
Das andere Ding ist die Ventilation. Wenn der Eimer fest verschlossen ist, bleibt natürlich auch der Geruch drin und konzentriert sich. Ausserdem könnten sich nach einer Weile anaerobe Zersetzungsprozesse (also Gammeln ohne Sauerstoff) abspielen und die stinken ganz besonders schlimm. Ihre Endprodukte sind auch nicht grade gut für den Garten, die Düngequalität des Urin könnte dadurch abnehmen.
Also mindestens würde ich in den Eimer ein Abluftrohr einbauen. Bei uns ist alles passiv belüftet: wir haben einfach nur ein langes Rohr, das direkt aus dem Fass durch das Dach geht und durch Schornsteineffekt den Geruch schön weit weg bringt.
Bei Urin könnte man aber auch aktiv belüften. Meines Wissens wird das in Kläranlagen auch so gemacht. Also eine Aquariumspumpe mit einem Sprudelstein der unten in den Eimer frische Luft pumpt und dann eine Abluftöffnung nach draussen.
Die aller-einfachste Methode wäre natürlich täglich leeren. Aber ich kann verstehen, wenn man da keinen Spass dran hat.
Wir verwenden noch die Methode Urin zu vermeiden: Kleine Geschäfte werden direkt in der Natur erledigt (wir haben komplette Alleinlage beim Kompostklo und können einfach "den Wald düngen"), nur grosse Geschäfte werden auf dem Klo verrichtet. Dadurch fällt schon mal viel weniger Flüssigkeit an, um die man sich kümmern muss. Der Urin wird dabei grossflächig verteilt, immer auf die gleiche Stelle wäre mit Sicherheit nicht gut.
aber bei uns haben sich zwei Dinge als Geruchsmindernd herausgestellt.
a) saugende Feststoffe
b) Ventilation
Wir geben in die Mischung aus festen und flüssigen Exkrementen immer grosszügig trockenes Material. Sägespäne, trockenes Laub, Stroh usw. Torf soll sehr gut funktionieren, ist aber eine Umweltsünde. Inzwischen nehmen wir zu grossen Teilen trockenes Laub, weil es kostenlos und in Unmengen bei uns verfügbar ist.
Wenn du den Eimer nach jedem Ausleeren locker mit trockenem Material füllst, würde relativ lange jede zugeführte Flüssigkeit aufgesaugt und die Geruchsbildung dürfte deutlich abnehmen.
Das andere Ding ist die Ventilation. Wenn der Eimer fest verschlossen ist, bleibt natürlich auch der Geruch drin und konzentriert sich. Ausserdem könnten sich nach einer Weile anaerobe Zersetzungsprozesse (also Gammeln ohne Sauerstoff) abspielen und die stinken ganz besonders schlimm. Ihre Endprodukte sind auch nicht grade gut für den Garten, die Düngequalität des Urin könnte dadurch abnehmen.
Also mindestens würde ich in den Eimer ein Abluftrohr einbauen. Bei uns ist alles passiv belüftet: wir haben einfach nur ein langes Rohr, das direkt aus dem Fass durch das Dach geht und durch Schornsteineffekt den Geruch schön weit weg bringt.
Bei Urin könnte man aber auch aktiv belüften. Meines Wissens wird das in Kläranlagen auch so gemacht. Also eine Aquariumspumpe mit einem Sprudelstein der unten in den Eimer frische Luft pumpt und dann eine Abluftöffnung nach draussen.
Die aller-einfachste Methode wäre natürlich täglich leeren. Aber ich kann verstehen, wenn man da keinen Spass dran hat.
Wir verwenden noch die Methode Urin zu vermeiden: Kleine Geschäfte werden direkt in der Natur erledigt (wir haben komplette Alleinlage beim Kompostklo und können einfach "den Wald düngen"), nur grosse Geschäfte werden auf dem Klo verrichtet. Dadurch fällt schon mal viel weniger Flüssigkeit an, um die man sich kümmern muss. Der Urin wird dabei grossflächig verteilt, immer auf die gleiche Stelle wäre mit Sicherheit nicht gut.
Re: Komposttoilette
Das Fermentieren von Urin
Florian Augustin // Nährstoffe aus menschlichen Ausscheidungen // Aufbauende Landwirtschaft 2018
=> Zugabe von ein wenig Zucker, der Urin stinkt nicht mehr und wird lagerfähig. Genial einfach.
Das Fermentieren kannst Du auf eine auswärtige größere Tonne auslagern, in die Du täglich Deinen Eimer entleerst.
Als Sofortmaßnahme kannst Du zusätzlich zur Zuckerzugabe auch etwas Lösung an Milchsäurebakterien einsprühen, die man z.B. aus der milchsauren Fermentierung von Gemüsen (Sauerkraut usw.) bezieht und ein wenig vermehrt.
Daneben ist, gerade jetzt in der kühlen Jahreszeit, ein holzreicher Kompost eine gute Adresse für den Urin.
Florian Augustin // Nährstoffe aus menschlichen Ausscheidungen // Aufbauende Landwirtschaft 2018
=> Zugabe von ein wenig Zucker, der Urin stinkt nicht mehr und wird lagerfähig. Genial einfach.
Das Fermentieren kannst Du auf eine auswärtige größere Tonne auslagern, in die Du täglich Deinen Eimer entleerst.
Als Sofortmaßnahme kannst Du zusätzlich zur Zuckerzugabe auch etwas Lösung an Milchsäurebakterien einsprühen, die man z.B. aus der milchsauren Fermentierung von Gemüsen (Sauerkraut usw.) bezieht und ein wenig vermehrt.
Daneben ist, gerade jetzt in der kühlen Jahreszeit, ein holzreicher Kompost eine gute Adresse für den Urin.
Mit freundlichem Glück Auf!
Eberhard
Eberhard
