Wir haben sehr lehmigen Boden und wenn ich im Spätherbst irgend etwas ausgrabe, ist immer ein dicker Erdbatzen drum herum.
Dieser ist auch um die Wurzeln der Salate und der ganze Klumpen wird vorsichtig in die Kisten "getopft". Da braucht es keine extra Erde. Wozu auch, bei wurzelnackt wieder in Erde einschlagen kostet es die Pflanze unnütz Energie und da ja die ganzen Feinwurzeln mit weg sind, welkt der Salat trotz angießen. Mit den 6 Stück pro Kiste stehen die Salate mit den Wurzelballen so eng aneinander, dass es schon fast wieder eine geschlossene Fläche ist. Meist sind die Wurzelballen bei mir 20 x 20 cm und einen Spatenstich tief. Unsere Erde klebt so gut zusammen, dass die Ballen nicht auseinanderfallen. Das mag bei Sandboden nicht so funktionieren aber ich würde immer versuchen, so viel Erde wie möglich an den Wurzeln zu erhalten beim ausgraben.
Negativ fand ich dieses Kleben auf dem Acker, wo ich Zuckerrüben gestoppelt habe, ehe der Bauer alles umgrubbert. Der Lohnunternehmer hat so unsauber gearbeitet, dass ich eine Doppelreihe von über 200 m schönster Zuckerrüben ausgraben konnte. War eine elende Schinderei, da er zum Teil bereits mit dem schwerem Gerät drübergefahren war. Eigentlich wollte ich nur die verlorengegangenen Rüben aufsammeln, so ist es ein ganzer Multicarhänger mit Berg drauf geworden. War aber den gesamten Samstag damit beschäftigt, da jede einzelne Rübe ausgegraben und von der festen Erdkruste befreit werden musste. Ich hatte schon die Befürchtung, dass ich mich mit unserem kleinen Treckerlein und dem schweren Hänger auf dem Acker hoffnungslos festfahre aber es ist alles gutgegangen. Nun müssen wir noch einen Platz zum Lagen finden
Kann man eigentlich selber mit vertretbarem Aufwand Zucker herstellen?



