Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

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Sonne
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Re: Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

#311

Beitrag von Sonne »

Ok...dann probiere ich das mit 1Grad mal lieber nicht aus.

Ausgerechnet Spanien... :hmm: :lol:
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31
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Taraxacum
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Re: Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

#312

Beitrag von Taraxacum »

1°C im Freiland ist leider doch ein klein wenig zu wenig. Bei 3°C ohne Luftbewegung (Verdunstungskälte) auf den Pflanzen klappt das schon . Diese Temperatur hatte ich letztens im Tunnel, wo ich einen Teil der Tomaten schon ausgepflanzt habe (nicht das Experiment). Bisher hab ich noch keine Schäden feststellen können, Wachstumsstockung ist auch nicht zu bemerken, die wachsen halt tapfer vor sich hin. Das einzige, die Pflanzen stehen rel. trocken und in die Erde hab ich vorher reichlich Pferdemist untergearbeitet, die Wurzelballen selber stehen auf Schafwolle. Jetzt, wo wir anscheinend Winter bekommen, werde ich nachts lieber ein Vlies drüber packen.
Teetrinkerin
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Re: Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

#313

Beitrag von Teetrinkerin »

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Paprikapflanzen robuster sind, was Kälte angeht. Vor allem im Herbst sterben sie bei ganz leichten Frösten nicht gleich ab. Dies hat gestern in einem Video von Self-bio auch Marcel von der Gartenoase bestätigt, dass Paprika kälteverträglicher sind (allerdings kann ich nicht mal bestätigen, dass sie bei geringen Temperaturen nicht weiterwachsen). Ich stelle meine Tomaten und Paprika schon seit 3 Wochen raus, sobald es draußen mind. 8°C hat und ich habe das Gefühl, dass die Paprika das viel besser wegstecken und sie wachsen auch sehr schön.

Ich habe gestern vormittag auf die Schnelle noch 2 LED-Panels mit je 45 Watt bestellt. Hatte die Hoffnung, dass sie gestern noch in den Versand gehen, aber ich habe erst heute kurz vor Mittagszeit die Versandmitteilung bekommen. Nun hoffe ich sehr, dass sie morgen ankommen, denn hier sind in den nächsten Tagen einstellige Temperaturen vorausgesagt. Ein 15W-Panel hab ich schon, das habe ich bereits aufgehängt und dann habe ich Klemmleuchten mit Kaltweiß-Leuchten. Da weiß ich nicht, ob das viel bringt. Habe extra Birnen mit 6500K gekauft, weil ich in einem Forum mal gelesen habe, dass diese zur Pflanzenaufzucht geeignet sind. Für nächstes Jahr werde ich mir aber wohl noch günstige Schreibtischlampen von Ikea kaufen und dazu noch extra Pflanzenleuchten mit Gewinde.
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Buchkammer
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Re: Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

#314

Beitrag von Buchkammer »

So, morgen wird die LED-Anzucht-Station abgebaut. Der Stromzähler steht bei 14,98 Euro und hat immerhin um die 90 Tomaten und ~38 Chili- und Paprika Pflanzen mit Licht erstversorgt. Sie haben schon ein paar Tage in der Sonne verbracht - also die derzeitige Wuchshöhe stammt nicht alleine von der LED-Beleuchtung. :pfeif: Aber als Start in ein Wachstumsjahr sind diese Panels schon brauchbar.
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edaphon
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Re: Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

#315

Beitrag von edaphon »

Inzwischen ziehe ich seit 4 Jahren Jungpflanzen mit LED hoch und kann sie, wenn die Pflanzen ins Freiland sollen, nur als Zusatzbeleuchtung empfehlen.

Rein unter LED vorgezogene Pflanzen sind nicht abgehärtet und halten das pure Sonnenlicht nicht aus. Bekommen also Sonnenbrand.
Hier empfiehlt es sich bei Temperaturen > 10°C die Pflanzen Vormittags oder Nachmittags rauszustellen und wie mans bei Kindern auch machen sollte, von 11-15 Uhr auf JEDEN FALL zu beschatten

Wir haben jetzt schon viel mit LED rumexperimentiert, es ist sicher eine Zukunftstechnologie, die aber noch zu wenig erforscht ist. Finger weg von diesen Violett-Lila-Spektren. Das ist Jahre Schnee.
Für ein Zufriedenstellendes Ergebnis sind vor dem Kauf sind Schlüsselworte wie "Full-Spektrum" zu beachten.

Gelegentlich bekommt man in Tauschbörsen (Bucht, Willhaben, etc) sehr günstig 250, 400 W MHL Lampen.
Das Leuchtmittel/Birne selbst kostet 40-60 EUR und sollte - je nach Verwendung - auf jeden Fall 1-2, wenn nicht sogar 3 Jahre ihren Zweck erfüllen.
Diese sind nicht besonders Zeitgemäß, erfüllen aber allerbestens ihren Zweck. Die durch den schlechten wirkungsgrad der Lampe abgegebene Wärme ist speziell im Frühjahr kein Nachteil.
Was auch geht sind NDL mit erhöhtem Blau Anteil wie Philipps GreenPower

Wer etwas tiefer in den Säckel greifen kann, dem sei SanLight empfohlen. Ein Vorarlberger Hersteller.
Auch hier findet man gebrauchte Stücke und so bin ich zu 3 Stk SanLight S4 (um EUR 100,-) gekommen und muss ehrlich sagen, diese sind das beste Kunstlicht zur Pflanzenzucht das ich je in Verwendung hatte.
Bei einer Lebensdauer von etwa 50.000 h werde ich auch noch lange Freude daran haben
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Sonne
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Re: Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

#316

Beitrag von Sonne »

Danke für die Info. :)
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Re: Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

#317

Beitrag von Dyrsian »

edaphon hat geschrieben: Rein unter LED vorgezogene Pflanzen sind nicht abgehärtet und halten das pure Sonnenlicht nicht aus. Bekommen also Sonnenbrand.
Hier empfiehlt es sich bei Temperaturen > 10°C die Pflanzen Vormittags oder Nachmittags rauszustellen und wie mans bei Kindern auch machen sollte, von 11-15 Uhr auf JEDEN FALL zu beschatten
Wir haben jetzt schon viel mit LED rumexperimentiert, es ist sicher eine Zukunftstechnologie, die aber noch zu wenig erforscht ist. Finger weg von diesen Violett-Lila-Spektren. Das ist Jahre Schnee.
Für ein Zufriedenstellendes Ergebnis sind vor dem Kauf sind Schlüsselworte wie "Full-Spektrum" zu beachten.
Kann ich so nicht bestätigen. Ich ziehe jetzt schon 2 Jahre mit zwei Billig-China LED Panels meine Pflanzen vor. Ja, das funktioniert nicht so gut wie mit einer Hochleistungs-Vollspektrum LED, die Pflanzen wachsen etwas langsamer. Sie sind jetzt aber nicht vollkommen vergeilt oder sowas. Natürlich sind leistungsstarke Vollspektrum Lampen besser. Sie verbrauchen aber auch viel Strom und sind vor allem in der Anschaffung irrsinnig teuer. Es stellt sich dann die Frage, wann sich eine solche Lampe amortisiert hat. Da macht es ggf. mehr Sinn, sich bereits vorgezogene Pflanzen in Bioqualität zu kaufen, einfach weil es wirtschaftlicher ist.
Ich setze die Pflanzen nicht direkt nach draußen, sondern erstmal in den Folientunnel und habe damit gute Erfahrungen gemacht, sowas wie Sonnenbrand hatte ich noch nie.
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Re: Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

#318

Beitrag von Buchkammer »

Mittlerweile im 6. Jahr im Einsatz. LED-Beleuchtung zur Jungpflanzenanzucht. Am 23.01.2020 wurden die ersten Sämereien wie Paprika, Chili, Andenbeeren, Auberginen, Rocoto und so versenkt. War ein Fruchttag. :pfeif:
Ungewohnt früh, dieses Jahr. Ich fange sonst erst im Februar an mit dem Vorziehen.

Anzucht_am_23-01-2020.jpg
Anzucht_am_23-01-2020.jpg (103.11 KiB) 9459 mal betrachtet

Jetzt steht das Teil unter einem 45 Watt LED-Panel mit roten und blauen Lichtern und einem 30 Watt Baustrahler mit weißem Licht; dieses Jahr ohne extra Heizung unter den Füßen der Samen. Mal schauen, was keimt. :kaffee:
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Re: Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

#319

Beitrag von Oli »

Na, da bin ich gespannt, ob und wie die Auberginen - aber auch die ganzen Capsicum - ohne zusätzliche Wärme keimen. Wieviel Grad hast du an dem Standort?
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Re: Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

#320

Beitrag von Buchkammer »

Das Thermometer zeigt momentan 25 Grad. Die Erde ist, wenn feucht, sicher ein wenig kühler. Die beiden LED geben ja auch ein wenig Wärme ab und wenn ich die Anzuchtstation einigermaßen abschirme, sollte die Temperatur nicht unter 20 Grad fallen. Abschirmung auch deshalb, weil ich nicht 14 Stunden am Tag dieses rot-blau-weiße Licht sehen mag. ;)
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