Seite 4 von 5
Re: Fleisch für Hühner im Winter?
Verfasst: Sa 5. Okt 2013, 17:02
von Spottdrossel
kraut_ruebe hat geschrieben:Spottdrossel hat geschrieben:
Ich frage mich, ob die Damen, die sich über die "aggressiven" Hühner erschrecken,nur einfach selber nie Spaß an gutem Essen haben?

nein, das problem hab ich nicht, wie man über die jahre hinweg hier auch mehrfach nachlesen kann.
mag ja sein, dass es hier keinen grossartig interessiert weil keiner seine hühner frei laufen lässt und somit hier alle eure hühner unterversorgt sind (ausser vielleicht die bunzhühner). tatsache ist jedoch, dass man da auch ne grenze übertreten kann die den hühnern nicht guttut, wenn sie sich blutig hacken hört der spass für mich auf.
Ich denke mal, 16 Hühner auf 1000 m² ist für deutsche Verhältnisse "frei" genug.
Und natürlich spielt auch die Rasse eine Rolle, daß meine dicken Brummer mehr Grundumsatz haben als ein Vorwerkhühnchen, ist klar.
Und als letztens ein freches Sachsenhuhn interessiert am Petticoat ihrer dicken Kollegin zupfte, habe ich beschlossen, das winterliche Futterhighlight wieder einzuführen.
Blutige Stellen gibt es hier nur, wenn es KEIN Fleisch gibt. Beim Füttern jagen die dem Fleisch nach, nicht ihren Mitessern. Und wer rangniedrig ist, schnappt sich was und saust damit aus der Schußlinie - da kommt keiner auch nur auf die Idee, den Schnabel nicht zum fressen einzusetzen.
Re: Fleisch für Hühner im Winter?
Verfasst: Sa 5. Okt 2013, 17:03
von Spottdrossel
Little Joe hat geschrieben:

... Kopfkino aus! Stell mir grad vor, wie du dir bei einer Essenseinladung den Braten vom Buffet schnappst und alle anderen Gäste kreischend hinter dir her rennen (das ist das einzig dumme an Forentreffen, dass man jetzt immer eine reale Person vor Augen hat, wenn man was liest)
Es gab mal auf einer Weihnachtsfeier Lebkuchenmousse mit Glühweinsoße - da wäre ich fast in Versuchung gewesen, mit der Platte zu verschwinden

.
Re: Fleisch für Hühner im Winter?
Verfasst: Sa 5. Okt 2013, 20:40
von stoeri
Hallo Freunde,
diese Woche hatte ich wieder glück, ich konnte wieder 30 Ratten die mir zu groß geworden sind gegen 2 Kg Mehlwürmer eintauschen, ich sags Euch da bleibt keine Henne im Nest sitzen wenn ich mit dem gelben Eimerchen komme. Drei bis vier Handvoll unter einem Laubhaufen gelegt, Matcho darf sie finden und kann seine Damen damit locken und füttern, ich mach das nicht und schon läuft die Eierproduktion wieder besser.
Re: Fleisch für Hühner im Winter?
Verfasst: So 6. Okt 2013, 06:30
von Bunz
Hallo Andreas,
ich habe 4 Hühner und 1 Hahn theoretisch auf 1300 Qm. In der Mitte ist noch ein Teich mit anständiger Ufer-Bepflanzung, aus dem sie sich versorgen. "Theoretisch" deshalb, weil sie, wenn sie über den 1 Meter hohen Zaun zur Schafweide fliegen, noch mal 2000 Qm zur Verfügung haben, die sie sich allerdings mit Enten und Schafen teilen müssen.
Ich füttere ein Gemisch aus Weizen/Mais/Erbsen (selber geschrotet) zu, das mittels Molke oder/und der Brühe aus der Hundefutter-Zubereitung zu einem schönen Brei angerichtet wird. Diesen werte ich im Winter noch mit Hunde-Dosenfutter auf.
lg
Bunz
Re: Fleisch für Hühner im Winter?
Verfasst: Sa 19. Okt 2013, 00:17
von Andreas75
Guten Abend

!
Bunz: Wie ist denn der pozentuale Anteil Deines Futters (ich schrote teils auch selber, will's aber am liebsten zur Gänze selber machen), also Weizen zu Mais zu Erbse?
Und wie sieht es in punkto Fettansatz bei Deinen Tieren aus (falls du selber schlachtest)?
Im Zivi kriegten die Hühner dort quasi nur Weizen (als Korn und als Schrot), und wurden sehr fett... Ich selber habe festgestellt, dass meine Hühner mit der Mischung des einen Futterhändlers hier (mit 48% Maisanteil) ebenfalls recht moppelig wurden. Vom Mais aus der Mischung blieb entsprechend viel im Futtertrog zurück, sodass ich über Sommer auf eine Mischung mit nur 28% Mais, aber 48% Weizen wechselte.
Das ging gut weg, doch musste ich nun wieder einen Sack mit der 48% Mais- Mischung nehmen, und zu meiner Überraschung ist nun auch der Mais jeden Tag komplett weg, und damit nicht genug, haben die Hühner heute zwei Kolben vom frisch gestoppelten Mais bekommen, und den haben sie auch komplett weggefuttert (erstmals überhaupt so ein Interesse an Ganzkorn- Mais gewesen)...
Darum interessiert mich, ob Du jahreszeitlich in den Mengen der Anteile Deiner Mischung variierst, und wie eben die prozentualen Anteile sind, und wie sich Akzeptanz und Verwertung bei Deinen Hühner darstellen

.
Hast du den Eindruck, die Erbsen stillen/ verringern die Gier nach tierischem Eiweiß?
Grüße,
Andreas
Re: Fleisch für Hühner im Winter?
Verfasst: Sa 19. Okt 2013, 06:22
von Bunz
Hallo Andreas,
ich muß gestehen, daß ich es nicht so genau nehme, wie Du.
Wenn die Tiere gut aussehen, munter sind, vernünftig Eier legen und einen normalen Schlachtkörper abgeben, ist die Welt für mich in Ordnung.
Zum Futter: Ich gebe in die Schrotmaschine 3 Teile Weizen, 1 Teil Erbsen und ein Teil Mais. Die Prozente rechne ich jetzt nicht aus.
Das Ganze - wie gesagt- mit Molke, Brühe, Quark zu einer Pampe verrührt. Fertig.
lg
Bunz
Re: Fleisch für Hühner im Winter?
Verfasst: Sa 19. Okt 2013, 11:34
von Spottdrossel
In den USA gab es von zu maislastiger Ernährung Mangelerscheinungen (beim Mensch), ich habe aber grade nicht im Kopf, was da an Nährstoffen/Vitaminen gefehlt hatte und in welchen Mengen Hühner das evtl. brauchen

.
Bei fast der Hälfte Maisanteil wäre es evtl. mal interessant, da näher nachzuforschen, ob das paßt oder ob es nach einiger Zeit Probleme geben könnte.
Re: Fleisch für Hühner im Winter?
Verfasst: Sa 19. Okt 2013, 11:54
von Sabi(e)ne
Paßt nicht, weder bei Mensch noch bei Tier.
Bei Mais fehlt Lysin, um vollwertig zu sein.
In Brasilien hat man es mit Chlorella-Algenkeksen substituiert - mit großem Erfolg.
Im Tierfutter auf Maisbasis wird gewöhnlich Lysin extra hinzugefügt.
Deshalb ist z.B. Mais mit Bohnen auf dem Teller ein traditionelles "Vollwertgericht".
Re: Fleisch für Hühner im Winter?
Verfasst: Sa 19. Okt 2013, 23:14
von Andreas75
Hallo,
Prozente musst Du ja nicht ausrechnen, ich dachte nur, Du würdest nach Prozenten rechnen

. Teile sind mir auch recht, danke für die Auskunft.
Aber genau nehmen tu ich das nun wirklich nicht

.
Es gibt Leistungszüchter, die berechnen ihre einzelnen Futterzutaten für jede erdenkliche Hühnergruppe (knapp legereife in zwei Altersstufen, legende, Hähne, Junghähne, Junghennen, aufklamüsert nach Alter in Wochen etc. pp.) auf das Gramm genau, mischen für jede Gruppe auf das exakteste ab, und machen da eine Wissenschaft sondergleichen draus...
Ist ja nichts gegen zu sagen, wenn's den Hühnern bekommt, aber wie gesagt, ganz so genau nehm' ich's dann doch nicht

.
Re: Fleisch für Hühner im Winter?
Verfasst: So 20. Okt 2013, 06:47
von Bunz
hallo Andreas,
es gibt Hühnerzüchter, Schafzüchter und sonstwas, die sich nur mit der einen Sache beschäftigen.
Die können dann von mir aus die Erbsen zählen.
Der Selbstversorger hat neben Haus und Garten, wo ständig was zu tun ist, auch noch mehrere Tierarten samt Ställen, Futter und Zäunen zu versorgen, sodaß sich die einzelnen Zuwendungen zwangsläufig etwas ausdünnen müssen.
lg
Bunz