Hallo Yakon-Freunde
Ich ernte nach dem ersten Frost oder dem zweiten Frost, spätestens dann wenn die Pflanze oberirdisch gänzlich erfroren ist. Ich grabe vorsichtig von allen Seiten und manchmal bekommt man die Wurzeln mit einem Ruck raus......wir haben hier Pudersandboden - wird woanders bestimmt etwas schwieriger sein:)
Dann lege ich die dicken Wurzeln, die ich zuerst roh essen will auf die Fensterbank in die Sonne oder irgendwo in die Sonne, nur es muss frostfrei sein. Dadurch werden sie süßer.
Ich esse Yakon immer roh, es ist meine Winterrohkost:)
Lagern soll man die dicken Wurzeln in einem kühlen leicht feuchten Raum, da sie sonst leicht einschrumpeln....wie Topinambur...nur nicht so schnell...
Man kann sie wohl auch in Sandkisten einlagern. Verletzte Stücke müssen antrocknen, da die sonst mal faulen können.
Mein Wintergarten ist recht feucht und so lagern viele der Knollen den Winter über dort.
Die Strünke, die die Augen haben und wieder gepflanzt werden lasse ich erst einmal luftig frostfrei liegen, das geht eine ganze Weile. Wenn sie eintrocknen wollen stecke ich sie in kleine Töpfe mit Erde.
Dort treiben sie im Frühling fröhlich aus und kommen dann nach Mitte Mai ins Land.
Meine Pflanzen auf Silofolie sind recht hoch und einige blühen. Die anderen sind niedriger geblieben. Wir hatten einen guten Sommer und vielleicht für die Yakons ein bischen zu wenig Wasser im Pudesandboden einige Zeit, aber auf meinem Acker wässere ich nie.
Unter der Folie haben sie bessere Bedingungen.
Einige Blüten haben anscheinend Saat:) Darauf warte ich seit Jahren, hoffentlich ist die Saat nicht taub und hoffentlich bleibt es noch ein bischen schön.
#Sorten mit schwarzer Haut habe ich nicht, meine sind bräunlich und rot.
Ein paar neue Sorten habe ich in diesem Jahr und bin da sehr gespannt was rauskommt wie wie die schmecken.
Man kann Yakon kochen, zusammen mit anderen Gemüsen verstärkt es deren Geschmack.
Roh schmecken sie sehr saftig....kohlrabiähnlich und nach Sonnenbad richtig süß und lecker.
Blättertee mag ich auch nicht, ist aber für Diabetiker vielleicht interessant. Dabei sehen die Blätter so sehr vital und gut aus....
Ich habe auch Wildyakon, die bilden aber nur ganz dünne Würzelchen, blühen aber zuverlässig und sind zierlicher (Polymnia connata).
LG von July