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Re: Tomaten vor Braunfäule schützen

Verfasst: So 9. Jun 2013, 19:26
von krabbe
hi Nightshade,
nix für ungut, aber ich dachte du magst Dinge nicht, die von anderswo herkommen.
(Oder vielleicht doch die Interkulturalität, die vielen sinnlosen Reisen, den Import aus anderen Ländern reduzieren?)
Meines Wissens nach ist das Heimatgebiet von Hartweizen, oder wenn du willst Triticum durum, der vorderasiatische Raum. Das die Steinzeitmenschen ihn angebaut haben, genauso wie Hirse übrigens, habe ich ja nicht behauptet. Tomaten oder Solanum lycopersicum kommen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika.Aber das weisst du ja mit Sicherheit selber. Italienische Nudeln sind ja auch nicht gerade eine osterreichische Spezialität. Alles Dinge, die irgendwann mal jemand aus einer anderen Kultur übernommen hat. Interkulturalität gab es also, siehe Hartweizen, schon bei den Steinzeitmenschen..

Der informative Teil deines Postings ist interessant. 3-4 Gramm Backsoda scheinen mir aber jetzt nicht so viel zu sein, als das eine Übersalzung stattfinden könnte.
Kupferpräparate habe ich keine Lust anzuwenden, siehe Kommentar von Emil. Meine beiden Biobauern brauchen in ihrem Gewächshaus nicht spritzen. Da bezahlen ich lieber 2 Euro für reif gepflückte und superleckere Tomaten. Zudem das auch die lokalen Biobauern unterstützt.
Und da das schönste für mich beim Gärtnern das Zuschauen beim Wachsen ist, werde ich weiterhin meine Tomaten aus Samen ziehen. Es ist einfach nur spannend zu sehen wie sich aus dem Samen eine Pflanze entwickelt. Die Aussaatschalen stehen immer am Esstisch, damit mir auch ja nix entgeht. :mrgreen:

Ach ja, bei Brest und auch hier wachsen nicht nur die Fuchsien als Hecke. Es gibt hier echt tolle botanische Gärten. Oft waren es bretonische Seefahrer die viele der schönen Pflanzen mit her brachten. Bei Brest wurde so zum Beispiel zum ersten mal in Europa Erdbeeren zum Verzehr gezüchtet. Die HalbInsel von Plougastel gegenüber von Brest hat ein ähnliches Klima wie ihre Heimat in Chille. Der Pflanzenreichtum und die sehr stark ausgeprägte Kultur hier haben mich im übrigen dazu gebracht umzuziehen. So brauche ich nicht mehr in Urlaub zu fahren. ;)

lg Andrea

Re: Tomaten vor Braunfäule schützen

Verfasst: Do 12. Sep 2013, 10:57
von Waldläuferin
Tomatenschirm.jpg
Tomatenschirm.jpg (49.95 KiB) 2083 mal betrachtet
Wollte Euch dies nicht vorenthalten. Konnte leider nur über den Zaun fotografieren.
Wenn man transparente Schirme nimmt, sieht es vielleicht besser aus.

Re: Tomaten vor Braunfäule schützen

Verfasst: Do 12. Sep 2013, 11:04
von Adjua
Heuer habe ich nahezu keine Braunfäule, genauer gesagt: Die halbwegs vor Regen, aber nicht vor Tau geschützten Pflanzen haben gar keine, die Tomaten am Feld auch keine und die im Garten, wo es etwas schattiger ist, haben ein paar befallene Blätter. Keine einzige habe ich ausgereizt und nur wenig aufgesteckt. Sind zum Teil wilde Gestrüppkonstruktionem, alles alte Sorten.

Re: Tomaten vor Braunfäule schützen

Verfasst: Do 12. Dez 2013, 16:28
von Benutzer 3370 gelöscht
Wir beherzigen einige Ratschläge aus dem IN seit uns vor 4 Jahren zwei Wochen im Juli die gesamte Ernte von 100 Pflanzen zunichte gemacht hat.
*Tomaten nicht neben Kartoffel pflanzen (Infektionsdruck)
*genügend Abstand zwischen den Pflanzen min 50 cm (trocknen nach Regen)
*Dauer Mulch (Heu) zwischen den Pflanzen da der Pilz in der Erde ist und mit dem Spritzwasser auf die Pflanze kommt
*Nicht Ausgeizen (Verletzung der Pflanze = Schwächung, anfällig für Infektion)
*Hochbinden damit keine Pflanzenteile Bodenkontakt haben (natürlich auch leichteres Ernten :) )
*Tomatenkraut nicht auf den Kompost sondern verbrennen
*bereits gelbe Blätter entfernen

Seit dem ist Ruhe im Dorf (hoffentlich)
Tomaten.JPG

Re: Tomaten vor Braunfäule schützen

Verfasst: Do 12. Dez 2013, 16:36
von Benutzer 3370 gelöscht
emil17 hat geschrieben: blankem Kupferdraht in die Tomatenstengel gesteckt
Hab so etwas Ähnliches auch ausprobiert.
Die Isolation von einem Elektrodraht entfernt und damit um den Tomatenstamm, der aus der Erde kommt einen Ring gemacht.
Bei der Hälfte der Pflanzen hab ich das gemacht, war eine ziemliche Aktion. Alle Pflanzen sind heil geblieben auch die ohne (Fernwirkung ? :hmm: ) Jedenfalls hab ich beim Bearbeiten der Beete im Herbst kein Kupfer mehr gefunden (Kupferdiebe ?)