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Re: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

Verfasst: Sa 23. Feb 2013, 19:22
von die fellberge
dito :rot:

Landleben auf Kölsch:
Die Kuh am Schwanz am raus am ziehen ...

Sogar einen Spiegel online Artikel wert:
http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfis ... 51745.html

Re: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

Verfasst: Sa 23. Feb 2013, 19:32
von Olaf
@ Sybille:
Ich wollt erst fragen, aus welcher Ecke Du eigentlich kommst, das kam mir bekannt vor, aber dank Mitgliederkarte hat sich die Frage erübrigt.
Der Kölner, also zumindest der Kindsvater von Cristinas Kindern sagt ja auch ganz locker: " Es fängt an zu regnen an!"
*Schulter zuck* Siiiischer datt!
---------------
Ich finde, wir haben hier einen total netten Lästermodus!
PS: Marianne hann isch erst als isch dat watt am Abschicke(n) war jelese(n.)...
(plump, oder? Ich find den Slang so nett, ich würds gern können) :rot:

Re: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

Verfasst: Sa 23. Feb 2013, 19:40
von sybille
Olaf, gebürtig komme ich vom rhein. Von daher vermatsch ich den Dialekt manchmal etwas.

Marianne, das ist gut :lol: :lol:

Re: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

Verfasst: Sa 23. Feb 2013, 19:45
von Olaf

Re: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

Verfasst: Sa 23. Feb 2013, 19:51
von Reisende
die fellberge hat geschrieben:- um mal wieder auf die Ausgangsfrage zu kommen:

"Tut dem Elsbeth dat Land wirklisch alles jehören?"



.
Ja sieeeeescher dat :nick:

Birgits Text konnte ich erstaunlich gut verstehen, auch wenn ich etwas langsamer lesen musste. Schnell gesprochen ist das bestimmt nochmal ne ganz andere Nummer... :lol:
Aber ich muss jetzt mal den spielverderber machen, denn ich finde, dass Dialekt nicht unbedingt auch falsche Grammatik bedeuten muss... :schmoll: :pft:

Ich lege irgendwie schon wert auf gutes deutsch, warum kann ich gar nicht so genau sagen. Ganz schlimm finde ich Sachen wie falsche zeitenbildung bzgl sein und haben (ich bin gesessen...) oder wenn als und wie falsch verwendet werden (ich bin aber viel größer wie du...).

Ne kleine Anekdote zum genetiv aus meiner Schulzeit kann ich noch beitragen. Wir durften uns mit 18 die Entschuldigungen selber schreiben, die kamen in so ein kleines dinA5-Heft. Mein deutschlehrer hat mich immer vollgemotzt, das sei falsch geschrieben, wenn da stand "am ... konnte ich wegen einem grippalen infekt nicht am Unterricht teilnehmen". W a s da aber nun dran falsch sein sollte, darüber hat er mich im unklaren gelassen... Hat lange gedauert bis ich dahinter gekommen bin. :mrgreen:

Re: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

Verfasst: Sa 23. Feb 2013, 20:01
von Zacharias
Ich glaube nicht, dass es einen Dialekt gibt, wo die Grammatik wie im Hochdeutschen ist. Wäre doch auch langweilig. Als ich den Text auf Werther Platt (so heißt mein Dialekt) geschrieben habe, habe ich erst beim späteren Durchlesen gemerkt, dass ich vergessen hatte, auch die Grammatik zu ändern.
Jetzt, wo ich weiß, dass ihr das alle versteht: Bei uns heißt es übrigens auch "Ich bin geheiroht." Konnte ich im Text leider nicht einbauen, weil ich nicht verheiratet bin.
Ich finde es jedenfalls schön "2-sprachig" aufgewachsen zu sein und doch mit der Grammatik der hochdeutschen Sprache klar zu kommen.

Re: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

Verfasst: Sa 23. Feb 2013, 20:22
von Olaf
Mein deutschlehrer hat mich immer vollgemotzt, das sei falsch geschrieben, wenn da stand "am ... konnte ich wegen einem grippalen infekt nicht am Unterricht teilnehmen".
+
Dein Deutschlehrer ist/ war Klasse! Siehe Header!
Olaf

Re: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

Verfasst: Sa 23. Feb 2013, 20:27
von die fellberge
Dialekt hat schon eine eigene Grammatik- und seine eigenen Wörter.

Mein Sohn ist ja in Esslingen und wenn dort von heben gesprochen wird hat das nicht die gleiche Bedeutung wie man von ausserhalb so denken könnte.

Re: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

Verfasst: Sa 23. Feb 2013, 20:44
von si001
fellberge hat geschrieben:Dialekt hat schon eine eigene Grammatik
Die eigene Grammatik kenn ich hauptsächlich aus den Saarland. Wenn es z.B. heißt "das Bärbel", "das Tanja" Also das richtige Saarändisch verstehe ICh nicht. Die Verwandschaft gibt sich aber Mühe mit mir. :lol:
fellberge hat geschrieben:Mein Sohn ist ja in Esslingen und wenn dort von heben gesprochen wird hat das nicht die gleiche Bedeutung wie man von ausserhalb so denken könnte.
Ne, das was man unter dem hochdeutschen heben versteht heißt im Südwesten "lupfe", hochheben heißt dann "noalupfe"
Das schwäbisch/badische "heben" bedeutet: reichen (die Farbe hebt/reicht noch) und halten (die Verbindung hebt/hält). Hab ich was vergessen?

Re: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

Verfasst: Sa 23. Feb 2013, 20:47
von Zacharias
Wie sagen die Schwaben denn, wenn sie "einen heben" wollen? :lol: