Re: Quer-Sendung: Eigener Strom zum Eigenverbrauch
Verfasst: Mi 2. Jan 2013, 17:14
Hab schon 15 Ah eingesammelt. 
Das Forum für Selbstversorgung und Permakultur
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Danke Manfred, schön, daß du das in einem Satz so einfach dargestellt hast.Manfred hat geschrieben:Für Terminkontrakte zwischen Erzeugern, Handel und Verarabeitern wie sie seit jeher sinnvoll und üblich sind, braucht es keine zwischengeschalteten Spekulanten. Die bewirken nur eines: Kosten zu Lasten aller anderen Beteiligten.
Träum weiter, die Realität sieht so aus, daß Überproduktionen vernichtet werden um die Gewinne der Spekulanten zu sichern...AlterSchwede hat geschrieben: Geld bekommt der Spekulant ja auch nur dann wenn seine Erwartung (bestimmter Preis) eintritt... Ansonsten hat er einen Verlust. Einen Verlust über den sich dann sogar die Realwirtschaft in Form niedrigerer Preise freuen kann (schließlich wurde ja jetzt mehr produziert als ursprünglich erwartet...)
Nur weil du anderer Meinung bist als ich, heißt das noch lange nicht, daß ich mich von dir als dumm bezeichnen lassen muss.AlterSchwede hat geschrieben:Fehlendes Wissen mit moralischen Bedenken zu entschuldigen... ist nicht Ausdruck moralischer Überlegenheit - sondern von Dummheit.[
Das ist nicht möglich. Das Problem wird auch missverstanden: Ursache der Blasen in allen Bereichen ist die von den Notenbanken aufgeblähte Geldmenge. Ohne die gäbe es den ganzen Finanzsektor nicht.Manfred hat geschrieben:Die Wetten sollten auf den Finanzmärkten klar von der Realwirtschaft getrennt werden.
Die Umsätze bei Sportwetten in China betragen hunderte Milliarden Dollar pro Jahr, und die wetten auch auf Zweitligaspiele in Deutschland. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies keine Manipulationen zur folge hat, geht gegen Null.Manfred hat geschrieben:Wo käme man hin, wenn z.b. bei Sportwetten Spieler, Trainer, Schiris und ganze Stadien nach Belieben beeinflusst und gekauft werden dürften?
Wie schon Dagmar sagte ... Ich reagiere auf die zu erwartenden Ernteausfälle im August wegen einer Dürre im Mai, erkennbar unter anderem durch Fernerkundung (Auswertung der Chlorophyllspektren usw.) indem ich rasch ein paar Hektar Weizen einer Sorte anbaue, die von der Feldbestellung an gerechnet in 2 Monaten reif ist? Der arme Mann in irgend einem Entwicklungsland, der 80% seines Einkommens für Grundnahrungsmittel aufwenden muss, merkt dank der Spekulanten rechtzeitig, dass es gilt, Vorräte anzulegen?AlterSchwede hat geschrieben: Wenn der Nahrungsmittelspekulant Knappheit (und damit steigende Preise) z.B. bei Weizen "kommen sieht" - dann macht sein Engagement die erwartete Preissteigerung lediglich im Vorfeld sichtbar. Da die sichtbar gewordene Preissteigerung jedoch auch für Produzenten und Verbraucher sichtbar ist... können diese im Vorfeld auf diese erwartete Situation reagieren. Also z.B. mehr Anbauflächen für Weizen bereitstellen - mehr Zeit und Dünger für einen höheren Ertrag investieren, sich mit Vorräten eindecken usw.
1. "Allein die Vorstellung ... ist schlicht und ergreifend falsch" bedeutet, wenn Du es sagst, offenbar soviel wie "mir kommt gerade kein Gegenbeispiel in den Sinn", oder meinst Du das tatsächlich so wie es hier steht?AlterSchwede hat geschrieben:Allein die Vorstellung daß Spekulation mit Blick auf die Versorgungslage und Preise irgendjemandem schaden könnte ist schlicht und ergreifend falsch. Spekulation verbraucht schließlich keine Güter - Spekulation differenziert lediglich Anreize und ist die marktwirtschaftliche Alternative zu Planwirtschaft.
Es ist vielmehr eine im Exzess ziemlich widerliche Art leistunglosen Einkommens auf Kosten vieler, die ganze Gesellschaften destabilisieren kann.AlterSchwede hat geschrieben:Spekulation ist die marktwirtschaftliche Alternative zu Planwirtschaft.
Das ist Quatsch. Die realexistierende Lebensmittelvernichtungen wächst nicht auf dem Mist der Spekulanten sondern dem der Politik!!! Wer hat denn seinerzeit Tomaten und Wein verklappt? Wer schreibt denn Normen die Gemüse erst ab Erreichung bestimmter äußerer Kriterien genußähig machen? ..woody hat geschrieben: Träum weiter, die Realität sieht so aus, daß Überproduktionen vernichtet werden um die Gewinne der Spekulanten zu sichern...
[/quote]Nur weil du anderer Meinung bist als ich, heißt das noch lange nicht, daß ich mich von dir als dumm bezeichnen lassen muss.AlterSchwede hat geschrieben:Fehlendes Wissen mit moralischen Bedenken zu entschuldigen... ist nicht Ausdruck moralischer Überlegenheit - sondern von Dummheit.[
Spekulanten können kurzfristig Preise beeinflussen, und das tun sie in beide Richtungen. Mittelfristig kommen die Preise aber immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Außer, jemand druckt mehr Geld. Dann sind die Preise höher.ihno hat geschrieben:Der Eine meint Spekulanten beeinflussen nicht die Preise
und der andere sagt Spekulanten beeinflussen die Preise und das ist schlecht für die Menschen in der 3 Welt.