Ich habe 1988 meine erste Insel-Solarstromanlage für mein erstes Womo gebaut und war damals mit 48 Wp, 90 Ah immer wochenlang in Griechenland im Sommer unterwegs. Es ging ja nur um Licht, Musik,...
1997 machte ich mich im Solarstrom-Bereich selbständig und legte, trotz des jetzt beendeten Netzeinspeise-Hypes, immer den Schwerpunkt auf Autarkie. Mittlerweile haben wir über 1.000 Anlagen weltweit (Deutschland, ganz Europa, Afrika, Madagaskar, Jemen und unzählige mobile Anlagen auf WoMo, Boot, Schiff,...) realisiert. Seit 2003 haben wir eine autarke Zweigstelle auf Sardinien, an der wir wirklich alle Geräte ganz normal ganzjährig betreiben (WaMa, SpüMa, Kühlschrank, 2 PC, Werkzeugmaschinen, Hifi/Video, u.s.w. und mittlerweile gar Gimmiks wie Heizlüfter, Toaster, Wasserbereiter - weil wir uns das Verschwenden in sommerlichen Überschuss-Zeiten erlauben können, aber nicht empfehlenswert). siehe
http://www.selbstvers.org/forum/viewtop ... =61&t=4473
Erfahrungen von Inselanlagen-Besitzern können extremst unterschiedlich ausfallen - abhängig von ihrem Verbrauchsverhalten, den Standort-Bedingungen, ihrem technischen Verständnis, Anspruch und Qualität der Anlage und letztlich die Nutzungszeit. Ob nur im Sommerhalbjahr oder auch im Winter ist ein himmelweiter Unterschied. Spätestens dann läuft das auf ein Hybrid-System (unterstützt durch Wind, Wasser, u.s.w) hinaus.
Ich kann nur jedem Interessenten eindringlich anraten, eine Anlage sehr genau dimensionieren und zusammenstellen (zulassen). Bei uns geht das über:
http://www.oeko-energie.de/produkte/sol ... /index.php
Vorteil: nicht zu klein (= Unterversorgung) oder zu groß (= zu teuer).
Absolute Grundlage sind sparsamste Geräte (also, auch wenn nur ein kleiner Anteil, Licht nicht per Glühbirne, sondern ESL oder LED) und keine Wärme aus Strom.
Je nach dem, fallen Komponenten, System-Spannung, u.s.w. unterschiedlich aus. Pauschale oder laienhafte Aussagen hierzu sind für den Einzelfall wenig hilfreich.
Wird alles richtig bedacht, kann das über viele Jahre zuverlässig funktionieren. Nicht wenige meiner Anlagen sind nun schon seit mehr als 10 Jahren ganzjährig störungsfrei in Betrieb. Unterschied zwischen damals und heute: Solarmodule sind ca. 80% günstiger, Batterien ca. 20 % teurer, Erträge besser, elektrische Komponenten zuverlässiger (wenn man Qualität wählt!)