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Re: Hausschlachtung schwein

Verfasst: Mo 5. Dez 2011, 20:40
von Florian
Ein Räucherhaus ist schnell gebaut, aber auch alles angelesene wissen reicht der erfahrung nicht das wasser, und im weitergeben dieser, gibt es leider oftmals eine schmerzende lücke, die viel schwieriger zu überbrücken ist.

Wir versuchen alleine schon wegen der kosten auf einfrieren weitgehen zu verzichten, auch wenn es aus bequemlichkeit oft scheitert, ein guter ansatz ist aber, so wenig wie möglich auf Vorrat schlachten.

Lebend braucht Fleisch nämlich nicht gekühlt zu werden :holy:

Ich schätze mal das beim schlachten eines schweines bei uns nur ca 25 % fleisch zum einfrieren bzw in fettgelegtes fleisch bleibt, der rest wird wurst Schinken oder Speck "geräuchert" und Schmalz was eben ohne tiefkühler haltbar ist.

Gelagert wird die rauchware die erste zeit in der Slechkammer, wenns dann wärmer wird, kommt sie in die Speisekammer, 90 cm Lehmwände, wo auch das fettgelegte ein paar wochen, früher monate lagerte, hier ist es auch im sommer recht kühl .

@ citty, ja die sitten sind hier etwas rauh, das Bild ist auch schon etwas älter, und das schlachten damals, war, naja nicht ideal, das hast du schon richtig erkannt.
Aber das töten hatte und hab ich mir nie nehmen lassen. Dies geschieht so wie ich es mir vorstelle, in ruhe und so stressfrei fürs Tier wie nur irgend möglich.

Der Alkohol ist hier ein großes Problem, das traditionelle stamperl lass ich durchgehen, aber bis das Tier dann fertig verarbeitet ist, herrscht seit ein paar jahren sozusagen alkoholverbot. Hat auch den vorteil das sich alle helfer beeilen :pft:

@ stevo, schneller ja, aber die sind doch so lecker, vor allem frisch !

Re: Hausschlachtung schwein

Verfasst: Mo 5. Dez 2011, 20:51
von citty
Hallo Florian,

vielen Dank fuer die Aufklaerung. Solange das Tier nur human getoetet wird bin ich beruhigt, alles andere ist ja wirklich nicht so tragisch.

LG, Citty

Re: Hausschlachtung schwein

Verfasst: Mo 5. Dez 2011, 21:16
von Florian
Naja, auch beim verarbeiten selber ist reinlichkeit und sorgfalt nicht ganz unwichtig citty.

Mir scheint aber, das hier nur sehr wenige noch selber Schweine schlachten bzw halten :hmm: , so mit allem drum und dran.
Dabei könnt ich es mir garnichtmehr anders vorstellen.

Alleine das Schmalz bringt uns schon sehr viel in der richung "selbst" versorgen weiter.

Re: Hausschlachtung schwein

Verfasst: Mo 5. Dez 2011, 21:22
von Dagmar
Hallo,

ich kann mich noch erinnern, daß meine Eltern die guten Bratenstücke vom Schwein in Weck-Gläsern eingekocht haben, da hatten wir noch keine Tiefkühltruhe.

Und der Braten, man was hat der dann nach einigen Monaten herrlich geschmeckt.


Dagmar

Re: Hausschlachtung schwein

Verfasst: Mo 5. Dez 2011, 21:36
von Florian
Hallo Dagmar, deine Eltern ham nen ganzen Braten in ein Weckglas gepackt ?

Weist du denn wie genau sie das gemacht haben ?

Das älteste Fleisch nicht getrocknet, geräuchert, gepökelt bzw eingefrohren, oder sonstwie aufwendig verarbeitet, sondern nur in fett gelagert, das ich jemals gegessen habe, war 4 Monate alt.
Die alte Frau hat sich ihren Anteil vom Schlachten so Konserviert.

Einfach Fett erhitzt, und über die geschnittenen kurz angebratenen Fleischstücke gegossen, abkühlen lassen, und so in der Speisekammer gelagert.
Geschmacklich nicht besonders interessant, aber essbar, auch ohne bauchweh danach ;)

Re: Hausschlachtung schwein

Verfasst: Mo 5. Dez 2011, 21:42
von Dagmar
Hallo,
Florian hat geschrieben:Hallo Dagmar, deine Eltern ham nen ganzen Braten in ein Weckglas gepackt ?

Weist du denn wie genau sie das gemacht haben ?
Ja, war wirklich im Weck Glas. Habe gerade erst vor ein paar Wochen mit meinem Bruder darüber gesprochen, der konnte sich auch noch recht gut daran erinnern. Aber leider weiß ich nicht mehr, wie sie das gemacht hat. Hat mich damals überhaupt nicht interessiert - leider.

Werde mal bei ihr anrufen und nachfragen, aber da sie leider schon recht alt und klapprig ist, na ich hoffe mal, sie erinnert sich noch.


Dagmar

Re: Hausschlachtung schwein

Verfasst: Mo 5. Dez 2011, 21:53
von Florian
Das wär ja ganz lieb von dir !

Denn wenn das ganze auch noch gut geschmeckt hat, wär es finde ich einen versuch wert.

Re: Hausschlachtung schwein

Verfasst: Mo 5. Dez 2011, 22:03
von stevo12
hi
ich kenn das so vom kesselfleisch.
also gegartes fleisch mit brühe, oder braten mit bratensaft in einmachglas und dann einkochen, wie gurken oder leberwurst im glas.
vg

Re: Hausschlachtung schwein

Verfasst: Mo 5. Dez 2011, 22:08
von luitpold
keine ahnung was ich gesucht habe, aber ich habe DAS gefunden. :michel:

lg
luitpold

Re: Hausschlachtung schwein

Verfasst: Mo 5. Dez 2011, 22:15
von stevo12
hi
das pdf ist sehr wissenschaftlich aber nicht schlecht, danke.
vg